Wovor die Mächtigen sich wirklich fürchten

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Wir haben Hitler eine Menge zu "verdanken": die Konzentrationslager, den zweiten Weltkrieg und hernach die Mauer und den kalten Krieg, also auch eine Periode der Stabilität bis 1990. Doch was ist danach gekommen, und wohin bringt es uns?

Der rationale Geist war der Schlüssel zur Zähmung der Natur und der Mensch machte sich die Erde untertan, ganz wie es in der Bibel steht, indem er immer weitere Naturgesetze entdeckte und sich zunutze machte durch die Wissenschaft und ihren ausführenden Arm, die Industrie. Armut und Analphabetismus sollten durch den Staat ausgerottet werden, den Sozialvertrag der Gemeinschaft der Nation, und durch den Markt, dessen unsichtbare Hand ohne Zwang und ohne Vertrag immer den optimalen Zustand findet auf wundersame Art und Weise der dezentralen Planung. Von der Renaissance bis in das zwanzigste Jahrhundert brachte dies dem Menschen einen rapiden Aufstieg, den Sieg über Krankheiten und Armut aber auch einen unglaublichen Zuwachs an Freiheiten, vom Postkutschenzeitalter bis zum Mallorcaurlaub sogar für Sozialhilfeempfänger, einen Sieg über die Natur auf ganzer Strecke.

Dies lag zu Zeiten der Mauer sowohl dem westlichen als auch dem östlichen System zugrunde, wobei die US-amerikanische Lösung fast rein marktorientiert war, die westeuropäische marktorientiert (England) mit erheblichen planwirtschaftlichen Elementen (Frankreich) bis hin zur Systemindifferenz (Westdeutschland) und die östliche staatsorientiert mit geringen marktwirtschaftlichen Elementen (DDR, Ungarn, späte UdSSR) oder rein planwirtschaftliche praktisch ohne individuelle Freiheiten (Stalins UdSSR, Pol Pot's Regime, China unter Mao). Doch in allen Fällen lagen die oben skizzierten auf die Aufklärung zurückgehenden Basisannahmen zugrunde, und Gesellschaften versuchten deren Umsetzung, wenngleich mit unterschiedlichen Mitteln und mit unterschiedlichem Erfolg.

Diese Zeit nennen wir das Industriezeitalter, und es gipfelte in der Spaltung des Atomkerns und damit der Schaffung nahezu unbegrenzter Energie, weshalb man es auch als das Atomzeitalter bezeichnet. Beides, Industrie und Atom, werfen wir derzeit bedenkenlos weg, und wundern uns, wenn es plötzlich richtig schmerzt, so wie etwa bei der Vertausendfachung der Energiepreise in California im Frühjahr/Sommer 2001.

Seit dieses System 1989/90 mit dem Fall der Mauer zusammenbrach, entsteht etwas Neues, das wir nunmehr langsam zu erkennen in der Lage sind. Es hat mit Macht und ihrem Erhalt zu tun, und es ist ein grundlegender Paradigmenwechsel.

Um ihre Macht zu erhalten, beschlossen die Mächtigen des Westens gegen Ende der 60er Jahre auf der sogenannten Konferenz vom Iron Mountain, deren Stattfinden bis heute bestritten wird, durch Schaffung neuer "großer Aufgaben" Macht über die Menschen auszuüben, und der sogenannte "Umweltschutz" ist eine solche große Aufgabe. Doch er dient nicht der Umwelt, sondern der Ausübung von Herrschaft, denn man hat erkannt, daß im Zeitalter der Kernspaltung, das leider auch ein Zeitalter der Kernwaffen ist, Kriege nicht mehr als Mittel der Machtausübung taugen, denn sie werden zu schnell zu atomaren Weltkriegen. Hiroshima hat gelehrt, daß die Menschen nicht mehr einen Feind hassen dürfen, denn das kann zur globalen Selbstzerstörung führen, sondern daß sie vor der Zukunft Angst haben müssen. Also erfand man das Waldsterben, das Ozonloch und den sogenannten Treibhauseffekt, um die Menschen regieren zu können – ein Zustand, der seit dem Ende der Sowjetunion um so leichter aufrechtzuerhalten ist als daß man auf keinen Rivalen um die Weltherrschaft mehr Rücksicht nehmen und keine Konkurrenz mit einem mächtigen Gegner mehr betreiben muß.

Doch mit dem Fortschreiten der Entchristlichung des Westens erscheinen widerwärtige Ideologien, gegen die die Mordlust der KZ-Schergen wie ein Rundungsfehler anmutet: Daß Millionen an der Malaria und anderen vermeidbaren Krankheiten starben, weil unter dem Öko-Vorwand Substanzen wie DDT verboten wurden, hat System, schaut man sich diese Zitateliste einmal an. Und die Menschen haben die Lektion, die ihnen einst die Mächtigen lehrten, gut gelernt: in der schon von David Riesman vorausgesagten außengeleiteten Gesellschaft nimmt man selbst diese latente Mordlust nicht mehr als solche wahr, so machtvoll ist der Konformitätsdruck der political correctness!

Und selbst das ist noch nicht alles, gehen doch Massen auf die Straße, für "Umweltschutz" und gegen den Fortschritt zu demonstrieren, was die wirkliche Motivation des globalisierten Anti-Globalisierungs-Netzwerkes mit dem bezeichnenden Namen "Attac" ist, ein Angriff auf die Grundwerte einer verfaulenden Gesellschaft, ein Zeichen des Niederganges. Wir leben wieder im späten Rom, in einer glaubens- und wertelosen Epoche doch, mit Brot und Spielen für die Spaßgesellschaft, doch für den Frieden zu kämpfen ist, wie für die Jungfräulichkeit zu bummsen…

Doch das Machtspiel hinter den Kulissen geht nicht auf, und es zeigt sich ein Probleme, daß die gegenwärtige neue Weltordnung kippen wird, vielleicht schon in nicht ferner Zukunft.

