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Preisverhandlung auf Basis von Index-Werten

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--> Hallo zusammen,

ich bin als gelernte Speditionskauffrau bei einem namhaften Nahrungsmittelhersteller zum 2. Vorstellungsgespräch für eine Stelle in deren Logistik eingeladen und habe bis Montag folgende Aufgabenstellung vorzubereiten - leider kann ich kein betriebswirtschaftliches Studium vorweisen und habe in meinen bisherigen Jobs zwar Preisangebote erstellt, aber meistens auf Grundlage von Haustarifen oder bereits bestehenden Angeboten. Daher bin ich hiermit etwas überfragt und hoffe, ihr habt ein paar Meinungen / Anregungen / Ideen / Tipps dazu wie ich da rangehen kann :

Preisgespräch mit nationalen Netz-Speditionen auf Basis von Index-Werten.

Zu bewerten sind die Merkmale
Qualität und
Kosten.
Fragestellungen:

Ist es sinnvoll auf Basis von Index-Werten die Jahresgespräche zu führen?

Wenn ja:
Welche Indizes eignen sich als Grundlage?

Wenn nein:
Was wäre eine alternative Grundlage für die Planung und Preisgespräche?

Grundsatz
Wie würden Sie sich auf ein Preisgespräch mit einem langjährigen Partner im Bereich Transport vorbereiten?
« Zuletzt durch SpediKauffrau am 05.11.2017 11:38 Uhr bearbeitet. »
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--> Das habe ich bisher:

Fragestellungen: Ist es sinnvoll auf Basis von Index-Werten die Jahresgespräche zu führen?

Wenn ja: Welche Indizes eignen sich als Grundlage?

Wenn nein: Was wäre eine alternative Grundlage für die Planung und Preisgespräche?


Ich würde grunsätzlich "ja" sagen, zumindest wenn die Zusammenarbeit schon länger besteht und man über ausreichend Vergleichswerte / Entwicklungswerte verfügt.

Als Indizes würde ich folgendes nennen:
- Zustellqualität (Verspätungen, Beschädigungen, etc.)
- Verlademenge
- Kosten -> würde ich eher weiter hinten ansiedeln, da es sich um Lebensmittel handelt und die Qualität hier deutlich im Vordergrund stehen sollte, aber diese natürlich trotzdem gering gehalten werden müssen

Aber es gibt natürlich auch Dinge, die sich nicht an Hand eines Indizes ermitteln lassen, wie z.B.
- unkomplizierte Zusammenarbeit, Service der Spedition
- Potentiale für die zukünftige Zusammenarbeit

Grundsatz - Wie würden Sie sich auf ein Preisgespräch mit einem langjährigen Partner im Bereich Transport vorbereiten?

Ich würde eine Auswertung der Verlademenge und Zustellqualität machen und diese auf dem Bildschirm präsentieren und ebenso die Preisentwicklung darstellen, wobei ich die Entwicklung des Dieselpreises wahrscheinlich separat auswerten würde, da dieser die größten Schwankungen im Frachtpreis verursacht.

So weit so gut...würde mich sehr über Anmerkungen / Anregungen freuen!!
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--> Hallo,

nur mal grob, da im Bereich Logistik du ja eher die Expertin bist (darauf solltest du dich ganz selbstbewusst auch verlassen). Deine Gedankengänge finde ich schon mal nicht so schlecht, Kosten hintenanzustellen ist aber wohl eher nicht das, was man hören will - Qualität-Kosten sollen ja wohl mehr oder minder gleichwertig sein.

Viele deiner qualitativen Größen lassen sich auch monetär ausdrücken, vermute ich mal. Wenn die Verträge bei Fehlverhalten o.ä. Strafen beinhalten, kann das ja auch eine Kalkulationsgröße sein. Wer haftet denn für Schwund, Verspätungen, Diebstahl usw.?

Die Menge, die transportiert werden muss, und was ein Logistiker transportieren kann (in annehmbarer Zeit) ist sicherlich ein wichtiger Punkt neben den eigentlichen Frachtkosten.

Vielleicht fällt mir später noch mal mehr dazu ein, aber ich finde, du bist auf einen sehr guten Weg.

Viele Grüße

Chris
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--> Vielen Dank für die bestätigenden Worte :D

Da es sich um ein Lebensmittel herstellendes Unternehmen handelt, ist es auf jeden Fall so, das Transportqualität vor Transportpreis angesiedelt wird - was natürlicht nicht heißt, dass die Kosten egal sind ;-)

Hm, Schäden und Diebstahl sind von Versicherungen abgedeckt, Strafen gibt es in diesem Bereich eher weniger, da Verspätungen meistens durch Stau, Wetter, Unfall etc entstehen... Denke eher nicht, dass man damit kalkulieren kann bzw sollte, da solche Dinge ja eher die Ausnahme bleiben sollten.

Aber Potential für die Zukunft und Bereitschaft zur Prozessoptimierung sollte vorhanden sein, da man ja davon ausgeht, dass die Verlademenge noch steigt.
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--> Hallo,

richtig, für die meisten Sachen gibt es Versicherungen, die aber auch von jemanden bezahlt werden. Wirklich mehr anzumerken, weiß ich auch nicht mehr. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg in dem Gespräch und verlasse dich auf deine Expertise, die du ja sicherlich einbringen kannst.

Viele Grüße

Chris


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