Das www vergisst nichts

Teilen

Gerade Seiten wie http://de.facebook.com, http://www.myspace.com oder http://www.studivz.net ziehen viele Nutzer an. Freunde finden, online Informationen austauschen oder die letzten witzigen Partybilder hochladen, ist in diesen Plattformen gewollte Unterhaltung.

Das ist alles kein Problem?

Wir meinen doch, genau das kann bei den ersten ernsthaften Bewerbungen zum Knock out führen. Der künftige Chef bzw. der Personaler weiß, wie er im Internet Informationen suchen und finden kann. Um Bewerber zu überprüfen können Personensuchmaschinen wie http://www.yasni.de oder ganz einfach die Google Suche genutzt werden. Einst geistreich gemeinte Kommentare, dumme Sprüche oder ein nicht ganz jugendfreies Foto, alles wird systematisch aufgelistet. Mit einem solchen Profil ist eine Einladung zum Vorstellungsgespräch eher unwahrscheinlich.
Der User, der jetzt denkt, was interessiert mich irgendein Personaler, ich mach mich eh selbständig. Auch da liegt die Tücke im Detail. Als Existenzgründer werden für die Anfangsinvestitionen im Allgemeinen Kredite benötigt. Kreditsachbearbeiter wissen diese Abfragen zunehmend für ihre Zwecke zu nutzen.

Mit den folgenden Punkten stellen Sie ihre virtuelle weiße Weste wieder her.

Was Personaler und Sachbearbeiter können, kann der Benutzer auch. Die Überprüfung des eigenen virtuellen Fingerabdruckes mit den o.g. Mitteln fördert mit Sicherheit viele gewollte Einträge und einige nicht oder nicht mehr gewollte Einträge zu Tage.
1. Der nette Anruf
Der Nutzer kann mit einem netten Anruf bei dem Anbieter der Seite um Entfernung des Kommentars oder Fotos bitten.
2. Verschleierung durch Benutzernamen
Der User kann in Foren seinen eigenen Namen gegen einen Fantasie Benutzernamen austauschen lassen.
3. Kommentare bearbeiten
In den meisten Foren kann man auch nachträglich noch, seine einmal abgegebenen Kommentare bearbeiten und diese so etwas abmildern.
4. Nutzung eines kostenlosen Services
Reicht das nicht aus, kann der User mit dem kostenlosen Service http://www.myonid.de/ die gefundenen Treffer kommentieren und filtern. Damit wird erreicht, dass positive Seiten bei der nächsten Suche zuerst angezeigt werden und das nicht so vorteilhafte Foto dann auf Seite drei oder vier verschwindet.
5. Jetzt kostet die Entfernung Geld.

Stehen ganz haarige Details im Netz und der User schafft es allein nicht, diese zu entfernen, wird es kostspielig. Couragiert geht der Dienst http://www.reputationdefender.com ans Werk. Für einen Mitgliedsbeitrag von ca. 6,- EUR im Monat verspricht das Unternehmen nicht mehr gewollte Einträge aus dem www zu entfernen. Jeder Eintrag der entfernt wird, schlägt dann mit je ca. 20,- EUR zu Buche.

Der Dienst reputation defender hat darüber hinaus noch ein Zusatzangebot für aufmerksame Eltern. Für ca. 6,- EUR im Monat können Sie erfahren, auf welchen Seiten das eigene Kind unterwegs ist. Wird dabei, ein für das Kind negativer Eintrag gefunden, können die Eltern diesen nach dem oben beschriebenen Muster entfernen.

Erst nachdenken spart Zeit

Mit der folgenden Checkliste können unliebsame Einträge vermieden werden.
1. Der Nutzer sollte sich verschiedenen Benutzernamen zulegen und mit diesen in den einzelnen Foren posten.
2. Ein Foto oder Video, das die eigene Oma nie zu Gesicht bekommen würde, hat auch im Netz nichts zu suchen.

Fazit:

Der Weg zu einer perfekten weißen Weste ist mit achtsamen Verhalten sowie ein wenig Zeit- bzw. Geldeinsatz für jeden User möglich.

Ähnliche Themen, die Ihnen gefallen könnten

2 Responses

  1. 26.05.2008

    […] dass sich keiner wegen der Verletzung der Privatsphäre auf den Schlips getreten fühlt. Das Thema Bewerbungen schreiben nach StudiVZ oder anders “Datenschutz mit StuiVZ ” ist sehr brisant, wird aber von […]

  2. 16.03.2010

    […] künftig eine deutlich andere Richtung und eine ganz neue Entwicklungsgeschwindigkeit geben. Yasni, die erste echte Personensuche im Netz, positioniert sich hier als erste Anlaufstelle und dient […]