Zypern und Malta: Erweiterung des Euro-Raumes zum 1. Januar

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Nachdem Slowenien am 1. Januar 2007 dem Euro-Raum beigetreten ist, erweitert sich die Wirtschafts- und Währungs-Union zum 1. Januar 2008 erneut: um Malta und Zypern. Der Euro-Raum umfaßt dann 15 Mitgliedstaaten. Die beiden kleinen Neumitglieder mögen keine wesentliche Änderung der Wirtschafts- und WÄhrungsunion bewirken, sind für viele aber, eh, urlaubsrelevant.

Für Lehrzwecke kann es sinnvoll sein, eine Gesamtübersicht über die Wirtschafts- und Währungsunion mit den ehemaligen nationalen Währungen und den jeweiligen Umrechnungskursen anzubieten:

 

Nr.LandWährungCodeWert 1 €1 Landeswhrg in €Beitritt
1BelgienBelg. FrancBEF40,3399 bfrs0,02 €01.01.1999
2DeutschlandDeutsche MarkDEM1,95583 DM0,51 €01.01.1999
3FinnlandFinnmarkFIM5,94573 FM0,17 €01.01.1999
4FrankreichFranz. FrancFRF6,55957 FF0,15 €01.01.1999
5GriechenlandDrachmeGRD340,75 Drs0,00 €01.01.2001
6IrlandIrl. PfundIEP0,787564 Ir£1,27 €01.01.1999
7ItalienLireITL1936,27 Lit0,00 €01.01.1999
8LuxemburgLuxemb. FrancLUF40,3399 lfrs0,02 €01.01.1999
9MaltaLiraMTL0,4293 Lm2,33 €01.01.2008
10NiederlandeGuldenNLG2,20371 hfl0,45 €01.01.1999
11ÖsterreichSchillingATS13,76 Lit0,07 €01.01.1999
12PortugalEscudoPTE200,482 Esc0,00 €01.01.1999
13SlowenienTolarSIT239,64 Tolar0,00 €01.01.2007
14SpanienPesetaESP166,386000 Ir£0,01 €01.01.1999
15ZypernPfundCYP0,585274 £1,71 €01.01.2008

Diese Erweiterung ist selbstverstgändlich in der am 31. Dezember erscheinenden Version 12.00 des Lexikons für Rechnungswesen und Controlling sowie jetzt schon in den Skripten und im Euro-Rechner im Excel-Ordner berücksichtigt.

Faktisch ist die Währungsunion aber viel größer: so haben die ehemaligen französischen Kolonien in Afrika ihre Landeswährungen an den Euro gekoppelt und sind damit inoffizielle indirekte Mitglieder des Euro-Raumes. Der Euro ist außerdem gesetzliches Zahlungsmittel in Ländern wie Französosch-Guyana, Guadeloupe, Martinique und weiteren Übersee-Restkolonien europäischer Mächte. Aber auch im Vatikan wird das Euro-Geld akzeptiert – und vielfach schwarz in Osteuropa und Rußland, wo der Euro den Dollar als Schwarzmarktwährung ablöst. In Andorra, im Kosovo und in Montenegro wurde der Euro zudem einseitig (!) zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt.

Links zum Thema: Schengener Abkommen: mehr offene Grenzen ab dem 21. Dezember | EU-Osterweiterung: nichts zu feiern | EU-Skript (interne Links)

 

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