Die Bäume des Mars
Bildquelle: NASA. Bildnummer: M0804688

Oberflächlich könnte man meinen, daß der gegenwärtige US-Präsident mehr Geld für den Krieg gegen den Terrorismus braucht und deshalb die Weltraumfahrt zusammengestrichen wird. Doch es könnte einen anderen Grund haben, wenn man das Bild rechts betrachtet. Beinahe jeder, der die Aufnahme unvoreingenommen betrachtet, würde es für die Luftaufnahme eines Waldes halten. Doch das Bild wurde von einem Raumschiff aus dem Orbit um den Planeten Mars aufgenommen. Ein Wald auf dem Mars?

Angeblich gibt es noch viel unglaublichere Funde, und nicht nur auf dem Mars. Während wir uns hier nicht in Spekulationen ergehen wollen, was noch alles gefunden wurde, soll ein Zitat genügen: "There are unimaginable wonders [out there], for those who can remove some of Truth's protective layers" (Apollo-Astronaut Neil A. Armstrong). Was weiß man also, und vor allem, seit wann?

Sie werden fragen, was das mit der Entwicklung und den oben skizzierten politischen und philosophischen Grundsätzen zu tun hat: eine ganze Menge. Würde man nämlich zugeben, daß etwa mit einem Infrarotinstrument die Fundamente uralter Städte auf dem Mars gefunden worden sind, oder jedenfalls etwas, was genau wie Ruinen von Fundamenten aussieht, dann müßte man hinfliegen, um nachzusehen, d.h., der bemannte Flug zum Mars wäre die logische Folge. Das brächte uns zurück ins Zeitalter der Industrie und der Kernspaltung, denn nur mit einer massiven industriell-wissenschaftlichen Anstrengung könnte man Menschen auf den Mars bringen – und das würde offensichtlich die derzeitigen Herrschaftsmechanismen gefährden. Keiner hätte mehr Angst vor dem angeblichen Klimakollaps, niemand machte sich mehr Sorgen um das Ozonloch, weil alle nur noch wissen wollen, ob es wirklich untergegangene Zivilisation auf dem Mars gibt – oder etwa bis heute noch lebende Wesen. Und für all dies existieren mindestens Indizien.

Oder, kurz gesagt: eine rationale, von Wissenschaft und Technologie angetriebene Gesellschaft befindet sich in diametralem Gegensatz zur sich derzeit entwickelnden Öko-Ideologie.

Ja, wir wurden betrogen. Wir wurden um die Raumfahrt betrogen und um die Erkenntnis, und am Ende um die Hoffnung, die 1969 auf dem Mond begann und nach dem letzten Mondflug 1972 langsam versank. Doch es gibt noch Hoffnung, denn die Ökologisten haben ihre Rechnung ohne zwei Faktoren gemacht: die Chinesen und der Markt. Ja, eine seltsame Mischung…

Die Chinesen betreiben derzeit ein rasch reifendes Raumfahrtprogramm, das nicht von solchen Erwägungen wie oben skizziert beschränkt zu sein scheint. Mehr noch, scheinen die Chinesen unter ihrer nur noch dem Namen nach kommunistischen Führung derzeit das entdeckungsfreudigste Volk der Welt zu sein, und schon nächstes Jahr soll es den ersten chinesischen Astronauten geben. Und eine eigene Raumstation und gar eine chinesische Reise zum Mond sind angekündigt – und letzteres dürfte der entscheidende Vorteil auf dem Weg zum Mars sein. Doch ungleich der Zeit vor vierzig Jahren als der Westen sich mit der Sowjetunion einen Wettlauf zum Mond lieferte, scheint der Westen jetzt schon zu morsch zu sein, die Herausforderung überhaupt noch zu erkennen. Samuel Huntington hat nicht ohne guten Grund von der Schwäche des Westens geschrieben, und wir nähern uns vermutlich wirklich einem chinesischen Jahrhundert.

Die andere große Kraft ist der Markt, und dieser dürfte den Öko-Planern auch im eigenen Herrschaftsgebiet einen dicken Strich durch die Rechnung machen: seit dem Flug von Dennis Tito ist nämlich der Gelächter-Faktor aus dem Geschäft mit dem Weltraum-Tourismus raus, und was derzeit nur für die Superreichen möglich ist, könnte in einigen Jahren oder Jahrzehnten bald schon einer viel breiteren, wenngleich immer noch wohlhabenderen Schicht offenstehen. Auch wenn ich nicht hoffe, die Landung auf dem Mars noch zu erleben, so ist dies doch wohl, was die Öko-Ideologie stoppen wird: menschlicher Entdeckergeist macht auch vor dem Himmel nicht halt, vor der letzten Grenze… die Politik kann es verzögern, ein paar Jahre, vielleicht ein Menschenalter lang den Zugang zum Weltraum monopolisieren, aber dann wird die Entwicklung fortschreiten.

Und da sind wir bei der grundlegenden ökonomischen Theorie angekommen: die Märkte werden's richten. Auch wenn es etwas dauert, und sich eine gewisse Zeit verzögern läßt, man kann es nicht aufhalten, wie man alle technisch-wissenschaftlichen Entwicklungen bislang nicht aufhalten konnte. Auch nicht durch den Iron Mountain, auch nicht durch sein ausführendes Entwicklungsverhinderungsorgan, die United Nations.

Vor diesen Bäumen fürchten sich die Mächtigen wirklich!

Link zum Thema: Zitateliste zum politischen Ökologismus (interner Link).

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