(http://www.bwl-bote.de/20060427.htm)
ZitatNoch tiefer aber läßt die eMail-Adresse blicken, die unser Freund angegeben hat. Die beginnt nämlich mit "chefsimon" (den Provider verschweige ich hier aus Datenschutzgründen). "Simon" hält sich also offenbar für eine Führungskraft, ist aber nicht in der Lage, mit einer fordernden Situation umzugehen. Das also sind die Manager der Zukunft. Mir graut vor dem, was uns in der Wirtschaft wohl noch blüht. Die derzeit vielfach anzutreffende Servicewüste ist wohl nicht mal das Vorspiel zu der Zeit, da Simon wirklich Chef wird.
OK – der Artikel ist zwar nicht mehr der Neueste. Aber die in ihm skizzierte Problematik der Versager als Führungskräfte von morgen können wir in Größenordnungen bereits heute in vielen Unternehmen (insbes. managerial geprägten Konzernen) beobachten. Von daher erfolgt die Infiltration des Wirtschaftslebens mit zu Pflegefällen (v)erzogenen Ballastexistenzen bereits wohl seit Jahrzehnten bevor Harry das angeprangert hat.
„chefsimon“ befindet sich in bester Gesellschaft. Er und seinesgleichen haben unser Wirtschaftssystem überrannt, wie die extrem giftige Aga-Kröte Australien (als Folge eines fehlgeschlagenen Ökoexperiments, s.a. http://de.wikipedia.org/wiki/Aga-Kr%C3%B6te).
Die Preisfrage an die heutige Betriebswirtschaft lautet daher: Wie werden wir die managerialen Aga-Kröten in unseren heutigen Eliten rasch los? Und wie verhindern wir deren explosionsartige weitere Vermehrung?
(s.a. Minzberg "Manager statt MBAs"

Möglichst ohne dass dazu am Ende, wenn das Volk revoltiert, zu Praktiken gegriffen wird, wie sie seit dem Ende des 3. Reiches eigentlich als inadäquat betrachtet werden.
Gruß Guido


