Hallo an alle;
bin Dipl Ing + TBW!
Also die ideale Mischung aus Technik + Wirtschaft!
Jetzt hab ich über die Feiertage aber an einer interessanten Diskussion teilgenommen!
Und zwar:
Ist es wirklich notwendig für eine universelle Ausbildung Jahre zu verwenden?
Wenn man sich mal reiche Und erfolgreiche Unternehmer ansieht, muss man sagen, das diese selten fertig studiert haben bzw. überhaupt nicht gestartet haben. (z.B. Bill Gates, Steve Jobs, Günther Quandt uws.)
Also meine Frage:
Ist es nicht besser nur das zu lernen was man wirlkich braucht?
Ist der Autodidakt nicht besser gestellt?
Grüße
Birdy
Forum
Bildung?
Gesperrt
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#1 04.01.2009 13:16 Uhr
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#2 04.01.2009 13:24 Uhr
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Hi,
diese Frage könnte sehr umfassen beantwortet werden. Ich bin grundsätzlich der Meinung, daß man zu unterschiedlichen Zwecken lernt: - Nützlichkeit (Employability) - Selbstverwirklichung im Leben und - Freiheit und Eigenentscheidung um nur einige wichtige Ziele zu nennen. Während Nützlichkeit auf wenige Fähigkeiten beschränkt werden kann, können die anderen Ziele dies nicht. Zum Beispiel: ich verdiene problemlos > 100 EUR/Std, wenn ich Datenbanken zaubere. Dafür muß man aber vergleichsweise wenig wissen (nur ein paar Programmiersprachen, Systemhandlung, Betriebssysteme, sowas). Und es macht auf Dauer keinen Spaß, schafft aber viele schlaflose Nächte (wenn man nicht aufhören kann, daran zu denken). ich kann auch Latein, etwas Sanskrit, lese alte Schriften. Das bringt keinen Cent, aber es ist hochinteressant zu sehen, wie Dinge sich über Jahrtausende fortentwickeln. Eine – altsprachliche! – Grundlagenbildung, die zu erwerben Jahre braucht, halte ich also für fundamental wichtig. Und die Beurteilung aktueller Fragen wie z.B. der neue Krieg Israels gegen die Palestinenser setzt die Kenntnis der Geschichte voraus – eben das meine ich mit meinem dritten Punkt. |
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#3 04.01.2009 13:45 Uhr
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Autodidakt zu sein reicht in der heutigen Zeit leider nicht aus, ausser du bist selbständiger Unternehmer.
Versuche doch mal einem Personaler klar zu machen das du obwohl du nur "eine kaufmännische Ausbildung" gemacht hast trotzdem mit einem Tabellenbuch umgehen kannst. Falls der gute dann auch noch weiß was das ist. Oder das du gar als Fachwirt dazu in der Lage bist einen Motor komplett zu zerlegen oder eine Dreh- bzw. Fräßmaschine zu bedienen. Oder das du weißt was Arbeitsplanung und Konstruktion heißt. Das alles ohne irgenwelche Zettel die von diversen Bildungsträger nach bestandener Prüfung ausgegeben werden. Ich glaube nicht!!!!!!! Und das sind bei mir jedenfalls Ehrfahrungswerte, und ich behaupte Autodidakt zu sein. Habe mir sämtlich technischen und handwerklichen Fähigkeiten selbst bzw. durch learning by doing beigebracht. |
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#4 04.01.2009 20:50 Uhr
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Hallo,
Gegenbeispiel: Ein Bekannter hat nur eine Ausbildung als Industiremechaniker! Jetzt ist er 24 Jahre alt, hat einen A 4 Firmenwagen, ist Assistent der Geschäftleitung + Leiter der Teilefertigung! Nebenbei ist er noch im Lenkungskreis der Firma! Die Firma hat ca. 300 MA! Hab ihn mal gefragt wie er es gemacht hat? Seine Antwort: Jeden Tag hart arbeiten (bis zu 12 Stunden), verändern und gestalten! Die Ausbildung ist zweitrangig! Du wirst jetzt sagen, das ist zufall! Das stimmt nicht! Er war in Schweden, hat sich dort innerhalb von einem Jahr vom Maschinenführer zum Geschäftsführer hochgearbeitet! Dann ist er zu seiner jetzigen Firma! Dies wurde mittlerweile verkauft sprich hat anderen Geschäftführer! Er ist aber immer noch da!Ich glaube das man als Autodidakt - sprich man lernt alles selber - es viel weiter schaffen kann! Nicht nur als Unternehmer! Grüße Birdy |
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#5 04.01.2009 21:33 Uhr
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@Birdy
Das kenne ich ich habe bei meiner vorletzten Firma eine eigen Abteilung gehabt und das auch nur als Kaufmann im EZH. Da habe ich anfangs, genau das selbe gemacht, lange gearbeitet alles für die Firma getan usw.... Und dann kam ich auf die Idee zu meinem Chef zu wackeln und nach eine Gehaltserhöhung zu fragen. Er wollte Sie mir auch geben, dann kam der Betriebsrat, und schon war es um - Aussage Betriebsrat: Wenn ich mehr Geld bekomme dann müssen alle anderen auch mehr bekommen! Jetzt kommst du. Ich weiß durchaus das man mit guter Leistung weiterkommt, wenn man einen Förderer hat. Dann funktioniert das. Das hat aber meines erachtens nix damit zu tun das man Autodidakt ist. vieleicht irre ich mich auch, und habe bislang einfach noch nicht den richtigen Betrieb gefunden. |
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#6 04.01.2009 21:38 Uhr
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Moderator
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Ich wüßte nicht, was das den Betriebsrat angeht. _______________ Nicht beantwortete Beiträge findet ihr unter: http://www.bwl24.net/forum.php |
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#7 04.01.2009 21:45 Uhr
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Verstehe auch nicht, was das mit dem Betriebrat zu tun hat!
