Studentenversicherung – Versicherung im Studium

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Versicherung
Mit Beginn des Studiums ändert sich im Leben eines Studienanfängers vieles. Jetzt beginnt die Zeit, in der viele Schulabgänger lernen, auf eigenen Füßen zu stehen und sich von den Eltern abzunabeln. Neben eigener Wohnung und eigenem Haushalt steht auch der Abschluss von eigenen Versicherungen auf der To-do-Liste. Beim Abschluss ebensolcher sollte gut recherchiert und verglichen werden. Nicht jede Versicherung ist schon im Studium ein Muss und viele Studierende sind zu Beginn des Studiums in den wichtigen Bereichen noch über die Eltern mitversichert.

Inhaltsverzeichnis:
[x] Krankenversicherung
[x] Haftpflichtversicherung
[x] Berufsunfähigkeitsversicherung
[x] Hausratversicherung


Krankenversicherung

Versicherung
Als Pflichtversicherung in Deutschland gilt nur die Krankenversicherung. Diese kann als private oder gesetzliche Krankenversicherung abgeschlossen werden, so auch im Studium.

Bis zum 25. Lebensjahr sind Studierende an staatlichen Hochschulen oder staatlich anerkannten Hochschulen noch über ihre Eltern in der sogenannten Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mitversichert.

Wer bis zum Beginn des Studiums über seine Eltern privat versichert war, muss sich mit Beginn des Studiums entscheiden, ob er auch weiterhin privat versichert bleiben möchte oder in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln möchte.
Wichtig: Die Entscheidung für die private Krankenversicherung ist für die Dauer des gesamten Studiums bindend. Es ist nicht möglich, während der Studienzeit in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. Die Auswahl der Versicherung sollte daher gut durchdacht sein.

Für alle die nicht familienversichert sind, gilt in der gesetzlichen Krankenversicherung der monatliche einheitliche Beitragssatz von 64,77 Euro zuzüglich 13,37 Euro für die Pflegeversicherung (Stand 2014). Der Beitrag wird jährlich angepasst.

Anspruch auf den Studentenbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen haben Studierende staatlicher und staatlich anerkannter Hochschulen, die nicht älter als 30 Jahre sind und/oder das 14. Fachsemester noch nicht erreicht haben.

Darüber hinaus gelten für Studierende und die entsprechenden Tarife der gesetzlichen Krankenversicherung bestimmte Einkommensgrenzen. Werden diese überschritten, kann der Versicherungsschutz als Student verloren gehen bzw. muss der Tarif angepasst werden.

Dieses gilt für die folgenden Fälle:
Versicherung

  • Wer innerhalb der Familienversicherung ein höheres Einkommen als 395,- Euro monatlich hat, verliert den Status der Familienversicherung und muss sich selbst als Student versichern.
  • Wer den Studentenbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung zahlt und mehr als 450,- Euro monatlich (Mini-Job) und/oder mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeitet, verliert den Anspruch auf den Studentenbeitrag. In diesem Fall wird der Tarif entsprechend angepasst. Hier kann man sich über das Arbeitsverhältnis pflichtversichern oder freiwillig krankenversichern lassen.

Privat versicherte Studenten hingegen zahlen einen individuellen Beitragssatz bei ihrer Versicherung. Dieser hängt vom gewählten Tarif und vom Leistungsumfang ab. Hier sollte man verschiedene Angebote einholen und die Tarife gründlich miteinander vergleichen, um das beste Angebot zu bekommen.

Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung ist keine Pflichtversicherung, sollte aber dennoch jeder abschließen – auch im Studium. Sie tritt immer dann in Kraft, wenn fahrlässig gehandelt wurde und ein Sach- oder Personenschaden entstanden ist.

Ähnlich wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung ist man während des Studiums über seine Eltern haftpflichtversichert – auch wenn man nicht mehr im selben Haushalt wohnt – und natürlich nur, sofern die Eltern eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Der Schutz gilt in diesem Sinne für alle volljährigen und unverheirateten Kinder, die sich in der Ausbildung befinden. Der Versicherungsschutz erlischt, sobald die erste Berufsausbildung abgeschlossen ist und/oder die vertraglich festgelegte Altersgrenze erreicht ist. Diese liegt durchschnittlich bei 25 Jahren. Anschließend benötigt man auch als Studierender eine eigene Haftpflichtversicherung.

Haftpflichtversicherungen für Studenten sind mit einem guten Leistungsumfang schon für etwa 40,- Euro pro Jahr zu haben.

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Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer seinen Job aufgrund einer Krankheit nicht mehr ausüben kann, erhält mittels Berufsunfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente, so dass der Lebensunterhalt gesichert ist.

Je jünger man in die Versicherung einsteigt, desto günstiger sind die Prämien. Es lohnt sich daher auch schon als Student über den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nachzudenken – natürlich nur, sofern man auch die Beiträge ohne Probleme bezahlen kann.

Hier sollte man sich wirklich genau erkundigen und verschiedene Versicherungsmodelle miteinander vergleichen, um das bestmögliche und passende Angebot herauszufiltern.

Wichtig: Versicherungen prüfen für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung den aktuellen Gesundheitszustand. Es kann durchaus passieren, dass man durch eventuelle Vorerkrankungen eine hohe Police zahlen muss oder gar gänzlich von einer Versicherung abgelehnt wird. In diesem Fall kann eine Unfallversicherung eine alternative Lösung sein. Diese ist jedoch kein vollständiger Ersatz, da hier eine Prämie nur dann gezahlt wird, wenn eine dauerhafte Invalidität durch einen Unfall, nicht aber durch eine Krankheit, vorliegt.

Hausratversicherung

Hausratversicherungen sichern im Fall von Sturmschäden, Diebstahl oder Rohrbruch das eigene Hab und Gut. Eine Hausratversicherung kann man schon für ein paar Euro pro Monat abschließen. Wer allerdings wenig Wertvolles sein eigen nennen kann, sollte überlegen, ob er eine solche Versicherung tatsächlich benötigt. Allerdings umfasst der Versicherungsschutz häufig auch das Fahrrad – für Studenten ja häufig ein beliebtes Fortbewegungsmittel.