Kommunikationsregeln für Führungskräfte

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Wer Mitarbeiter führt, sollte sich als verlässliche Persönlichkeit darstellen. Dies gilt besonders auch im Hinblick auf zuverlässige Kommunikationsregeln. Regeln und Routinen sorgen für eine möglichst verlustfreie Informationsübertragung. Der angemessene Kommunikationsstil entscheidet darüber wie erfolgreich man sich als Führungskraft mit seinen Aufgaben darstellt.

Führen durch Kommunikation

Wer kommuniziert, übermittelt Informationen, aber auch Gedanken, Gefühle und Werte. Kommunikation findet ununterbrochen statt. Diese elementare Regel ist im Leitsatz „Man kann nicht nicht kommunizieren!“ zusammengefasst. Aufgestellt wurde dieser Satz vom Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick. Die Erkenntnis, dass der Mensch ständig kommuniziert ist eine wichtige Grundlage innerhalb der Kommunikation zwischen Führungskraft und Mitarbeiter. Verbale und nonverbale Kommunikation müssen zusammenpassen, die Information innerhalb der Hierarchien sollte rechtzeitig und umfassen stattfinden. Weiterhin sollte immer der Sinn und Zweck einer Anordnung vermittelt werden, dadurch werden Identifikation und Motivation bei den Mitarbeitern gestärkt. Kommunikation zur Informationsübermittlung gehört zu den grundlegenden Aufgaben der Mitarbeiterführung, so werden zum Beispiel folgende Informationen weitergeleitet:

  • Zielvereinbarungen
  • Planungsaufgaben
  • Delegation von Aufgaben
  • Verteilung von Befugnissen
  • Kooperation zwischen den Mitarbeitern
  • Beurteilung der Arbeitsleistung und der Arbeitsergebnisse

Die wichtigsten Regeln für die Informationsvermittlung

Für eine erfolgreiche Kommunikation zwischen Führungskraft und Mitarbeitern sollten folgende Regeln eingehalten werden:

  • Informationen müssen rechtzeitig und regelmäßig übermittelt werden.
  • Informationen müssen verlässlich sein.
  • Informationen müssen vollständig sein und alle Aspekte enthalten.
  • Strukturierte Informationen werden besser verstanden.
  • Eine verständliche Formulierung macht Informationen nachvollziehbar.
  • Informationen sollten kurz und prägnant formuliert sein.
  • Der Nutzen der Information muss klar ersichtlich sein.

Die Körpersprache

Die Körpersprache ist wichtiger Teil der Kommunikation und ergänzt den verbalen Anteil mit nonverbalen Signalen durch Gestik, Mimik, Körperhaltung und Bewegungen. Widersprechen sich verbale und nonverbale Kommunikation, führt das zu Missverständnissen und Unsicherheiten. Führungskräfte müssen sich deshalb hinsichtlich der Körpersprache besonders gut kontrollieren und darauf achten, dass beide Kommunikationsformen übereinstimmen.
Tipps und Tricks für die überzeugende Körpersprache lesen Sie hier.
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Realebene und Metaebene in der Kommunikation

Bei der Kommunikation ist nicht nur das Was, sondern sehr stark auch das Wie entscheidend. Soll Information auf eine bestimmte Art übermittelt werden und zusätzliche Botschaften gezielt transportieren, müssen die zwei Ebenen der Kommunikation berücksichtigt werden:

  • Auf der Realebene wird die verbale Botschaft übermittelt. Klarheit, Vollständigkeit und Richtigkeit von Informationen spielt hier die entscheidende Rolle.
  • Die Meta-Ebene, die auch als Stilebene bezeichnet wird, transportiert Stimmungen und die Bedeutung von Informationen. Über die Art, wie etwas kommuniziert wird, wird auch die Art einer Beziehung ausgedrückt.

Bei der Verwendung dieser beiden Ebenen lauern zahlreiche Stolpersteine in der Kommunikation. So wird häufig nicht direkt gesagt, was auch gemeint ist. Der wirkliche Sinn einer Botschaft wird dann über die Metaebene, also nonverbal, kommuniziert. Im sozialen Kontext kommt es durch diese indirekte Sprache in der Regel zu einer Balance, die Distanz und Nähe ausgleicht. Geht es um die Kommunikation im Unternehmen, ist solch ein Verhalten jedoch eher hinderlich und führt zu Missverständnissen. Allerdings kommt es auch hier auf ein Gleichgewicht der beiden Ebenen an.

Modelle der Kommunikation

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Modelle, die die Kommunikation beschreiben:

  • Beim Sender-Empfänger-Modell wird eine Botschaft ausgesendet und von einer anderen Person empfangen. Grundlage dafür, dass der Empfänger versteht, ist eine gleichartige Sprache. Stimmt diese nicht überein, das gilt für verbale und nonverbale Elemente gleichermaßen, kann es zu Deutungsschwierigkeiten kommen.
  • Das Vier-Seiten-Modell ist eine Weiterentwicklung des Sender-Empfnger-Modells. Es basiert auf der Annahme, dass jede Botschaft vier Elemente in sich geträgt, die gesehen, bzw. gehört werden sollten, nämlich die eigentliche Information, die Selbstpreisgabe des Senders, der Hinweis auf die Beziehung zwischen Sender und Empfänger und das Ziel, das erreicht werden soll.

Viele Aspekte der Kommunikation laufen intuitiv richtig ab. Gerade für Führungskräfte lohnt es sich jedoch, sich mit diesen Punkten intensiv zu befassen und sich damit wirkungsvolle Führungsinstrumente und eine eigenständige Führungskompetenz zu verschaffen.

Quellen:

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