Hallo zusammen,
hab in der aktuellsten Ausgabe der Zeitschrift karriere folgendes gefunden:
Titel: Endlich frei!
Freiberufler sind glückliche Menschen: Sie können selbst entscheiden, für wen, wann und wo sie arbeiten. Und wenn andere über ihren Chef schimpfen, genießen sie ihre Freiheit. Das macht finanzielle Unsicherheit und die Mühen der Akquise locker wett. Kein Wunder, dass ihre Zahl auf immer neue Rekordhöhen steigt. Sie wollen auch? Dann finden Sie hier alle wichtigen Infos zum Freimachen.
Die fünf Fallen der Selbstständigkeit
Test: Haben Sie das Zeug zum Freiberufler?
Wenn das wirklich so ist, dann mach ich das auch!
Keine Stress, hoher Verdienst, kein Ärger!
Wer hat Erfahrungne damit?
Birdy
Forum
Freiberufler -- die glücklicheren Menschen?
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Seite: 1
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#1 28.08.2007 13:19 Uhr
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#2 28.08.2007 18:42 Uhr
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Hi Birdy,
auf mich trifft das ganz sicher sehr weitgehend zu: keine Zukunftsangst mehr, aus möglichen Aufträgen auswählen können, keine Akquise mehr nötig (sondern von den Auftraggebern gefunden werden), viele CD-Kunden (jeden Tag ein ganzer Stapel, bisweilen fülle ich alleine einen Briefkasten), keine Werbung mehr nötig – ich bin genau da, wo ich hinwollte. Schlüsselerlebnis war der Satz eines Professors im Studium vor über 20 Jahren, daß Freiberufler nur sehr wenig Steuern zahlen: genau das war seither mein Ziel, und bei der NULL bin ich angekommen, der Null im Feld "Festgesetzte Einkommensteuer". Trotzdem ein Haus, entspannen im grünen Garten und Bücher schreiben am Laptop unter dem Kirschbaum: schlimmstes Erlebnis war die Kirsche, die meine Tastatur traf – PLOPP! – und dabei ihren Wurm verlor ;-) Allerdings war der Weg nicht so ganz kurz: viel harte Arbeit, eine Menge durchgeschaffte Nächte, Streß mit unseriösen Auftraggebern – man muß es wollen, und ein gutes Stück Willenskraft hat dazugehört. Besonders am Anfang habe ich auch mal an Aufgeben gedacht, aber es zum Glück nie wirklich nachgelassen. Verallgemeinerungen bringen hier wenig. Schon in den 1940er Jahren gab es eine Studie, daß Leute mit schwerer Kindheit und latenter Bereitschaft zur Selbstaufgabe bessere Chancen als Unternehmer haben. Zweifellos trifft beides auf mich zu; ich kenne nicht nur die derzeit funktionierende Geschäftstätigkeit, sondern auch den Dreck der Straße, die Gewalt, die Einsamkeit. Die Angst. Diese Erfahrungen sind wichtig, denn sie geben auch Kraft: es kann immer noch viel schlimmer kommen, niemand hat auf irgendwas einen Anspruch. Anderen geht es noch viel dreckiger, also weiter und nicht klagen. Was ich konsumiere, muß ich vorher erarbeiten – eine Schule fürs Leben, die ich gleichwohl niemandem wünsche. Verallgemeinerungen sind aber daher mE nach unmöglich. Zeitschriftensprüche wie "hier finden Sie alles..." sind dumm und zeugen von Ignoranz: man findet eben nicht alles an einem Ort. Was man braucht, um Erfolg zu haben, findet man meist da, wo man es am wenigstens erwartet. Die, die es "auch wollen", haben mE nach die besten Karten, knallhart abzustürzen – denn das ist gerade nicht, worum es in der Selbständigkeit geht: nicht "ich auch", sondern "so oder gar nicht". Man darf als Selbständiger nicht einen Job haben, nichtmal einen Beruf. Es muß eine Berufung sein. Das macht den Unterschied... |
