Grundeinsatz
Der Grundeinsatz, welcher für die restlichen Spieler den Spielanreiz darstellt, wird beim Texas Holdem Blind bezeichnet und ist für mindestens zwei Mitspieler obligatorisch. Jeweils die beiden links vom Dealer sitzenden Spieler müssen die blinds zahlen und somit den Pot füllen.

Der Dealer wechselt in jeder Runde und wird daher mit dem Chip Dealer gekennzeichnet.
small blind und big blind
Der Spieler, der links vom Dealer sitzt, zahlt einen small blind, den halben Grundeinsatz, und der Teilnehmer links von diesem muss den big blind tätigen, also den vollen Grundeinsatz. Der Spieler mit dem geringeren Einsatz erhält als erster seine zwei verdeckten und nur für ihn sichtbaren Spielkarten.
Der Dealer teilt auch an die restlichen Spieler zwei Karten die so genannten Pocket-Karten aus.
1. Wettrunde
Die Einsätze der anderen Mitspieler folgen nun beginnend beim linken Sitznachbarn des big blind Spielers. Damit dieser im Rennen bleibt, zahlt er mindestens den vollen Grundeinsatz (= big blind).
Eine Wettrunde ist erst dann beendet, wenn alle noch teilnehmenden Spiele den selben Betrag in den Pot eingezahlt haben.
Ablegen, aussteigen oder fold
Andererseits kann dieser Spieler, wenn ihm sein Blatt aussichtslos erscheint, aussteigen und seine Karten auf den Tisch werfen (fold). Er ist somit aus dem Spiel.
Erhöhen oder raise
Wenn er seine Chancen das ganze Spiel zu gewinnen, sehr positiv einschätzt, erhöht er den Einsatz über den Grundeinsatz hinaus für alle folgenden Teilnehmer (raise). Die Summe aus Grundeinsatz und zusätzlichem Betrag wird dann für alle anderen Spieler verpflichtend.
Halten oder check
Der Spieler kann auch halten (checken), so dass das Spiel weiterlaufen kann ohne zusätzlich den Pot mit Einsätzen zu erhöhen. Das Checken ist jedoch nur möglich, wenn der vorherige Spieler nicht erhöht hat. Der Grundeinsatz muss jedoch in der ersten Spielrund auf jeden Fall erbracht werden, um weiter im Spiel zu bleiben.
Als letzter Pokerspieler der Runde ist der Teilnehmer mit dem big blind an der Reihe.
Er hat die Wahl den Einsatz weiter zu erhöhen, oder unverändert weiter zu spielen. Wenn er erhöht, gilt dieser Einsatz für alle anderen Spieler ebenfalls und sie müssen nachziehen, um weiter teilzunehmen. Tut er dies nicht, ist die Runde beendet.
2. Wettrunde
Nach der ersten Setzrunde werden die ersten drei Gemeinschaftskarten aufgedeckt. Diese werden als Flops bezeichnet.
Die zweite Setzrunde eröffnet der Teilnehmer, der zu Beginn den small blind eingesetzt hatte, der also links vom Dealer sitzt. Er kann schieben, so dass der nächste in der Runde an die Reihe kommt (Check). Außerdem hat er die Möglichkeit den Einsatz zu erhöhen (raise), wobei in den meisten Fällen ein Mindesteinsatz in Höhe des big blinds gefordert wird. Der dritte mögliche Spielzug ist wiederum der Fold, bei dem der Spieler seine Karten wegwirft und aussteigt.
3. Wettrunde und weitere
Haben alle Mitspieler in dieser Runde denselben Betrag in den Pott eingezahlt, wird eine weitere Gemeinschaftskarte, der Turn, offen gelegt.
Nach demselben Muster werden die dritte und die vierte Runde gespielt.
Showdown
Ist die vierte Wettrunde vorüber, folgt der so genannte Showdown. Alle noch am Spiel Beteiligten müssen nun ihre Karten aufdecken. Derjenige mit dem höchsten Blatt gewinnt das Spiel und erhält den kompletten Pott.
Pattsituation oder Unentschieden
Weisen zwei oder mehr Blätter den gleichen Wert auf, werden die Einsätze zu gleichen Teilen vergeben. Haben die fünf Gemeinschaftskarten selbst den größten Wert, so hat der Spieler mit der höchsten Karte innerhalb seiner 2, den anderen nicht sichtbaren Karten gewonnen.
Bei allen Holdem Pokerspielen werden für das finale Blatt zwei Karten des eigenen Blattes und drei weitere der Gemeinschaftskarten zusammengestellt. |