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Kosten für ein Studium

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--> Hallo an alle,
ich beginne demnächst mit meinem BWL Studium in Potsdam.
Da meine Eltern mit insgesamt 50€ mehr Einkommen haben, wie vom Bafög-Amt gestattet, bekomme ich kein Geld vom Staat. Jetzt kam mein Vater auf die Idee einen Kredit aufzunehmen, damit ich monatlich mehr Geld zum leben habe und nicht die ganze Zeit neben dem Studium noch arbeiten muss.
Ich habe bei einem Online Kredit Portal mit nerviger Werbung, einen Kredit über 10.000€ mit einer Laufzeit von 120 Monaten und einem Zinssatz von unter 3%. In 3 Jahren bin ich voraussichtlich mit meinem Studium fertig und verdiene hoffentlich gutes Geld, sodass ich die Restschulden innerhalb von 3 Monaten begleichen kann.
Was sagt ihr dazu? Macht das Sinn oder nicht?
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--> Hi ,

also grundsätzlich ist ein Kredit eine Option. BaFög ist ja im Endeffekt das Gleiche. Haben ja auch kein Geld zu verschenken. Selbst wenn man in der Regel weniger zurückzahlen muss, als man erhalten hat.

Alternativ kannst du dir ja während deines Studiums einen Werkstudentenjob anlachen, oder Kellnern. ICh weiß nicht was du studieren wirst und wo , aber prinzipiell empfehle ich schon immer , dass man sich etwas dazu verdienen sollte. Kommt auch im Lebenslauf nicht unbedingt schlechter ;) ;).

Was meint ihr dazu?
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--> Hallo CR7,
danke für deine Antwort.
Was ich studiere und wo ich studiere, steht ja im ersten Satz :)
Das BaFög nichts anderes ist, stimmt. Allerdings bekomme ich keins. Als Kellner bekommt man meistens nichts mal den Mindestlohn, deshalb fällt das für mich flach. Ich habe mir überlegt, mich als Hostess zu bewerben und auf Messen und Veranstaltungen zu arbeiten. Hast du damit Erfahrung?
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--> Also wenn du es schaffst weniger als GESETZLICHEN MINDESTLOHN zu bekommen, solltest du dir dein BWL Studium nochmal überdenken.

Eine gute Bekannte ist Hostess , die verdienen recht gut. Aber ist halt auch immer Auftragsabhängig und daher auch eher unregelmäßiges Einkommen. Das heißt du läufst "gefahr" 2 jobs anzunehmen.
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--> Eine Alternative zu dem Hostessjob, ist es in einer Telefonagentur zu arbeiten. Dort würde ich den gesetzlichen Mindestlohn bekommen. Allerdings müsste ich gut 20 Stunden die Woche dort arbeiten...
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--> Okay, 20 Stunden ist doch machbar. Was hälst du von einen "hybriden" aus Kredit und Arbeit?
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--> Du meinst also, dass ich einen Kredit aufnehmen soll und nebenher noch arbeiten gehe? Die Idee ist eigentlich nicht schlecht, nur würde der Kredit ja über meine Eltern laufen...wäre das ein Problem?
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--> Hallo,

vielleicht gibt es noch andere Alternativen für dich als BaföG, das du nicht bekommst. Kredite sind zurzeit billig, was ein echter Vorteil ist - ein Bildungskredit ist sogar noch mal billiger. Je nachdem, wie deine Situation aussieht, kannst du vielleicht sogar andere Förderungen beantragen. Bildungsgutschein vielleicht, dafür muss man weder arbeitslos noch arbeitssuchend sein.

Mal so ins Blaue hinein. So oder so, viel Erfolg!

Beste Grüße

Chris
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--> Hi,

aus gegebenen Anlass habe ich mich ebenfalls mit der Thematik beschäftigt. Auf der Vergleichsplattform Smava können Verbraucher seit Montag einen Ratenkredit mit negativem Zinssatz abschließen. Heißt: Der Kreditnehmer bekommt Geld geschenkt, wenn er sich welches leiht.

Hiermit kann mich meinen Vorredner nur anschließen: "Kredite sind zurzeit billig, was ein echter Vorteil ist - ein Bildungskredit ist sogar noch mal billiger. Je nachdem, wie deine Situation aussieht,"

Günstigen Kredite für Studenten ist definitiv möglich, aber du musst dir auf alle fälle darüber im klaren sein, dass das Geld nicht geschenkt ist. Du hast eine finanzielle Verpflichtung nach deinem Studium. Kann mir auch sehr gut vorstellen die günstige Kredite abzugreifen. Klingt sicherlich spannend und verlockend, aber es ist nicht gewährleistet, dass du dein Studium überhaupt erfolgreich abschließen wirst - bitte nicht falsch verstehen. :mrgreen: :mrgreen:
Grundsätzlich vertrete ich den Ansatz, dass man neben seinem Studium arbeiten sollte: Eine Werkstudententätigkeiten im Fachbereich, den du studierst ist sicherlich nicht verkehrt.
:P
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--> Hallo zusammen,

da die Frage vielleicht gerade wieder für einige interessant wird, möchte ich kurz meinen Senf nochmal dazu geben. Das eigene Studium zu finanzieren, ist schließlich eine Aufgabe, die jetzt auch nicht gerade von selbst geschieht.

