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Annuitätenmethode vs. Kapitalwert

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Mitglied
Registriert: Aug 2008
Beiträge: 1
Hallo Zusammen,

eins möchte ich vorweg anmerken. Ich bin kein VWL/BWLer sondern eher Techniker und habe mich im Rahmen einer Abschlußarbeit mit Wirtschaftlichkeit
von Investitionen beschäftigt. Diese Arbeit muß ich jetzt vorstellen und bekomme Fragen dazu gestellt. Ich bin mir selbst aber über einige Sachen noch nicht 100% klar deswegen versuche ich im Netz(hier) eine Antwort zu finden.
Ich hoffe ihr seit so nett.

Also es geht um folgendes:
Ich habe den Einsatz bzw die Investition in eine alternative Heizungsanlage gegen eine herkömmliche Anlage untersucht.
Die herkömmliche Anlage (Gas) hat geringere Investitionskosten, dafür höhere verbrauchsgebundene Kosten. Die Alternative (im wesentlichen Strom) hat höhere Investitionskosten und geringere Verbrauchskosten.

Aufgabenstellung die zu erfüllen war, war einmal das Ganze mittels Annuitätenmethode zu untersuchen und einmal die Amortisationszeit zu berechen(über Kapitalwert). Das hab ich auch getan.
Was vielleicht noch zum Verständnis gesagt werden muß, die Heizungsanlagen erzeugen nur Kosten und keine Einzahlungen. Dementsprechend muß ich den Mehraufwand an Investition gegen die Einsparung bei den verbrauchsgebundenen Kosten rechen.
Soweit ok.

Jetzt mein Problem. Die Frage die kommen wird: wo der Unterschied in den Verfahren liegt. Man kann ja auch hingehen und sich den Unterschied der Gesamtannuität der beiden Varianten errechnen und den Mehraufwand bei der Investition dadurch teilen. Dann erhält man eine Angabe in Jahren wann sich das Ganze amortisiert. Bergründet weil die Gesamtannuität die gemittelten Jahreskosten angeben.
Rechne ich das über die Kapitalwertmethode anhand Zahlungsreihen je Periode inkl Preissteigerrungen je Periode, muß ich die jeweile Periode auf den heutigen Zeitpunkt abzinsen und erhalte den Kapitalwert mit der Verrechnung des Mehraufwands an Investitionskosten.
Ist der Kapitalwert =0 habe ich meine Amortisationszeit gefunden.

Wenn ich jetzt den Unterschied der beiden Verfahren erleutern soll, habe ich stark den Eindruck, dass diese Frage auf statisch und dynamische Berechnung abzielt. Das verstehe ich aber nicht so richtig. Die Kapitalwertmethode über Zahllungsreihen je Periode mit preisteigerungen sind dynamisch ok!
Aber warum ist das Annuitätenverfahren statisch?
Ich berechne mir die Jahreskosten doch über Preisdynamischeannuitätenfaktoren somit sollte das doch das gleiche sein,
wie bei der Kapitalwertmethode,oder nicht?

Zweiter Denkansatz von mir. Die Gesamtannuität berechnet sich über kapitalgebundene, verbrauchsbgebunde, betriebsgebundene und sonstige Kosten. Knackpunkt sind die kapitalgebundenen Kosten. Diese tauchen bei der Kapitalwertmethode nicht mit auf es werden zur amortisation nur die verbleibenden Kosten berücksichtigt.
Wie ist das zu sehen.

Könnt ihr mir vielleicht sagen was ich da zu beachten habe, wo in etwa die Unterschiede liegen?

Tausend Dank ist echt wichtig für mich.

Gruß
Peter
Administrator
Registriert: Feb 2006
Beiträge: 634
Man sollte sich grundsätzlich mit den beiden BErechnungsmethoden auseinandersetzen.

Was rechnet man mit der Annuitätenmethode http://de.wikipedia.org/wiki/Annuit%C3%A4tenmethode aus und was mit der Kapitalwertmethode http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalwertmethode?

Ist nicht ganz einfach, bin schon etwas raus aus der MAterie. Vielleicht kann noch wer anders helfen.
_______________
Torsten
Dipl. Betriebswirt (FH) & Gründer des Forums

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Mitglied
Registriert: Oct 2008
Beiträge: 6
Hallo Peter,
ich sitze gerade vor dem Problem, dass ich ebenfalls eine Kapitalwertbetrachtung durchführen muss. Meinen Anlagen sind wie bei dir auch keine Einzahlungen zuzurechnen. Hinzu kommt, dass es sich einmal um eine bereits vorhandene Anlage handelt und einmal um eine Neuinvestition. Die Fertigungskosten der neuen Anlage liegen unter der der Altanlage, da hier deutlich kürzere Zykluszeiten möglich sind. Eine klakulatorische Ersparnis habe ich über den Kostenvergleich errechnet.
Leider habe ich so überhaupt keine Ahnung wie ich die Kapitalwertbetrachtung durchführen soll, es wäre so spitze wenn ich ein paar Tipps bekommen könnte!
BITTE hilf mir
Moderator
Registriert: Mar 2007
Beiträge: 586
Ort: 87700 Memmingen
Amortisation frägt nach der Dauer bis die Ausgaben durch die Einahmen gedeckt sind (dynamisch durch Zinseszins, Berchnung von n durch Logarithmieren der Formel; oder statisch durch einfache Division)-

Annuität ist der jährlich zu zahlende Betrag aus Zins plus Tilgung, das Verhältnis ändert sich während der Laufzeit. Die Tilgung nimmt um den Betrag der eingesparten Zinsen zu.

Die Rechnung vom Peter würde ich rein statisch durchführen, ja sogar zeichnerisch (Senkrecht Geldbetrag, wagrecht Zeit)! In der Wagrechten zwei Striche (Anschaffungskosten A und Anschaffungskosten der Anlage B). Darauf für jede Anlage von deren Kostensockel beginnend die Verbrauchskosten schräg nach oben zeichnen. Das Lot im Schnittpunkt nach unten zeigt auf die Jahre.

Für eine dynamische Berechnung muss eine Zinsvorgabe existieren. Da käme eigentlich eine Kapitalwertdifferenzberechnung infrage ( erspart einem die Abzinsung der einzelnen Investitionen, da nur die Differenzen der beiden Investitionen abgezinst werden müssen). Mit hilfe der Differenzen auf dem Zeitstrahl kann der Zinssatz berechnet werden, ab dem die eine oder andere Investition günstiger ist.

Will ich die Annuität dynamisch berechnen brauche ich den Kapitalbarwert zum Zeitpunkt Null, der dann mittels nachschüssiger Rentenformel linear über den Nutzungszeitraum verteilt wird.
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Diplom Betriebswirt (FH), Fachhochschule Kempten/Allgäu &
staatl. anerkannter Techniker für Betriebswissenschaft-REFA (Akd.), REFA-Akademie Ulm/Böflingen &
staatl. geprüfter Techniker für allgemeine Elektrotechnik (FS), TS Allgäu in KE &
gelernter Elektromechaniker (IHK), 3 1/2 Jahre Lehrzeit bei MSM in Memmingen
Erfinder vom Hauptstromwendeschütz bei Motoren zeitgleicher Drehrichtungsumkehr (Otto Christ, Autowaschanlagen-Portale C30 und C31 in 1968)


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