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#3 30.08.2007 18:11 Uhr
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Es gibt auch die Definition:
Selbständig bedeutet man arbeitet ständig selbst! Aber was genau macht den Unterschied zwischen Freiberuflich und Unternehmern aus? Ist man freiberuflich wenn man einzelperson ist, ein Unternehmer wenn man Angestellte hat? Gibt es hierzu eine Beirtag im BWL-BOTEN? Wie viele Steuerun zahlt man dann? Wenn man eine schwere Kindheit hatte, dann will man wahrscheinlich beweisen, dass man was wert ist! Kenne jemanden, dessen Bruder ist schwerbehindert, er selber ist der absolute Workaholic und Macher! Arbeite rund um die Uhr, weil er nichts verpassen möchte! Meistens ist es auch so, dass Kinder von Stars es niemals schaffen! Eine Ausnahme ist Paris Hilton: viele halten sie für Blöd, aber sie ist eine knallharte Geschäftsfrau! Eine Frage hätte ich noch: Sollte der TBW nicht mehr zum Unternehmertum erziehen bzw. die Dozenten darauf hinarbeiten? Birdy |
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#4 30.08.2007 18:25 Uhr
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Hi,
es gibt in http://www.bwl-bote.de/20070419.htm einen Artikel zum Arbeitsverhältnis, der möglicherweise interessant ist. Er zeigt den primären Unterschied zwischen Arbeits- und Dienstverhältnis. Selbständige haben Dienst- oder Werk- oder andere Verhältnisse, Arbeitnehmer hingegen Arbeitsverhältnisse i.S.d. §611 ff BGB. Die Übersicht zur Selbständigkeit könnte ich mal in einen Boten-Artikel stecken; das Skript zur Existenzgründung kommt derzeit nicht ins Netz, weil es in wenigen Tagen in einer Fachzeitschrift gedruckt erscheint. Auf der CD bleibt es aber erhalten. In der Theorie gilt, daß man dieselbe Einkommensteuer zahlt. Faktisch ist das aber Unsinn, weil der Arbeitnehmer Werbungskostenabzüge hat, der Unternehmer aber Betriebsausgaben. Liebt man, was man tut, hat man entsprechend viele Betriebsausgaben und zahlt entsprechend wenig Steuern. Der steuerliche Dualismus führt auch dazu, daß Werbungskosten nach dem verbotsprinzip mit Erlaubnisvorbehalt geregelt sind, also mehr oder weniger explizit gestattet werden muß, was abzugsfähig ist, bei den Betriebsausgaben faktisch aber ein Erlaubnisprinzip mit Verbotsvorbehalt besteht, also viel mehr abzugsfähig ist.
Als Studi habe ich mal eine Arbeit über die persönlichen Eigenschaften erfolgreicher Gründer geschrieben, die mich auch außerhalb des Studiums sehr beeinflußt hat. Es war sehr interessant zu sehen, daß es auch anderen Leuten so gegangen ist wie mir. Ein Mechanismus scheint zu sein, daß man nach bestimmten Erfahrungen in der Kindheit - niemandem mehr vertraut und - stets bereit ist, alles auf eine Karte zu setzen, und wenn man dabei auch die gesamte Existenz verwettet. Dabei kann man Pech haben, und statistische Daten existieren nicht, denn die, die scheitern, schreiben keine Bücher (mehr). Aber die, die Erfolg hatten, haben oft gesiegt, indem sie mit eisenhartem Willen und großem Risiko auch anscheinend aussichtslose Situationen gemeistert haben. Die harte Schule einer Kindheit auf der Straße ist dabei außerordentlich hilfreich - das kann ich persönlich bestätigen.
