Besser aussehen für einen neuen Job?

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Ganz gleich, was Sie wissen, können und leisten – all das scheint häufig nicht genug zu sein, um einen neuen Job zu landen. Kommt Ihnen das auch so vor? Welches gewisse Etwas fehlt Ihnen dann? Da die Konkurrenz bei der noch immer geringen Anzahl an ausgeschriebenen Stellen groß ist, ergreifen viele Jobsuchende andere Maßnahmen, um Ihre Chancen zu verbessern: Sie verändern ihr Aussehen in der Hoffnung, damit einen stärkeren Eindruck bei potentiellen künftigen Arbeitgebern zu machen.

Die Zahlen sprechen für sich: Laut einer aktuellen Studie der Jobbörse CareerBuilder unter mehr als 1000 Arbeitnehmern europaweit gaben fast die Hälfte der Arbeitnehmer an, die im letzten Jahr eine Vollzeitstelle verloren haben, etwas an ihrem Aussehen verändert zu haben, um dadurch attraktiver für Arbeitgeber zu werden.

Einige der Bemühungen um ein besseres Aussehen beinhalteten

– 18 Prozent kleideten sich schicker oder anders, um jünger oder älter zu wirken.
– 10 Prozent haben abgenommen.
– 6 Prozent haben ihre Haarfarbe oder Frisur geändert.
– 6 Prozent nahmen auch im Gesicht Veränderungen vor, indem sie mehr Make-Up auftrugen oder sich die Zähne bleichen ließen.

Noch drastischere Maßnahmen wie kosmetische Behandlungen und Operationen sowie das Entfernen von Tätowierungen wurden ebenfalls genannt. Ein Drittel der europäischen Jobsuchenden haben auch ihre Online-Profile in sozialen Netzwerken überarbeitet, um professioneller auf Unternehmen zu wirken.

Neue Karrierewege gehen

Im letzten Jahr entlassene Arbeitnehmer wurden ebenfalls gefragt, wie sie die Zeit ohne ein festes Einkommen überbrücken. Die Hälfte von ihnen sagte, sie würden während der Stellensuche bereits auf ihre Ersparnisse zurückgreifen. Jeder vierte gab jedoch an, keine Ersparnisse gehabt zu haben, als er arbeitslos wurde. Für Leute wie diese muss also schnellstens ein neuer Job her. Angesichts eines der härtesten Arbeitsmärkte in der gesamten europäischen Geschichte ziehen Jobsuchende neue Karrierewege in Betracht und bewerben sich auch auf Jobs, die sie vor der Wirtschaftskrise nicht beachtet hätten.

– 75 Prozent bewarben sich auf Stellen, für die sie überqualifiziert sind.
– 74 Prozent wären bereit einen Job mit einem geringeren Einkommen anzunehmen, um finanziell über die Runden zu kommen.
– 64 Prozent würden für einen Job in eine andere Stadt oder ein anderes Land ziehen.

„Die Arbeitnehmer von heute stehen rekordhohen Arbeitslosenzahlen und einer länger andauernden Jobsuche gegenüber," sagt Farhan Yasin, Präsident der CareerBuilder EMEA Gruppe. „Um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben, werden Arbeitgeber zuerst Stellen in den Bereichen besetzen, die Gewinn einbringen, Kunden binden und innovativ sind. Mit diesen Punkten im Hinterkopf müssen Bewerber schauen, wie sie sich mit ihrem Hintergrund in diese Bereiche einbringen können und ihre Jobsuche auf neue Branchen und Berufe ausweiten."

Tipps für die Jobsuche bei der aktuellen Wirtschaftslage

– Verpacken Sie Ihre Fähigkeiten neu – Schreiben Sie verschiedene Versionen von Ihrem Lebenslauf um eine breitere Arbeitgeberschaft anzusprechen. Vergessen Sie nicht, dass Fähigkeiten in Bereichen wie Kommunikation, Projektmanagement, Kundenservice u.ä. universell über verschiedene Branchen einsetzbar sind und somit übertragbar auf neue Bereiche.
– Engagieren Sie sich – Ehrenamtliche Tätigkeiten können Sie in Ihren Lebenslauf schreiben und zudem knüpfen Sie neue Kontakte. Ein Großteil der Arbeitgeber hält ehrenamtliche Arbeit für eine gute Möglichkeit, relevante Erfahrungen zu sammeln.
– Schreiben Sie Ihren Lebenslauf nach Keywords – Viele Arbeitgeber nutzen elektronische Scanner, um die eingehenden Lebensläufe mit den Anforderungen im Stellenprofil abzugleichen. Schreiben Sie also bewusst einige Formulierungen aus der Stellenanzeige in Ihren Lebenslauf, sofern sie Ihren Erfahrungen entsprechen, damit Ihre Bewerbung nicht aussortiert wird.
– Nutzen Sie soziale Netzwerke – Machen Sie Werbung für sich und Ihre Fähigkeiten in verschiedenen sozialen Netzwerken. Gehen Sie aber sicher, dass Sie alle Inhalte oder Bilder entfernen, die Arbeitgebern kein professionelles Image von Ihnen vermitteln sollten.

Quelle: CareerBuilder.de

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1 Reaktion

  1. Tanja sagt:

    ch habe zum Glueck 3 Buecher gelesen, die die interessanteste und zugleich die informativste sind, welche ich ueber die Jobsuche als solche ueberhaupt zu lesen kriegen koennte.

    In den Auflagen, die ich gelesen habe, waren noch einige Fehler (die Buecher waren wohl noch nicht von einem Lektor gelesen worden ;-), und auch nicht alle Tips, die drin waren, wuerde ich so in die Praxis umsetzen… aber gut ueber 80% des Inhalts ist erste Sahne.

    Vor allem gefallen hat's mir die freche, offene Schreibweise. Durch diese Buecher habe ich gelernt, dass auch die Menschen auf der anderen Seite des Tisches Menschen sind mit einer eingeschraenkten Sicht der Sachen und mit Angst, Fehler bei der Auswahl zu machen.

    Ich habe mit diesen Buecher unschaetzbare Tips bekommen, und das, was vielleicht wertvoller ist, mir haben diese Buecher viel Mut und Selbstsicherheit gegeben.

    Ich empfehle sie alle, die einen Job suchen 🙂

    Viel Erfolg wuenscht,

    Tanja Schulz

    Hier sind die Links zu den Buechern- Leider ist da wenig Information ueber die sie zu finden, aber sie sind gut, es lohnt sich auf jeden Fall sie zu lesen:

    wurde entfernt, da nciht mehr gültig