Mit dem richtigen Medieneinsatz beim Vortrag punkten

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Für einen gelungenen Vortrag braucht man vor allem eines: die richtigen Medien. Aber nur die Auswahl eines Mediums bestimmt natürlich noch lange nicht die Qualität des Vortrags. Die Art und Weise, wie man seine ausgewählten Medien letztendlich vor dem Publikum einsetzt, bestimmt den Erfolg des Vortrags zu einem großen Teil. Daraus wird sofort ersichtlich, dass nicht nur der fachliche Inhalt eines Vortrags dafür entscheidend ist, ob dieser erfolgreich rezipiert werden kann, sondern es ist auch äußerst entscheidend, ob ein passendes Medium ausgewählt und eingesetzt werden kann. Aber an genau diesem letzten Punkt scheitern viele Referenten und Dozenten, da sie sich über die Wirkung bestimmter Medien nicht im Klaren sind.

Die drei bekanntesten Medien

Die drei mit Abstand bekanntesten und am häufigsten eingesetzten Medien sind der Overhead- Projektor, das Flipchart und die Metaplanwand. Doch welche Vorteile haben diese Medien eigentlich? Der Overhead-Projektor hat ganz klar den Vorteil, dass man die an die Wand geworfene Folie jederzeit einfach verschwinden lassen kann, indem man das Gerät ausschaltet. Außerdem kann der Referent oder Dozent jederzeit Ergänzungen auf der Folie vornehmen, so dass der Vortrag auch von den Zuhörern aktiv mitgestaltet werden kann. Dies ist ein großer Vorteil, da das Publikum mit dieser Methode vom passiven Rezipieren zum aktiven Zuhören eingeladen und aufgefordert wird. Dies erhöht proportional die Aufmerksamkeit und fördert so das Verstehen und Behalten der vom Dozenten dargebotenen Informationen. Das Flipchart hingegen hat den Vorteil, dass die vorbereiteten Blätter ganz bequem während des Vortrags genutzt werden können und im Anschluss daran zusätzlich auch noch aufgehängt werden können. Durch ein Flipchart wird also die Zugänglichkeit der Informationen im Gegensatz zu einem Overhead-Projektor sehr stark erhöht, da die Informationen auch nach dem Vortrag dem Publikum noch präsentiert werden können. Dieses Prinzip eignet sich vor allem dann, wenn zentrale Aspekte während einer ganzen Vortragsreihe immer wieder Relevanz besitzen und den Zuhörern ins Gedächtnis gerufen werden sollen. Diese Vorteile hat eine so genannte Metaplanwand nicht vorzuweisen. Dafür hat sie aber andere Vorzüge. So bietet sie zum Beispiel sehr viel mehr Platz, als dies mit einem Overhead-Projektor oder einer Flipchart möglich ist. Man kann zum Beispiel Diagramme sehr viel bequemer anbringen oder zentrale Aspekte besonders deutlich, weil größer, hervorheben. Ein weiterer Vorteil einer Meterplanwand ist darin zu finden, dass man seine Zuhörerschaft aktiv miteinbeziehen kann. So ist es zum Beispiel leicht, ausgewählte Personen des Publikums nach vorne zu bitten und sie Diagramme mit zusätzlichen „Pop Up´s“ vervollständigen zu lassen – eine hervorragende Methode, um den Vortrag handlungsorientiert und interessant zu gestalten.

Einige Regeln zum Einsatz von Medien

Um Medien sinnvoll einzusetzen, sollte man gewisse Regeln beachten, die es dem Zuschauer ermöglichen, länger zuzuhören und mehr vom Vortag zu behalten. Zunächst einmal sollte ein Medium einfach sein. Die Zuhörer sollten beim Anblick des Mediums nicht in Ehrfurcht erstarren, sondern sie sollen sofort wissen, worum es geht. Es sollten nur sehr kurze und einprägsame Sätze verwendet werden, damit die Informationsflut für die Rezipienten nicht unüberwindbar zu sein scheint. Ein Medium sollte stets dazu dienen, den Vortrag zu strukturieren. Zu diesem Zweck ist ein roter Faden, der sich durch den gesamten Vortrag zieht und über das eingesetzte Medium nachvollziehbar wird, zu erkennen sein. Die Übersichtlichkeit der dargebotenen Informationen sollte in jedem Fall gewährleistet sein. Nach Möglichkeit sollte man mit unterschiedlichen Farben arbeiten, die die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf prägnante Informationen lenken. Zu guter Letzt sollte ein Medium aber auch stimulieren, was bedeutet, dass sich die Zuhörerschaft auch emotional angesprochen fühlen soll. Außerdem sollte der Vortrag mit Hilfe des Mediums abwechselnd gestaltet werden, damit keine Langeweile aufkommt. Wer diese Regeln befolgt, wird mit Sicherheit einen gelungenen Auftritt hinlegen.

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