Vielleicht sollte man zunächst darauf hinweisen, dass es schon mal einen Unterschied macht, ob man nebenbei studiert oder in einem Vollzeitstudium steckt. Wer berufstätig ist und sich über ein Studium weiterbilden möchte, hat zumindest ein gewisses finanzielles Polster in vielen Fälllen. Dennoch ist Bildung alles andere als billig (wobei Bildungsmaßnahmen im Verhältnis oft noch gut bezahlbar sind).

Wer das offene Gespräch mit seinem Arbeitgeber sucht, bekommt vielleicht sogar die Weiterbildung übernommen. Viele Arbeitgeber haben an der Weiterqualifizierung der Mitarbeiter ein echtes Interesse. Leider ist das natürlich nicht immer so. Da muss unter Umständen dann aus eigener Tasche bezahlt werden und nach Unterstützung gesucht werden.

BaföG kommt meist nicht infrage, unter Umständen aber Aufstiegs-BadföG (vormals Meister-BaföG). Eine weitere Variante könnte der Bildungsgutschein sein, der über die Agentur für Arbeit beantragt werden kann. Dafür muss man weder arbeitslos noch arbeitssuchend sein, sondern es gilt einzig und allein, dass durch die Bildungsmaßnahme das Risiko der Arbeitslosigkeit gemindert wird. Da wir uns zum Jahresende hin bewegen und die Agentur für Arbeit diesen Geldtopf aufbrauchen muss, hat eine Bewilligung gute Chancen. Auch bei Weiterbildungen gibt es Stipendien - wer beispielsweise eine besonders gute Ausbildung im Vorfeld hingelegt hat, könnte hier eine Chance haben. Der angesprochene Bildungskredit ist zurzeit auch gut möglich. Zu bedenken hier: Die Rückzahlungen starten recht zeitnah nach Ende der Auszahlungszeit, sind aber zu sehr geringen Raten abtragbar. Wer erfolgreich abschließt, kriegt zudem einen Rabatt.

Im Vollzeitstudium sind einige der vorgenannten Möglichkeiten ebenfalls möglich - meist BaföG und Bildungskredite. Auch Stipendien gibt es, insbesondere von Fachverbänden o.ä. Ansonsten kann man auch versuchen, sich über BaföG (wenn man nicht so viel Anspruch hat) und Job über Wasser zu halten. Jobs an der Uni sind für Studienanfänger kaum zu bekommen - evtl. einfach Hilfsjobs in der Bibo zum Beispiel - können aber im weiteren Studium interessant sein, insbesondere nach dem Bachelor, wenn man in den Master weitergeht. HiWi an einem Lehtstuhl, Tutor, in der Verwaltung, in der Bibo oder im Labor sind hier einige Möglichkeiten. Bezahlt wird über dem Mindestlohn, Verträge sind auch monatliche Arbeitszeiten ausgelegt (oft 40 Stunden im Monat). Mit einem Bachelor-Abschluss bekommt man in der Regel mehr.

Neben typischen Nebenjobs im Einzelhandel, Call Center oder in der Gastronomie sollte man auch einen Blick in andere Branchen haben. Im Lager, bei IKEA z. B., fallen auch oft Studentenjobs ab. Einfache Arbeiten in der Produktion gibt es auch häufig, Nebenjobs im Büro sind ebenfalls möglich. Man sollte hier auf jeden Fall einen weiteren Kreis ziehen als nur auf die Jobs zu kommen, die einem immer sofort einfallen. Call Center ist zum Beispiel wirklich nicht für jeden was. Gerade zurzeit kann man durchaus auch interessante Sachen finden, je nach Stadt, in der man lebt.

Hierbei sollte man auch überlegen, ob man in den Semesterferien voll arbeitet und im Semester gar nicht oder deutlich reduziert. Es gibt einige Möglichkeiten, auch nur Semesterferienjobs zu machen. Das haben einige aus meinem Studentenkreis gemacht. Acht Wochen am Fließband oder bei der Post oder sowas.

So, wollte ich nur mal alles loswerden.

Viel Grüße

Chris


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