Energiekosten einsparen aus betriebswirtschaftlichen Perspektive

Energie sparen Berechnung
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Das Thema Energieeffizienz spielt in Zeiten von Greta Thunberg, Fridays For Future und Rezos Youtube Video nicht nur aus umweltpolitischer Sicht eine wichtige Rolle, sondern ist aufgrund des hohen Einsparpotenzials bei den Energiekosten auch aus einer rein betriebswirtschaftlichen Perspektive höchst interessant. Doch was steckt wirklich hinter diesem Begriff und wie lässt sich im Alltag daraus ein praktischer Nutzen ziehen?

Was ist Energieeffizienz?

Bei der Energieeffizienz geht es um die rationelle Verwendung von Energie. Mit dem Begriff wird das Verhältnis zwischen der zugeführten Energie (Input) und dem daraus gewonnenen Energieertrag (Output) bezeichnet. Durch die Optimierung von Prozessen sollen die quantitativen und qualitativen Verluste, die bei der Umwandlung, dem Transport und der Speicherung von Energie entstehen, so klein wie möglich gehalten werden. Das Ziel einer optimalen Energieeffizienz ist es daher, einen bestimmten energetischen Nutzen mit dem minimal notwendigen Energieeinsatz zu erreichen.

Energieeffizienzklassen bei Leuchtmitteln

Einen echten praktischen Bezug zum Alltag gibt es beispielsweise bei den Energieeffizienzklassen von Leuchtmitteln. Dabei handelt es sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung des Energieverbrauchs, die Kunden bei der Kaufentscheidung von Produkten unterstützen soll. Dazu wurden europaweit einheitliche EU-Energielabel eingeführt, die heutzutage auf den Verpackungen und in den Produktbeschreibungen zu sämtlichen Leuchtmitteln zu finden sind.

Das EU-Energielabel teilt die Leuchtmittel in verschiedene Energieklassen von niedrigem Energieverbrauch (Effizienzklassen A) bis hin zu hohem Energieverbrauch (Effizienzklassen E) ein. Aufgrund der fortschreitenden technischen Entwicklung und dem Erreichen immer bessere Energieeffizienzwerte, wie beispielsweise mit modernen LEDs, wurden inzwischen weitere Energieeffizienzklassen (A+, A++, A+++) eingeführt. Für ein besseres Verständnis sind die verschiedenen Klassen zudem farblich gekennzeichnet. Die effizienteste Klasse ist dunkelgrün hinterlegt, während die ineffizienteste Klasse rot dargestellt wird.

Einstufung von Leuchtmitteln in Energieeffizienzklassen

Für die Einstufung von Leuchtmitteln in bestimmte Energieeffizienzklassen wird der er sogenannte Energieeffizienzindex (EEI) herangezogen. Hinter diesem Index steckt eine komplexe Berechnungsmethodik, bei der unterschiedliche Variablen berücksichtigt werden. Mithilfe eines Energieeffizienzrechners lässt sich unter Angabe der Leistungsaufnahme in Watt und des Lichtstroms in Lumen der Energieeffizienzindex bestimmen. Dabei muss allerdings auch berücksichtigt werden, um welche Art von Leuchtmittel es sich handelt und ob ein Vorschaltgerät vorhanden ist oder ob ein Reflektor zur Bündelung des Lichts zum Einsatz kommt. Grundsätzlich gilt: Je kleiner der Energieeffizienzindex ist, desto größer ist die Energieeffizienz des Leuchtmittels.

Leuchtmittel können der höchsten Energieeffizienzklasse A++ zugeordnet werden, wenn sie bei ungebündeltem Licht einen Energieeffizienzindex kleiner gleich 0,11 oder bei gebündeltem Licht kleiner gleich 0,13 erreichen. In der niedrigsten Energieeffizienzklasse E landen Lampen, die bei ungebündeltem Licht einen Energieeffizienzindex kleiner gleich 0,95 oder bei gebündeltem Licht kleiner gleich 1,75 erreichen. Für Leuchtmittel mit zu niedriger Energieeffizienz gilt bereits seit 2009 ein in der EU schrittweise eingeführtes Import- und Produktionsverbot.

Beim Kauf von Leuchtmitteln und Lampen sollten sich Verbraucher die EU-weiten Regelungen zunutze machen, um eine möglichst energieeffiziente Beleuchtung auszuwählen. Auf diese Weise kann nicht nur die Umwelt geschont werden, sondern es lassen sich auch handfest Kosten beim Stromverbrauch einsparen.

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