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BWL Studium im Fernunterricht-ist das möglich?

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Registriert: Nov 2010
Beiträge: 1
Hallo, ich stehe gerade vor einer schwierigen Entscheidung und hoffe hier auf Hilfe,Ratschäge und viele Meinungen dazu.
Kurz was zu mir, ich bin 32 Jahre habe den Meister vor 6 Jahren gemacht und bin seit 2 Jahren selbstständig. Ich spiele nun mit dem Gedanken BWL im Fernstudium zu studieren. Ich habe mich für die Fernhochschule SRH Riedlingen entschieden.
Jetzt meine Fragen, ist es möglich den Bachelor in BWL per Fernstudium neben dem Beruf her zu machen? Wieviel Stunden muss man wöchentlich dafür einplanen? Wie ist die SRH Riedlingen? Ist der Bachelor per Fernstudium rechtlich gesehen einem Titel bei Vollzeitstudium gleichgestellt? Könnte ich danach auch den Master an einer "normalen" Hochschule machen?
Würde mich über viele Ratschläge ,Ideen und Meinungen freuen!
flying Horst
Gast
Klar ist das möglich, den per Fernstudium zu machen und auch neben dem Beruf.

Vollzeitstudium: ca. 33,75 Stunden pro Woche.
Teilzeitstudium: ca. 22,5 Stunden pro Woche (bei 2 Modulen pro Semester zu je 10 ECTS Punkten)

Die Werte habe ich von der FernUniversität Hagen. Es sind Richtwerte, die sich aus den Semesterwochenstunden ergeben. Die Zeit kann bei jedem anders sein. Ich studiere Vollzeit und investiere mal 35 Stunden, mal 40, mal 30. Ich mach auch manchmal Samstag morgen noch 3-4 Stunden was. Also im Schnitt komme ich auf meine 38 Stunden. Mir macht das Studium Spaß, daher ist das, was für manche nervige Belastung ist, für mich Freude.
Und dann kommen die ganz schlauen und sagen: Studenten tun ja den ganzen Tag nichts. Von wegen "kurz vor der Angst" anfangen zu lernen...

Wie die SRH Riedlingen ist, weiss ich nicht.

Rechtlich gesehen ergeben sich keine Unterschiede zwischen Voll- und Teilzeitstudium. Das Endergebnis zählt. Hast Du den Bachelor, dann hast Du ihn. Du machst schließlich keine halbe Bachelorprüfung, nur weil Du ein Teilzeitstudium machst. Das wäre ja ein Dingen.
Grundsätzlich kannst Du auch den Master an einer "normalen" Hochschule machen. Hier ist allerdings darafu zu achten, was die "normale" Hochschule voraussetzt. Und das kann von Hochschule zu Hochschule verschieden sein. Manche verlangen mindestens einen Notendurchschnitt von 2,5, andere wiederum wollen extra Fremdsprachenkenntnisse und wieder anderen kommt es auch auf Berufserfahrung an. Tipp: Bei der Hochschule informieren!
Außerdem bleibt noch zu sagen, dass es grundsätzlich 2 Mastertypen gibt.

Da wäre zum einen der konsekutive Master, der praktisch an das Bachelorstudium anknüpft.
Dieser Master ist in meinen Augen am besten mit dem alten, z.B. auch in den USA sehr angesehenen, Diplomtitel, den unsere stets wohlmeinende EU abgeschafft hat, vergleichbar.
In der Regel dauert er 3-4 Semester ( in Vollzeit), sodass Du (vollzeit) auf 10 Semester kommst. Früher hatten die Diplomer ebenfalls eine Regelstudienzeit von ca. 8 oder 9 Semestern. Der Master geht also ca. ein bis zwei Semester länger als ein Diplom - oder sogar kürzer, denn es gab grade im traditionell-universitäten Bereich sicher Studiengänge, wo man sein Diplom mit 10 Semestern erst erwerben konnte.
Die Tatsache, dass dieser Master direkt an den alten Studiengang anknüpft, lässt Leute, die sich nach erfolgreichem Abschluss ca. 5-6 Jahre (in Vollzeit) einem wissenschaftlichen Fach hingegeben haben (man beachte meine Wortwahl) wirklich zu einer Art Meister, zu einem Experten auf dem Gebiet werden.

Dann gibt es nun mittlerweile den nicht-konsekutiven Master.
Dieser Master ist in meinen Augen kein richtiger Master, sondern vergleichbar mit einer hübschen Zusatzqualifikation.
Dazu ein Beispiel:
Jemand macht ein Maschinenbaustudium und schließt es mit dem Bachelortitel ab.
2 Jahre später, nach Praxiserfahrung und dem ganzen Pipapo, merkt derjenige, dass BWL Kenntnisse nicht schaden.
Was macht derjenige? Er setzt "mal eben" einen MBA, einen Master of Business Administration, zu deutsch: einen "Meister" der Betriebswirtschaft oben drauf.
Doch Vorsicht: Es ist in meinen Augen häufig nicht dran, was drauf steht, da, so meine Vermutung, wichtige Grundlagen insbesondere aus dem Rechnungswesen nicht vermittelt werden oder nur grob vermittelt werden. Ich will das Konzept nicht schlecht reden, ich will nur Aussagen, dass der Titel "Master of Business Administration" irreführend ist!
Die Leute machen in diesem MBA Studium dann viele Projekte, vertiefen nur ein paar ausgewählte Inhalte der BWL etc. Für Praktiker mag das schon gut sein - nur Vorsicht vor gewissen Themen.
Meine Kritik dazu hatte ich bereits hier geäußert:
http://www.bwl24.net/forum/topic-1210.html (letzter Beitrag)

Aber auch hier ist meine Antwort nicht zu krass zu bewerten, denn manche Hochschulen kegen wert darauf, dass dann z.B. im BWL Bereich ausreichende Grundlagen vorhanden sind.


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