Aber vom Betriebsrat halt ich sowieso nichts! Die halfen dir doch sowieso nicht und wollen doch nur immer wiedergewähhlt werden! Aber das nur am Rande! Ein Autodidakt ist lt. Wikipedia: Ein Autodidakt (v. griech. αυτός „selbst“ und διδάσκω „lehren“) ist jemand, der sich autodidaktisch (d. h. im Selbststudium) eine Bildung auf hohem Niveau aneignet. Das ist der springende Punkt! Wer nur an der Hand gehalten wird, wird nie so erfolgreich wie einer der sich alles selbst beibringt! Grüße Birdy |
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#8 04.01.2009 21:46 Uhr
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Der Betriebsrat hat bei Umgruppierungen in eine andere Tarifstufe laut BetrVerG. ein mitspracherecht, und wenn ein drittel des Rates die Umgruppierung ablehnt kann dein Chef nix dagegen machen.
Dann ist ausser Spesen nichts gewesen. Jetzt must halt nur so ein Mensch sein wie ich und, ungeniert deine Meinung äusern und schwupps hast du Feinde bei den ach so sozialen. |
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#9 04.01.2009 22:24 Uhr
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In Deutschland herrscht Vertragsfreiheit. Wenn ich mit meinem Chef einen Arbeitsvertrag aushandle der mir dauerhat eine 20%ige Lohnzahlung überhalb des Tarivlohns einbringt, DANN IST DAS EBEN SO! Da kann kein Beriebsrat was ändern! Wie gesagt, Vertragsfreiheit!
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#10 04.01.2009 22:27 Uhr
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Dazu muss aber das Unternehmen an sich bereit sein, und wenn es dort keine Übertarifliche zahlungen gibt dann rechne mal im Höchstfall damit das du eventuell einen Inflationbonus bekommst, das wars dann auch.
Aber auch wieder nur erfahrungswerte meinerseits. PEACE |
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flying Horst
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#11 04.01.2009 23:19 Uhr
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| Gast |
Personaler wollen Honig um den Bart geschmiert bekommen. Fachliche Details wollen diese Menschen nicht hören (außer von Promovierten oder Leuten mit 1a-Diplom. Ging einem Freund meines Bruders so. "Ja meinen Sie denn, dass sie das können?" ![]()
Ich glaube, dass du dich damit irgendwie selbstständig machen könntest. Hmmmmmm. Muss nur noch eine gute Idee her und ein Markt.
Alles, was ein guter Unternehmer braucht :!: :wink: |
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#12 05.01.2009 12:51 Uhr
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Du wirst lachen das habe ich tatsächlich schon überlegt, aber einige Menschen die mir nahe stehen meinen ich währe nicht reif genung. :wink:
aber wie auch immer. |
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#13 05.01.2009 21:16 Uhr
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In den meisten Firmen werden Löhne nicht willkürlich festgelegt. Sondern es gibt Tarifverträge oder betriebliche Regelungen, nach denen das Entgelt für eine bestimmte Aufgabe oder Stelle bestimmt wird. Diese Regelsysteme sollten halbwegs objektiv und nachprüfbar sein (Prinzip Gleicher Lohn für gleiche Arbeit). Und genau das kann ein Betriebsrat prüfen. Daher kann man z.B. nicht einer Sekretärin mehr Geld geben als einer anderen, nur weil sie in den Augen ihres Chefs hübscher aussieht. Sobald es aber sog. „freiwillige“ oder „übertarifliche“ Gehaltsbestandteile gibt, steht dem Nasenprinzip wieder Tür und Tor offen. Denn bis heute gibt es kein Leistungsbewertungssystem, dass nicht zumindest halbwegs manipulationssicher ist. Gefakt wird da fast überall. Betriebsräte können bei den Systemen und ihrer Anwendung mitbestimmen. Bei konkreten Gehaltshöhen im Einzelfall haben sie nichts zu sagen, solange das Gehalt korrekt berechnet wurde. |
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#14 05.01.2009 21:34 Uhr
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Genau so habe ich es dann auch im Tarif nachgelesen.
