Vorstellungsgespräch
Der erste Schritt ist geschafft. Die Bewerbungsunterlagen sind nicht zurückgesendet worden. Ein Brief im Postkasten mit der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Doch Vorsicht, nicht in Sicherheit wiegen, beim Vorstellungsgespräch kommt es nicht nur auf das fachliche Können an, sondern hier muss jeder Bewerber beweisen, was er als Mensch darstellt. Die Personalabteilungen halten für jede Situation eine passende Falle bereit und die gilt es zu meistern. Einige Tipps sollen auf dieser Seite gegeben werden.
| Tipps zum Vorstellungsgespräch |
Gratulation, Sie haben eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten. Nun zählt aber neben dem besonders wichtigen erste Eindruck auch das persönliche Auftreten, das Verhalten während des Gesprächs und sehr häufig muss die Chemie zwischen Bewerber und Personaler einfach nur stimmen. Hier einige Hinweise zum Vorstellungsgespäch:
- Reagieren Sie ruhig und gelassen. Keine Angst haben, aber bitteschön nicht arrogant oder ängstlich.
- Suchen Sie den Blickkontakt zu Ihrem Gesprächspartner, auf keinen Fall in der Weltgeschichte rumsehen oder auf den Boden starren.
- Nach dem anfänglichen Smaltalk werden Sie aufgefordert über Ihren Lebenslauf zu reden. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche, Ihre Ausblidung, Ihr akademischer Grad, Praktika, wichtige Hobbies und andere zusätzliche Aktivitäten, welche Sie in diesem Job weiterbringen könnten. Weniger interessant dürften persönliche Schicksalsschläge wie Sterbefälle etc. sein.
- Achten Sie auf Ihre Stimmlage. Durch den Rhythmus und die Melodie Ihrer Stimme können Sie Langeweile, Interesse oder Elan signalisieren.
- Versuchen Sie geeignete Fragen zu formulieren, dass schließt auf persönliches Interesse an dem Job und dem Unternehmen. Zum Beispiel:
- "Aus welchen Gründen wird die Stelle neu besetzt?"
- "Wie muss ich mir das Anforderungsprofil genau vorstellen?"
- "Wie viele Mitarbeiter arbeiten in dieser Niederlassung?"
- Sehen Sie nicht hinter jeder Frage eine Falle.
- Einige Fragen müssen Sie nicht wahrheitsgemäß beantworten. Dazu gehört die Frage nach einer Schwangerschaft. Diese ist nur bei befristeten Stellenangeboten erlaubt. Aber auch Informationen bezüglich einer Parteizugehörigkeit oder eventuelle Vorstrafen dürfen Sie verfälschen.
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| Die Reziprozitätsregel beim Vorstellungsgespräch anwenden |
| Lat.: Gegenseitigkeit, auch Gegenseitigkeitsregel genannt. Gemeint ist ein Handeln nach dem Prinzip "Mach ich was für dich, tust du was für mich." und das geht so:
GEben Sie Ihrem Gesprächspartner etwas positives - "Ich kann folgendes für Ihr Unternehmen tun."
NEHMen Sie die Gegenlesitung entgegen - "Im Gegenzug nutzen Sie die Möglichkeit und ..."
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| Ihr Auftreten beim Vorstellungsgespräch |
- Bitte nicht die Hose benutzen, um die etwas schwitzigen Hände trocken zu legen.
- Kleiden Sie sich ordentlich, sauber, der Situation und der Branche angepasst, aber trotz allem bequem.
- Pünktlichkeit ist das A und O - sollte es trotzdem passieren, so kann man zunächst mit "Ich freue mich hier zu sein.." einleiten und danach erst den Grund der Verspätung nennen.
- Der Händedruck sollte nicht zu lasch sein, bestimmt, aber nicht zu kräftig.