Man sollte nicht nur bei den TBWs, sondern generell mehr auf freiberufliche- und Unternehmerverhältnisse hin ausrichten, denn das Arbeitsverhältnis hat keine Zukunft. Andererseits aber sind bei Freiberuflern auch Papiere und Zertifikate viel unwichtiger. Ich habe ein Diplom, das kaum jemals seiner schönen Ledermappe entsteigt, weil niemand es sehen will - typisch für di eFreiberuflichkeit. In Arbeitsverhältnissen dagegen müssen die Personaler sich auch slebst absichern. Das tun sie, indem sie auf bestimmte formale Nachweise bestehen. |
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#5 31.08.2007 11:56 Uhr
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Hi,
Zur grundsätzlichen Abgrenzung wird übermorgen ein Artikel im Boten erscheinen. Der kann aber jetzt schon vorab eingesehen werden, wenn man <A HREF="http://www.bwl-bote.de/20070902.htm" TARGET="_NEW">hier klickt</A>. Bis zum offiziellen Erscheinen kann die derzeitige Entwurfsversion aber noch verändert werden. Der Beitrag ist eine Fortsetzung zu dem schon vorhandenen Artikel in http://www.bwl-bote.de/20070419.htm. |
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#6 31.08.2007 21:57 Uhr
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Hab den Artikel genauer gelesen:
Die 5 Fallen der Selbstständigkeit sind: - Selbstausbeutung - Falsche Kalkulation - ineffektive Arbeit - Mangelndes Outsourcing - Fehlende Altervorsorge Was mir da fehlt ist - Größenwahn ("ich will einen Porsche haben, sofort!" ![]() - mangelndes Netzwerk - falsche Vorstellung von Selbstständigkeit Ich glaube, dass man sich als erstes neben der Arbeit selbstständig machen sollte! Sprich "klein anfangen"! Mit kleinen Aufträgen! Von Null auf hundert geht nicht! Irgendwann kann man dann entscheiden, ob man es ganz selbstständig macht oder es nebenbei weiterlaufen lässt im weiterhin kleinen Rahmen! Der Ausbildung zum TBW ist ja eine Art Selbstständigkeit und wer es geschafft hat verdient Respekt! Wer den gleichen Elan in die Selbstständigkeitn reinsteht hat gute Chancen! Kann man eigentlich beruhigt Urlaub machen wenn man Freiberuflich ist? Kann ich mir schwer vorstellen! Birdy |
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#7 31.08.2007 22:13 Uhr
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Hi Bidry,
Sehr gut. Das sind in der Tat häufige Fehler...
Was zum Teufel ist U-r-l-a-u-b?? Nein, im Ernst: ich bin zuletzt 2001 verreist, aber das hat bei mir auch persönliche Gründe, die auf meiner privaten Seite zu finden sind, wenn man etwas danach sucht. Grundsätzlich denke ich aber, daß ein Unternehmer immer vor Ort und für die Kunden da sein sollte. Wer Urlaub macht und währenddessen schließt, schreibt eine Einladung an die Konkurrenz. Auch Flautezeiten sind nicht Faulheitszeiten, sondern Gelegenheiten, das Marketing oder die Organisation auf Vordermann zu bringen, denn das sind beides Daueraufgaben. |
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#8 01.09.2007 15:42 Uhr
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Ein Nachsatz:
Mein letzter "Urlaub" waren 5 Tage ziellos und ohne vorherige Reservierung oder Planung bummelnde Rundreise per Auto durch die Provence mit meiner Frau. Das ist 5 Jahre her. Habe dabei auch ein Kaff gefunden mit dem netten Namen "Allemagne en Provence". Diese Reise gibt mir beim Gedanken daran heute noch Kraft, meiner Frau ebenso (und das ist das besonders Gute daran)! Ciao - oder auch: "Eau reservoir", wie der Franzose sagt! ![]() |
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#9 02.09.2007 00:02 Uhr
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"Wirtschaft und Kultur des Westens zerfällt"
Zitat aus dem "Spatz im Gebälk"
