Arbeitsplatzabbau wegen Emissionshandels angekündigt

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Der BWL-Bote hat prognostiziert, daß durch die zwangsweise Einführung des Emissionshandels Arbeitsplätze verloren gehen werden. Insbesondere haben wir vorhergesagt, daß Unternehmen die materielle Produktion in Länder verlegen werden, die dem Protokoll von Kyoto nicht beigetreten sind (Rußland, USA), oder in solche, die von Kyoto ausdrücklich ausgenommen sind (Indien, China), um in Europa besser mit nicht mehr "benötigten" Emissionszertifikaten handeln zu können.

Diese Prognose bewahrheitet sich offenbar noch schneller als erwartet. So hat der Vorstandsvorsitzende von ThyssenKrupp, Ekkehard Schulz, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gesagt, man werde eher Arbeitsplätze ins Ausland verlagern als Emissionsrechte hinzukaufen zu müssen. Die Stahlindustrie befindet sich besonders im Visir der Gutmenschen, die unter dem Vorwand des "Klimaschutzes" die materielle Produktion drosseln wollen.

Wir haben jedoch auch darauf hingewiesen, daß das Exportieren von Jobs durchaus im Interesse der Unternehmen liegt, denn sie können bald mit Klimascheinen mehr Gewinn erzielen als mit dem Verkauf ihrer Produkte: Emissionszertifikate können nicht, wie die Marktpreise für Produkte, Aktien und andere Wertpapiere, ins Bodenlose abstürzen, weil die erlaubte Maximalmenge von sogenannten "Treibhausgasen" von jedes Jahr Brüssel reduziert werden soll, was einen Wertanstieg der "Klimascheine" garantiert. Dieser Hintergrund läßt die Drohung von ThyssenKrupp um so glaubwürdiger erscheinen.

Die Sache hat natürlich ihr Gutes, denn obwohl Deutschland durch die Demontage der DDR-Industrie ihr "Klimaziel" bereits erreicht hat, soll weiter demontiert werden. Es ist zu erwarten, daß sobald wirklich "Klimascheine" nachgekauft werden müssen, eine geradezu fluchtartige Entwicklung in der Industrie einsetzt. Die absurde Klimaideologie fördert damit Schwellenländer und richtet Deutschland zugrunde wie keine frühere politische Ideologie seit dem zweiten Weltkrieg einschließlich des DDR-Sozialismus. Dies ist aber nicht nur ein Verstoß gegen das immer noch bindende Stabilitätsgesetz, das eine keynesianische antizyklische Wirtschaftspolitik (und keine prozyklische Verstärkung des Absturzes) verbindlich vorschreibt, sondern es erhöht auch den Leidensdruck der Bevölkerung durch beschleunigte Verarmung, so daß mit einem baldigen grundsätzlichen Politikwechsel zu rechnen ist.

Links zum Thema: Energierationierung: wie funktioniert der Emissionshandel? | Deutschland auf dem Weg in ein nachhaltiges Energie-Dilemma | Wo die nächsten Arbeitsplätze verlorengehen | Michael Glos: »Öko-Stalinist und ehemaliger Terrorist« (interne Links)

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