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| Die Richtige Vorbereitung zum Vorstellungsgespräch |
- Eine besonders heikle Frage ist die nach den Gehaltsvorstellungen. Dahingehend sollte man natürlich vorbereitet sein und wissen, was in der Branche gezahlt wird. Im Zweifel sollte man immer mit einer Bandbreite antworten. Wenn alle Stricke reißen, kann man das Weihnachtsgeld oder auch das Urlaubsgeld vorschieben und sagen "Ich ging davon aus, dass das Weihnachtsgeld in meiner Gehaltsvorstellung enthalten ist." oder ähnliche Argumentationsweise. Vermeiden Sie es konkrete Zahlen zu nennen. Auf die Gehaltsfrage mit "So wie die Stelle ausgeschrieben ist." zu antworten könnte leicht ins Auge gehen. Da hat der Personaler sehr viel Spiel und kontert mit unangenehmen Fragen. [Mehr zum Thema Gehaltsvorstellungen]
Zum Thema Einstiegsgehalt eines Betriebswirten habe ich einen Thread im Forum geöffnet.
- Informieren Sie sich im Vorfeld über das Unternehmen, so können Sie auch themenbezogene Fragen zum Geschäftsfeld usw. stellen.
- Erkundigen Sie sich rechtzeitig, wo das Unternehmen zu finden ist. Fahren Sie wenn nötig den Weg zum Vorstellungsgespräch eine Tag vorher schon mal ab. Das verschafft am Vorstellungstag Sicherheit.
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| Heikle Fragen bei einem Vorstellungsgespräch |
| Mögliche Frage |
Bemerkungen |
| "Was wissen Sie über unsere Firma/Abteilung/Produkte/Dienstleistungen?" |
Hier ist eine gute und umfassende Vorbereitung zur speziellen Firma sehr wichtig. |
| "Wieso wollen Sie für uns arbeiten und was können Sie für uns tun?" |
Hier sollte auf jeden Fall eine gut überlegte Antwort folgen. Ein Schweigen oder Schulterzucken kann bei derartigen Fragen tödlich sein. Die Antwort sollte sich an dem bisher Erlernten orientieren und auf eine Fortführung der Kenntnisse in diesem Bereich aufbauen. |
| "Was können Sie, was andere nicht können und warum sollten wir Sie einstellen?" |
Das sollten Sie sich vor dem Gespäch überlegt haben. |
| "Nennen Sie drei Ihrer Stärken sowie drei Schwächen." |
Niemals Schwächen á la "Ich bin häufig unpüktlich, weil ich gern lange schlafe." anführen. Schwächen immer aus den Stärken formulieren. Zum Beispiel: "Eine meiner Stärken ist die Gewissenhaftigkeit, mit der ich mine Aufgaben durchführe."..."Eine Schwäche in meiner Person könnte man in der stellenweise auftretenden Übergenauigkeit sehen, mit der ich meine Aufgaben erfülle." |
| "Was denken Sie ist Ihre Arbeitskraft wert?" |
Diese Frage sollte durch eine gute Recherche zum Thema Gehaltsfragen in der beteffenden Branche beantwortet werden können. |
| "Wie lautet der Titel des Buches, welches Sie zuletzt gelesen haben?" |
Das sollte ebenfalls nicht das Problem sein, sofern man sich auf das Gespräch gut vorbereitet hat. |
| "Welche Ziele haben Sie?" |
Eine individuelle Antwort sollte hier auch in Hinblick auf die Unternehmensziele gegeben werden. Sehr gut kommt eine Antwort mit Weiterbildung, Seminaren, Aufstieg durch überdurchschnitliche Leistungen usw. an. |
| "Sofern Sie die Möglichkeit erhalten würden, Ihr Studium erneut zu Beginnen, was würden Sie anders machen?" |
Sie sollten nicht gegen Ihre Wahl des Studiums sprechen, auch wenn es nicht unbedingt das Beste war, was Sie bisher getan haben. Immer die Möglichkeit geben, dieses wieder zu tun, aber intensiever, um noch erfolgreicher zu sein. |
| "Sind Sie eher introvertiert oder extrovertiert?" |
Dazu muss man wissen was die Fremdwörter zum Ausdruck bringen. Darin liegt meist der Test. Der Personaler erfährt dadurch, wie Sie mit derartigen Siuatioenumgehen können. Übrigens, der Duden schreibt: Introvertiert = "...Konzentration auf die eigene Innnenwelt..." |
| "Hätten Sie Probleme mit einem weiblichen Vorgesetzten zu arbeiten?" |
Selbstverständlich nicht, beruflich macht es keine Unterschiede, welches Geschlecht der Vorgesetzte hat. |
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