Das ist ein Zitat von H. Zingel. Schön dass es Herr Zingel so gut gut geht, obwohl er doch immer wieder beteuert, wie schlecht es um dieses Land bestellt ist. Der dritte Weltkrieg steht kurz bevor, der Staat wird von "Ökologisten" beherrscht, die Steuerqote liegt bei 60 oder 70%, Fachkräfte werden wegen den "Ökologisten" keine gebraucht, die Demokratie taugt nichts oder existiert nicht (je nach Laune des Autors). Schade, dass wir nicht alle alle, vor allem Harry Zingel, nicht schon längst in China wohnen, oder dass wir nicht wenigstén hier in Deutschland von einer allwissenden Partei geführt werden; dann hätte diese umständliche und langwierige Demokraktie endlich ein Ende. Ich will mal so sagen: Wenn einem das System in diesem Land dermaßen auf die Nerven geht, wie es das Harry Zingel offensichtlicht tut, dann wäre es doch besser, wenn er seine Koffer packt und dahin geht, wo alles so viel besser ist. Ich für meinen Teil möchte nicht in Beijing wohnen, wo die Luft so schlecht ist, dass es auf mein Autokennzeichen ankommt, ob ich mein Auto fahren darf oder nicht. Da lebe ich doch lieber in Deutschland, wo ich durch den Kauf eines entsprechendes Autos selber entscheiden kann, ob ich fahren kann oder nicht. Ist einem Harry Zingel eigentlich klar, wie gut es ihm in einem Land wie Deutschland geht, wo auf der einen Seite der Beruf des Dozenten subventioniert wird und er auf der anderen Seite die Freiheit genießt über das Land indem er wohnt nach Belieben herzuziehen? Um es auf den Punkt zu bringen: es grenzt ans Lächerliche, wenn ein Harry Zingel auf der einen Seite Deutschland als ein Land voller Luschen darstellt und auf der anderen Seite erzählt, wie toll es Ihm doch geht. Naja, Hitler ging es auf dem Obersalzberg wohl auch nicht wirklich schlecht ccc |
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#10 02.09.2007 11:19 Uhr
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Aha, das dürfen Sie mir aber etwas näher erklären: Die Luft ist zwar unbestritten schlecht in Peking, aber dass man sich mit dem Autokennzeichen von Fahrverboten "freikaufen" kann höre ich zum ersten Mal. Obwohl ich - vermutlich im Gegensatz zu Ihnen - schon längere Zeit dort gelebt habe. Quellen? |
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#11 02.09.2007 13:43 Uhr
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http://www.faz.net/s/Rub08CCC2F1F5704955BBA240B78D223263/Doc~EE606D8F8E18445CEA3EFD7157955ECE7~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Kann natürlich sein, dass die chinesischen medien nicht so ausführlich darüber berichten. Und ob ausländische Gäste mit solchem Unbill belästigt werden, vermag ich auch nicht zu sagen. Das Wort "freikaufen" habe ich im Übrigen nicht verwendet. ccc |
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#12 02.09.2007 16:46 Uhr
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Hallo,
das Thema lautet "Freiberuflich"! Wir sollten auch bei diesem Thema bleiben! Warum in diesem Forum Harry so angegriffen wird, versteh ich nicht! Er sagt nicht, dass in Deutschland alles schlecht ist, aber für Unternehmensgründungen gilt: unendliche Bürokratie absurde Vorschriften Neid und Missgunst Ich denke, Harry hat sich auch auf die Fahne geschrieben, dass zu ändern! Irgendwann werden seine Thesen sich als Wahrheit heraustellen! Zum Thema Urlaub von Kunde: Die Leute die am Ballermann Urlaub machen und sich nur die Birme volllaufen lassen, werden nie den wahrne Sinn ihres Daseins erkennen! Also sollten wir uns nicht über sie unterhalten! Welche Art von Unternehmen hast du eigentlich Kunde? Würde mich interessieren! Bist du glücklich damit? Birdy |
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#13 13.09.2007 10:48 Uhr
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..Ich möchte mal wissen, wie der Anfang in die Selbständigkeit läuft.
