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Zuschlagskalkulation

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Registriert: Aug 2017
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--> Hallo Zusammen,

ich schreibe demnächst eine Klausur in KLR und kann in meinem Skript zur folgender Fragestellung keine Antwort finden:

Wie bewerten Sie die Eignung der klassischen Zuschlagskalkulation für ein Industrieunternehmen, das einen sehr hohen Automatisierungsgrad und deshalb einen sehr hohen Kostenanteil von Abschreibungen auf Produktionsmaschinen und Produktionsanlagen an den Gesamtkosten hat (ca. 60% der Gesamtkosten sind Abschreibungen auf diesen Anlagenpark). Weitere 25% der Gesamtkosten machen Kosten für ein sehr komplexes Rohstoff- und Bauteilelager aus. Begründen Sie!
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--> Hallo Michaela,

keine Gewähr, aber ich ich versuche mich mal zumindest an eine Richtung, in die die Antwort meines Erachtens gehen sollte.

Bei der Zuschlagskalkulation werden Gemeinkosten auf die Hauptkostenstellen umgelegt und die Zuschlagssätze anhand einer geeigneten Zuschlagsgrundlage veranschlagt. Klassischerweise ist die Zuschlagsgrundlage für den Anteil der Materialgemeinkosten die Aufwendungen für Rohstoffe / Fertigungsmaterial. Bedeutet:

Materialgemeink.-Zuschlagssatz = Materialgemeinkosten / Fertigungsmaterial

Das ergibt den Prozentsatz der Gemeinkosten, die dann als Matrialgemeinkosten er Kostenstelle Material zugeschlagen werden.

Gleiches Prinzip gilt dann für die Fertigung, Verwaltung und Vertrieb (klassischerweise). Bei der Fertigung ist der klassische Bezugspunkt die Fertigungslöhne. Nun zur Situation oben: Wenn der Automaterisierungsgrad sehr hoch ist, bedeutet das, dass nicht vieler Fertigungslöhne anfallen. Werden diese als Zuschlagsgrundlage genommen, führt das zu einem ziemlich stark verzerrten Zuschlagssatz. In einem solchen Fall könnte es somit sinnvoller sein, eine andere Zuschlagsgrundlage zu nehmen - zum Beispiel die Abschreibungen.

Die gleiche Problematik würde dann auch auf das Lager zutreffen - die klassischen Zuschlagsgrundlagen würden hier zu einem verzerrten Ergebnis führen und man müsste über Alternativen nachdenken.

Ich hoffe, das hilft ein wenig weiter.

Viele Grüße

Chris


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