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qualitative Inhaltsanalyse (deduktiv)

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Registriert: Aug 2017
Beiträge: 5


--> Hallo zusammen,

ich schreibe aktuell meine Masterthesis und muss zum ersten Mal emprisich arbeiten.
Ich habe meine problemzentrierten Interviews geführt und transkripiert und scheiter jetzt seit 2 Wochen an der Auswertung.

Ich habe mich jetzt viel in die qualitative Inhaltsanalyse eingelesen und mein Betreuer hat diese auch abgenickt.

Mein Problem ist folgendes - ich habe im Grunde im Kopf einfach den Gedanke, dass meine Kategorien die Oberthemen meines Leitfadens sind. Das würde ja für die deduktive Kategorienanwendung sprechen, da meine Kategorien schon im Vorfeld gebildet wurden.

Allerdings kapiere ich nicht, was da jetzt alles in meine Auswertungstabellen muss. Ich finde dazu immer eine Tabelle mit: Kategorie, Definition, Ankerbeispiel und Kodierregel.
- Alles klar, verstehe ich auch.

Aber wo genau füge ich jetzt die ganzen Zitate meiner Interviews ein? Und muss hier auch eine Generalisierung oder so gemacht werden wie bei der induktiven Kategorienbildung?

Ich bräuchte irgendwie ein Beispiel, wie ich soetwas in einer Exceltabelle gestalten kann.

Kann mir hier jemand helfen?
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Registriert: Jul 2017
Beiträge: 240


--> Hallo,

mir ist nicht so ganz klar, was genau du meinst. Wenn du Interviews geführt hast und nun die Daten auswerten willst, müsstest du die jeweiligen Antworten kategorisieren, sonst gewinnst du keine Informationen. Wenn deine Interviewpartner frei antworten durften, sehe ich keine andere Möglichkeiten, dass du die Antworten manuell zuordnen musst. Du könntest versuchen, nach Schlüsselwörtern zu sortieren, das kann man auch Excel beibringen, ist aber mühsam. Wenn es nicht gerade Hunderte von Interviews sind, ist "per Hand" wahrscheinlich sogar schneller.

Oder was meinst du mit Zitate einfügen?

Viele Grüße

Chris
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Registriert: Aug 2017
Beiträge: 5


--> Danke erstmal für deine Antwort.

Also ich werte die Interviews per Hand aus - das ist schon richtig. D.h. ich lese mir jedes Interview durch und markiere mir die Textpassagen die in eine Kategorie einzuordnen sind.

Allerdings muss ich das doch irgendwie auch in eine Excel einfügen (händisch). Also mir geht es nicht um irgendeine Funktion oder ein Programm sondern nur wie ich das ganze darstellen soll/kann.

Ich bin jetzt so weit, dass ich in Excel in die erste Zeile alle meine Kategorien gelistet habe und unter die Kategorien immer die entsprechenden Zitate. Diese sind allerdings noch recht lang.

Bei der induktiven Kategorienbildung (Zusammenfassung) werden die Zitate ja auf das nötigste verkürzt und da gibt es auch zig Beispiele.

Allerdings gibt bei der deduktiven Kategorienbildung (inhaltliche Strukturierung) kein Beispiel dazu. Im Buch von Mayring (Qualitative Inhaltsanalyse) gibt es 10 Schritte bei der inhatlichen Strukturierung. Mir sind diese Schritte nur nicht wirklich klar und mir fehlt hier einfach ein Beispiel wie man diese umsetzt bzw. ob diese ganzen Schritte überhaupt notwendig sind :(
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Registriert: Jul 2017
Beiträge: 240


--> Hallo,

entschuldige die späte Anwort. Ich bin eher in der quantitativen Datenanalyse zuhause und kenne mich nur bedingt mit der qualitativen Datenanalyse aus, aber ich soweit ich das verstanden habe, liegt die Art der Kategorienbildung und der Zuordnung bei dir. Sofern du alles sauber beschreibst, was du machst, kannst du die Zuordnungen so erfassen, wie sie dir angemessen erscheinen. Deduktive und induktive Methode sind Richtilinien, die hilfreich sind, aber eben auch nur das. Wenn du beispielsweise die deduktive Methode wenig hilfreich findest, mach es anders. Es muss in einem ersten Schritt für dich verständlich bleiben, so kann es ja nur verständlich für den Leser werden.

"Schlüsselwörter" für die Kategorien und Antwortarten definieren und die Zitate danach sortieren, scheint mir das Naheligendste zu sein. Vielleicht hilft die Erklärung hier: https://blogs.uni-paderborn.de/fips/2014/11/26/qualitative-inhaltsanalyse/ auch noch ein bisschen weiter. Da gibt es auch ein Beispiel zu den Methoden, wenn ich das richtig sehe.

Ich hoffe, du kommst dennoch gut mit deiner Arbeit voran.

Viele Grüße

Chris


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