Ich meine, man hat keine Referenzen, wenig Erfahrung.. Und sollte man nicht nach dem Studium erst mal abhängig beschäftigt arbeiten, um überhaupt ernst genommen zu werden?? Macht man für die ersten Arbeiten einen Sonderpreis um einen Fuß in die Tür zu bekommen und mit seinem Können zu überzeugen?? _______________ Staatshaushalt = "Ein Haushalt, in dem alle Essen möchten, aber niemand spülen will!" |
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#14 13.09.2007 11:38 Uhr
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Hmmm... schwer zu sagen, es gibt verschiedene Arten selbständig zu werden. Daher sind nur Erfahrungsberichte möglich, aber eine immer gleiche Art, wie es geht, gibt es nicht. Bei Arbeitslosen beispielsweise ist es sehr "vermachtet": Existenzgründung mit Überwachung und Gängelung von Arbeitsamt, Finanzamt und Zwangsversicherung. Wäre nix für mich... bei mir war es so, daß ich als Schüler (Anfang der 1980er Jahre!) für PET 2001, CBM 8032/8050 und ähnliche Geräte aus Spaß Programme schrieb, die die Leute plötzlich auch haben wollten. Und auf einmal zahlten sie sogar Geld dafür, gutes Geld, heute vielleicht nicht so sehr viel aber damals für mich ein unermeßliches Vermögen. Schwupps, das wars. Ich habe nur nicht gesagt, wie alt ich bin, denn das wäre nicht vorteilhaft gewesen
Das Finanzamt kam viel später... |
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#15 13.09.2007 13:36 Uhr
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...Ok mit Digitalkompetenz macht man schon einigen Boden gut.
Denke, die VHS-Kurse, welche im Tätigkeitsprofil standen, machten sich bei Auftragbegern auch gut, oder? _______________ Staatshaushalt = "Ein Haushalt, in dem alle Essen möchten, aber niemand spülen will!" |
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#16 13.09.2007 13:49 Uhr
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Ich habe nur mal Kurse bei der VHS gegeben (aber nie an welchen teilgenommen), aber in http://www.zingel.de/pdf/zingel.pdf steht das schon lange nicht mehr drin
: : Eine ganz andere Sache ist, daß zumindestens bei mir fast nie jemand irgendwelche Referenzen sehen will. Das liegt möglicherweise an der soeben verlinkten Datei, in der man nachsehen und dann ggfs. bei früheren Auftraggebern anrufen kann, wenn man will, aber zum Teil ganz gewiß auch an der CD. Schließlich bin ich ja im Service-Bereich zugange, d.h. ich verkaufe die Hoffnung auf prüfungsfeste Fortbildung oder erfolgreiche Beratung - die Hoffnung. Das ist ein großes Problem, denn Hoffnungen gibt es überall. Mit der BWL CD unterscheide ich mich aber von allen anderen Anbietern, denn die ist keine Hoffnung, sondern handfest und ausprobierbar. Ich muß nur sicherstellen, daß das Freiexemplar nicht in irgendeiner Ablage verschwindet oder bei der Mitarbeiterin versackt, sondern auch im Computer des eigentlichen Entscheiders ankommt, und schon sind alle Türen offen Besser als jede Referenz! Ein anderer Punkt ist, daß im Bildungs- und Beratungsbereich ohnehin nix per Inserat oder formaler Werbung läuft. Man kann Geld an die Zeitzung verschwenden, aber so findet man Teilnehmer, nicht aber Mandate. Das geht nur, und wirklich nur, über Mundpropaganda, und vielleicht ein bißchen über Internetseiten. Daß diese Methode funktioniert zeigt der Umstand, daß mich immer wieder Leute anrufen, die von mir gehört haben. Es passiert sogar, daß ich aus irgendeinem ganz anderen Grund jemanden anrufe und der mich plötzlich fragt, ob ich denn eigentlich "der" Zingel sei. So entstehen interessante Gespräche und Aufträge, und diese Art der Werbung hat einen schönen Vorteil:sie kostet nix ![]() |
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#17 14.09.2007 12:22 Uhr
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Moin in die Runde,
