Bin ich wirklich für BWL geeignet?

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„Das Produktlebenszykluskonzept basiert auf der Annahme, dass der Absatz von Produkten bestimmten zeitlich determinierten Gesetzmäßigkeiten unterliegt, die sich am Verlauf zentraler Kennzahlen (insbesondere Umsatz, Gewinn, Deckungsbeitrag) ablesen lassen. …“

Wer bei Inhalten wie diesen am liebsten gleich weiterlesen möchte, könnte mit BWL ins Schwarze treffen.  Mit dem Satz beginnt eine Frage des Online-Selfassessments der Universität Bremen. Der Selbsttest soll Interessierten helfen herauszufinden, ob ein Studium im Bereich Wirtschaftswissenschaften etwas für sie wäre. Seine Fragen beziehen sich auf typische Lehrinhalte von in betriebs- und volkswirtschaftlichen Einführungsveranstaltungen. Hier geht es direkt zum Test.

Ist BWL das Richtige? – Selbstcheck per Onlinetest

Auch andere Hochschulen bieten Tools wie dieses zum Ausprobieren an. Auf der Homepage der Humboldt-Universität zu Berlin etwa gibt es einen Mathematik-Selbsttest https://www.wiwi.hu-berlin.de/de/studium/sb/bewerbung/bachelorstudiengange/mathematik-selbsttest. Dieser wird dort zur Vorbereitung einer Bewerbung für den Monobachelor-Studiengang BWL oder VWL empfohlen.

Eine Affinität zur Mathematik sowie entsprechende Vorkenntnisse gehören zu den Grundvoraussetzungen für dieses von Zahlen geprägte Studium. So werden dann auch im Aufnahmeverfahren bei Eignungstests häufig die mathematische Begabung und das Interesse an Wirtschaftsthemen überprüft.

 

Mit dem Blick des Konsumenten

Noch konkreter wird BWL-Professor Thomas Egner von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg: „Wer sich beim Einkaufen fragt, warum ein Produkt direkt an der Kasse platziert ist, und in der Kneipe grübelt, wie die Getränkepreise zustande kommen, liegt mit BWL richtig“, äußert sich der Lehrstuhlinhaber im ZEIT Studienführer 2016/17. Man sollte „neugierig auf alles sein, was einem täglich als Verbraucher begegnet“, heißt es in dem Beitrag.

Bei einem betriebswirtschaftlichen Studium ist neben Mathematik auch Englisch ein Grundpfeiler, schließlich gilt es im Beruf auch auf globaler Ebene agieren bzw. korrespondieren zu können. Wegweisend sind daher auch eine internationale, interkulturelle Aufgeschlossenheit und ein Interesse an internationalen Themen. Weitere empfohlene Voraussetzungen und Fähigkeiten für ein BWL-Studium sind ein abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen, Sozialkompetenz bzw. Empathie oder emotionale Intelligenz sowie Teamfähigkeit. Das ergab eine Befragung von Professoren und Professorinnen im Rahmen des CHE Rankings 2014/15. Außerdem sollte man offen und aufgeschlossen sein, Neugierde und Innovationsfähigkeit mitbringen.

 

Selbstmanagement ist wegweisend

Als weitere förderliche Eigenschaften werden Belastbarkeit, Ausdauer und Durchhaltevermögen sowie Lern-, Einsatz- und Leistungsbereitschaft genannt. Letztere indes dürften bei jedem Studium zielführend sein, genauso wie selbständiges, organisiertes und diszipliniertes Lernen und Arbeiten. Doch wie das Ergebnis der Befragung zeigt, werden diese Eigenschaften im BWL-Studium in besonderem Maße erwartet.

Das CHE Hochschulranking gilt als das umfassendste und detaillierteste Ranking deutscher Universitäten und Fachhochschulen. Mehr Infos dazu gibt es hier http://www.che-ranking.de/cms/?getObject=42&getLang=de. Der dem ZEIT Studienführer 2016/17, der ist online hier https://premium.zeit.de/studienfuehrer erhältlich.

 

Männer und Frauen im BWL-Studium

Bezüglich des Geschlechts gibt es übrigens bei BWL kein nennenswertes Plus oder Minus: Anders als in manchen anderen Fachbereichen sind hier Männer und Frauen nahezu gleich stark vertreten. Im Jahr 2014 waren 52 Prozent der Studenten männlich und 48 Prozent weiblich.

 

Die formalen Voraussetzungen erfüllen

Neben der Frage, inwieweit man für ein betriebswirtschaftliches Studium grundsätzlich geeignet ist, sind je nach Hochschule auch unterschiedliche Voraussetzungen bei der Bewerbung zu erfüllen. So sind einige Studiengänge an einen Mindestnotendurchschnitt (NC) gebunden, der teils hoch liegt, genauso aber auch im Dreierbereich liegen kann. Auch andere Kriterien wie Aufnahmetests können variieren. Vergleichen lohnt sich also.

Und wer sich bei einem Selbsttest fragt, ob einen Begriffe wie „Produktlebenszykluskonzept“ wirklich begeistern können – Nicht gleich alles in Frage stellen, schließlich bedeutet ein BWL-Studium auch Herausforderungen meistern zu können. So sieht man die Sache am Ende eines Tests oft schon viel klarer.

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