Ist ja auch nicht weiter schlimm, aber ----- das war ja auch das Problem, ich leitete die Abteilung zwar nur Komisarisch aber unter meiner Obhut, und dann kam der Betriebsrat... |
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#15 06.01.2009 13:02 Uhr
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Das kommt immer wieder mal vor. Meistens spielen dabei (geschäftliche und persönliche) Beziehungen eine große Rolle. Ich habe es öfter erlebt, dass Entscheider erst mal ihre Buddylist zu Rate ziehen und erst dann den formalen Weg gehen. Da aber 98% aller Leute über eben diesen formalen Weg ins Unternehmen kommen, ist die „Schein-Gläubigkeit“ deutscher Personaler schon ein bestimmender Faktor auf dem Arbeitsmarkt. Hintergrund dürfte sein, dass Arbeitnehmer im Gegensatz zu Freiberuflern und Zeitarbeitskräften konkrete Rechte haben, die sie auch einfordern können. Und zudem Repräsentanten in Form von Betriebsräten und Gewerkschaften haben, die ebenfalls über starke Rechte verfügen und damit im Betrieb agieren. Auch können Personaler viele Qualifikationen nicht wirklich einschätzen (was ist z.B. der Unterschied zwischen einem Betriebswirt (IHK) und einem Betriebswirt (VWA), was hat ein Fachinformatiker konkret gelernt oder was besagt eine Branchenzertifizierung?), obwohl das ihre Aufgabe wäre. Daher neigen sie dazu das einzustellen, was sie zu kennen und richtig einzuordnen glauben. Hinzu kommt, dass sich diese Leistungsverweigerung in deutschen Personalerstuben mittlerweile zu einem echten volkswirtschaftlichem Problem entwickelt hat, da ganze Bevölkerungsschichten (z.B. gut qualifizierte Schwerbehinderte, Frauen, Migranten mit hierzulande kau bekannten Abschlüssen etc.) keinen angemessenen Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Daher hat der Gesetzgeber bereits mit Gesetzen wie dem „Allgemeinen Gleichstellungsgesetz“, Quotenregeln z.B. für Behinderte, Kampagnen für Weiterbildung, der Schaffung von Lehrstellen oder der Einstellung von Migranten usw. reagiert. Wodurch die ohnehin bereits „im Grenzbereich drehenden“ Personaler nur noch schreckhafter, vorsichtiger und skeptischer geworden sind. Es wird noch mehr auf Sicherheit, auf Bekanntes und Bewährtes und auf formale Qualifikation gesetzt. Ein AGG-Fehler (z.B. eine nicht sauber dokumentierte Personalentscheidung) kann schnell teuer werden. Kommt sie mehrfach vor, ist der betreffende Personaler rasch Geschichte. |
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#16 07.01.2009 11:48 Uhr
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@Horst
Jap genau so ist das! :wink: Wie dein Vorredner schon los lies, und was ich immer wieder Bemängel. Ein Personaler der vieleicht nur "eine Ausbildung gemacht hat" eventuel sogar nur nen 2 wöchigen Kurs oder so........ Der entscheidet ob ein Kämmerling, der geeignete Kandidat ist oder nicht... Finde ich irgendwie grotesk. Aber wieviel die Bevölkerung von solchen Abschlüssen weis ist soweiso unglaublich. Ich behaupte das ca. 80% der Leute nichts damit anfangen können. Ein Bsp. Als ich mich Arbeitssuchend gemeldet habe, hat die allerdings sehr nette Damen nicht gewußt ob ich zur Beratung zu Ihnen kommen muss oder eben zum Hochschulteam?! Wenn schon die Arbeitsagentur nicht weis wie und wo woher dann die Personaler?!?! |
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#17 07.01.2009 13:00 Uhr
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... und wohin bist du dann gegangen?
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#18 07.01.2009 19:32 Uhr
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Ich durfte dann wie andere Arbeitsuchende auch bei der Geschäftstelle bleiben bei der ich mich gemeldet habe.
Ich habe wohl keine Hochschulbildung. ![]() |
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