die von Harry genannte Art der Weiterempfehlung nennt man ganz einfach "Mund-zu-Mund-Propaganda". Und JEDER Marketing-Mensch wird bestätigen: DAS ist die beste Werbung überhaupt - besser als jede andere Art von Werbung. Frage eines Neulings im Bereich Selbstständigkeit ist: Wie kommt man dahin??? Antwort: Durch Leistung, Leistung, Leistung. Wiederholung von anderer Stelle: Ein unzufriedener Kunde erzählt dies mindestens 10 mal weiter. Ein zufriedener Kunde teilt dies höchstens 3 mal mit. Auch hier gilt: Die Treppe zählt, nicht der Fahrstuhl! Ciao! |
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#18 14.09.2007 14:36 Uhr
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Hi Kunde,
Da stimme ich 100% zu. Aber zu Beginn hat man weder positive noch negative Propaganda. Sondern gar keine! Und wenn man lediglich über rudimentäre Digitalkompetenz verfügt, dann bleibt wohl erst mal nichts anderes übrig, als zuerst in einem Angestellten-Verhältnis zu arbeiten, oder?? _______________ Staatshaushalt = "Ein Haushalt, in dem alle Essen möchten, aber niemand spülen will!" |
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#19 14.09.2007 14:41 Uhr
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Hi Rene,
wenn Du erstmal Angestellter wirst, bist du nicht nur im Zwangs-SV-Überwachungsnetz, sondern verschwendest auch eine Menge Geld - z.B. an die Zwangs-Renten"versicherung" und dergleichen. Natürlich kann man es so machen, aber man sollte mE nach versuchen, es nicht so zu machen. Man macht es sich später umsonst schwer. Versuche lieber, während des Studiums möglichst viel Vitamin B und möglichst auch schon eine gewisse Bekanntheit aufzubauen. In der Studentenzeit bist Du in einer gewissen Art von Schutz die es Dir erlabut, Fehler zu machen und auszubügeln, die möglicherweise später tödlich wären, besonders am Anfang. Mit ein wenig Glück, harter Arbeit und dem richtigen Riecher könntest Du es vielleicht schaffen, dann nach dem Examen gleich freiberuflich oder gewerblich weiterzumachen. Besonders diitale Märkte sind wegen ihrer geringen variablen Kosten und ihrer vergleichsweise geringen Anfangsinvestitionen (oft braucht man nur einen Computer) vergleichsweise zugänglich. Eine enge Kooperation mit bestimmten Partner, wie z.B. einem Navision Solution Center oder einem SAP-Anbieter, kann hilfreich sein, denn von dort können Aufträge kommen. Der Aufbau von Digitalkompetenz ist natürlich absolut unerläßlich, aber wo wäre das anders? |
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#20 21.08.2008 18:31 Uhr
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Hallo Harry! Nun habe ich folgende Situation: Eine Geschäftsidee ist vorhanden und gut durchdacht. Notwendige Kenntnisse sind vorhanden. Bereitschaft, für den Erfolg zu kämpfen und die Freizeit zu opfern ist auch da. Rückenstärkung seitens Ehefrau ist ebenso vorhanden. Das Problem ist: keine Erfahrung, kein Vitamin B und noch keine Geschäftskontakte. Was tut man in so einem Fall? Wie macht man sich bekannt? Deine Empfehlung, Kontakte während der Studien- bzw. Weiterbildungszeit aufzubauen, finde ich gut. Allerdings ist diese Zeit vorbei und man kann rückwirkend nichts mehr machen. Viele haben genau so angefangen, mir sind blos keine Einzelheiten bekannt, wie sie das geschafft haben. Was sagst du nun dazu? |
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#21 21.08.2008 18:42 Uhr
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Hi,
hierzu sage ich nichts Generelles, weil es darauf mE nach keine generelle Antwort gibt. Das ist immer individuell, und seien wir ehrlich, es hat eine Menge mit Glück zu tun: du weißt schon, der Mensch denkt und Gott lenkt, aber der Mensch dachte und Gott lachte. Ein paar Tips gibt es doch: versuche, wenn Du erst ein Netzwerk aufbauen mußt, langsam in die Selbständigkeit abzugleiten. Ein plötzlicher Aufschlag wäre zu hart. Versuche, wenn Du im Internet tätig bist, möglichst viel über Suchmaschinenoptimierung zu lernen und zu nutzen, um bekannter und sichtbarer zu werden. Versuche immer, in Deinem Gebiet eine Autorität zu werden, denn dann wirst Du zitiert, gelesen und angerufen. Identifiziere die Schlüsselpersonen und Entscheider. Schieße nicht auf den Schwarm, sondern immer auf das Leittier. Betreibe zielgerichtete Werbung. Verwende Methoden des Guerillia-Marketing, aber wahre stets die Seriosität. Betrügerische oder von Kunden betrügerisch empfundene Mittel und Vertragsgestaltungen sind ein sicherer Tod (selbst weltweit tätige Unternehmen können darüber fallen). Identifiziere Deine eigenen Potentiale und kommuniziere markt- und nie produktbezogen: beispielsweise nicht "wir betreiben Tankstellen", sondern "wir sorgen für Mobilität". Tue, was andere unterlassen. Der beste Computerladen, den ich je kennengelernt habe, hat kein QM-System, eine chaotische Werkstatt und ein Laden, der wie ein Riesen-Spielzimmer voller technischer Wunderbarkeiten wirkt, und wenn bei mir am Sonntag was abraucht, dann steht der inhabe eine habe Std. später bei mir auf der Matte: Service dieser Art ist, was der ganze Rest nämlich nicht hat. Und am Ende: habe ein bißchen Glück. Ohne Glück geht nix... Und natürlich sind das Ratschläge, die immer auch branchenspezifisch sind. Suchmaschinenoptimierung wäre für einen Bäcker an der Ecke weniger wichtig als für mich, nur als Beispiel. Das ist, was ich damit meine, daß es auf diese Frage eigentlich kaum eine generelle Meinung gibt... |
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#22 21.08.2008 19:17 Uhr
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Mitglied
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Danke für deine schnelle Antwort!
Das Vorgehen bei der Gründung eines Handwerksbetriebs oder eines Tante-Emma-Ladens z.B. ist mir völlig klar. Wie man dafür Kunden findet, ist auch klar. Meine Idee dagegen kann man im Prinzip mit deiner Tätigkeit vergleichen (allerdings sind die Inhalte dabei ganz anders). Deswegen dachte ich, dass du der richtige Ratgeber sein könntest. Danke nochmals! Gruß Alex |
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#23 21.08.2008 19:28 Uhr
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Mitglied
Registriert: Apr 2004
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Na dann viel Erfolg
und ggfs. hier weiterfragen... |
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flying Horst
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#24 04.12.2008 23:54 Uhr
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| Gast |
Geiles Thema! Sehr gut sogar.
Was meine Person betrifft: Obwohl ich kein Freuberufler bin (vielleicht noch nicht), fühle ich mich derzeit ein bisschen wie einer. Ich studiere nicht mehr, weil ich mich desbezüglich neu orientiere und ca. in 1 Jahr mit was anderem starte. Ich habe heute 4 Anzeigen im Stadtspiegel geschaltet bezüglich Nachhilfe, außerdem habe ich da drei Nachhilfeinsitute in petto und ein viertes, bei dem ich bereits einen Honorarvertrag (VON DEM DER STAAT NIX MITBEKOMMT, weil ich für Steuern selber verantowrtlich bin) unterzeichnet habe. Morgen habe ich 2 Termine, wovon 1 Privat ist. Irgendwie so richtig freiberuflich. Aber mir macht der Nachhilfekrempel Spaß. Irgendwie bin ich da wie so ein kleiner Zingel - ein Zingelchen - und das ist gar nicht mal so weit hergeholt, denn wir scheinen gleiche Interessen zu haben. Die Digitalkompetenz muss ich zwar auch noch ausbauen, doch dafür habe ich bald sehr viel Zeit und ich habe ein Faible fürs coden, denn mit 10 oder 11 habe ich den C64 bekommen - da konnte man gleich mit dem Programmieren loslegen. Vielleicht nutze ich dafür auch mal den ein oder anderen VHS Kurs. Vielleicht - denn im Netz gibt es jede Menge gute Foren (für Office, VBA etc), und das ein oder andere Skript. Außerdem kann ich mal eben um die Ecke zum FH-Standort Iserlohn fahren und mir kostenlose Fachliteratur ausleihen. Hierbei muss man mal erwähnen, dass kaum niemand weiss, dass sich jeder Bürger, auch falls man nicht studiert, in dieser kostenlosen Bibliothek nach herzenslust bedienen kann! Ist das gewollt, dass es der normale Bürger nicht weiss? Jedenfalls kann ich mir gut vorstellen, Konkurrenz von Harry zu werden *harharhar*. Bisher brauche ich aber etwas finanzielle Absicherung, damit ich jetzt weiterhin auf der geistigen Spielwiese, die diesesmal nicht die Hochschule ist, verweilen kann. Was das Freiberuflertum betrifft: Mein Onkel hat den Schritt anno 2002/03 gewagt. Jetzt ist er nur noch am expandieren, hat eine zweite Kanzlei gekauft, dessen Obercheffe-Anwalt kürzlich verstarb und dessen Kundenstamm er jetzt übernimmt. Urlaub? 1x im Jahr für ca 7-10 Tage. Und vielleicht 1-2 Chillout-Wochenenden. Ansonsten: VOLLGAS. 40 Stunden die woche? Am Arsch! Sonntags kann er sich gedanklich prima den komplizierten Fällen zuwenden und so richtig in der Arbeit versinken. Er arbeitet quasi im klassischen Sinn nicht. Er macht ja nur sein Hobby. Sobald es irgendwo einen Fall gibt - er ist zur Stelle. Vereine und Netzwerke können hier hilfreich sein. - Er ist Mitglied im Verein der Wirtschafsförderung der Stadt, in der er die Kanzlei hat, -Der ein oder andere Bericht erscheint in der regionalen Zeitung. Insbesondere was Abmahnwellen wegen (angeblich) illegaler Musikdownloads angeht, gab es schon - ca 4-5 Interviews im regionalen Radio für einige Minuten (in 2007 & 200 . Das alles ist Werbung, genauer gesagt PR. Tja und mein Bruder kennt eben den Mann vom Radio. So ist schnell mal ein Termin arrangiert! Warum kennt mein Bruder den Radiomenschen? Weil der Radiomensch mal hier in einer Kneipe/Disco Musik gemacht hat und mein Bruder genau so musikverrückt ist wie ich, und dort auch mal fett aufgelegt hat. Wie man erkennen kann: alles Kleinigkeiten. WICHTIGE KLEINIGKEITEN! So klein, dass man sie für unwichtig halten könnte. Interessantes Thema hier. Ein paar Gedanken folgen später. Ich muss jetzt offline gehen. Ein guter Freund kommt gleich vorbei. Bye |
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#25 05.12.2008 12:28 Uhr
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Ort: Frankfurt
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Nun ja, es wird nicht publik gemacht. Stell dir mal vor, alle Bürger würden in die bibo strömen und sichBücher leihen und die Studis kucken durch die Röhre... Ist Ähnlich wie bei den Landeszentralen der politischen Bildung. Je nach bundesland gibt es massig Literatur gratis, nur soll das auch bei den interessierten ankommen.. In der Ökonomie nennt man das Moral Hazard (Moralisches Fehlverhalten,) das unterbunden wird. _______________ Staatshaushalt = "Ein Haushalt, in dem alle Essen möchten, aber niemand spülen will!" |
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#26 05.12.2008 22:44 Uhr
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Aha, Benjamin Franklin war auch einer. Aber ich habe in Interviews immer gehört, dass Posten- und Auftragsschieberei nicht zur Freimaurerarbeit gehört und verpönt sei. Weisst du da mehr über deinen Onkel? |
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flying Horst
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#27 06.12.2008 01:28 Uhr
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| Gast |
Ich könnte mich mal genauer informieren.
Ich wollte nichts wertendes schreiben bezüglich Freimaurerschaft, sondern einfach nur ein paar Kontaktmöglichkeiten nennen :wink: :wink: |
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