Lernmethoden
Kennst Du den wichtigsten Erfolgsfaktor für effektives
Lernen?
Es gibt eine Reihe von Techniken wie Speedreading,
Gedächtnistraining, Mindmapping, aber diese Techniken sind alle
nichts, wenn eines fehlt: die richtige Motivation.
Das richtige Gefühl beim Lernen.
Kennst Du das? Du hast dich eigentlich entschieden, ein
bestimmtes Ziel zu erreichen. Du willst vielleicht
Unternehmensberater werden, aber Mathematik und Statistik sind
einfach nicht Dein Fall. Und entsprechend sind die
Lernerfolge.
Den meisten Menschen ist es nicht bewusst, aber bei der
- Informationsaufnahme
- Informationsverarbeitung und
- Informationswiedergabe
sind immer Emotionen im Spiel.
Negative Emotionen behindern Dein Lernen Und da gibt es einige, die den Lernerfolg massiv behindern:
- Widerstand
- Druck
- Stress
Wenn Du in einem dieser Gefühle gefangen bist, dann nützen Dir
auch die besten Techniken nichts - am Ende bleibt wenig
hängen.
Positive Emotionen fördern Dein Lernen
Zum Glück gibt es auch Emotionen, die Dein Lernen stark fördern
können. Neugierde, Forschergeist, Vorfreude, Spaß gehören
dazu.
Dass Gefühle den Lernerfolg steuern, ist intensiv erforscht
und durch den aktuellen Stand der Gehirnforschung gut
abgesichert.
Der Centering-Prozess Der Centering-Prozess ist eine einfache, strukturierte Methode,
schnell und wirksam in den optimalen Lernzustand zu gelangen.
Dabei kommt es darauf an, in eine Stimmung zu kommen, wie sie
Kinder haben, die lernen: offen, begeistert, motiviert, entspannt
und doch aktiv, heiß drauf, etwas Neues herauszubekommen und zu
erforschen.
Kinder lernen auf diese Weise 300 Informationsbits pro Tag,
wir Erwachsenen meist nur noch 20. Und das liegt zum
großen Teil daran, dass wir entweder gar nicht genau wissen was
wir behalten wollen wenn wir lesen. Oder uns unter Druck
fühlen - oder nur widerwillig lernen - oder unter Stress stehen.
Mehr zum Thema, wie Du zum Beispiel Fachbücher schnell
erschließt, verrät ein neues Lernsystem von Lerntrainer
Tom Freudenthal.
Paukst Du noch oder lernst Du schon? - Warum traditionelles Lernen uns ausbremst Experten schätzen, dass in den nächsten drei Jahren wahrscheinlich mehr neue Daten produziert werden als in den vergangenen 300.000 Jahren zusammen.
Und das heißt, nur Menschen, die sich sicher und schnell in diesem Meer von Daten bewegen, können die wichtigen Informationen erfolgreich für sich nutzen.
Allerdings müssen wir etwas dafür tun, wieder schneller lernen zu lernen. Die meisten Menschen verbinden damit allerdings eher Stress, Druck und Mühsal - und nicht Spaß, Lust oder Forschergeist, wie es eigentlich natürlich wäre.
Warum ist das so?
Kurzgesagt, weil wir unser Gehirn nicht so benutzen, wie es gebaut ist. Wir lesen und lernen nicht gehirngerecht.
Angst vor Fehlern verhindert Lernen
"Menschen nutzen deutlich weniger ihrer geistigen Fähigkeiten, weil sie Angst vor Fehlern haben und einen inneren Perfektionsdrang spüren", sagt Lerntrainer Tom Freudenthal. Für die meisten von uns dürfte die Angst vor Fehlern ein ganz wesentlicher Grund für Stress sein.
Stress: Lernkiller Nummer eins.
Sich Fehler nicht zu verzeihen ist allerdings überhaupt nicht "normal" im Sinne von gesund, sondern eine Idee, die wir uns alle im Laufe unserer Erziehung und Entwicklung angeeignet haben.
Warum lernen die meisten Kinder so unglaublich schnell?
Kindern ist das Konzept von Fehlern völlig fremd und das ist einer der Gründe dafür, dass sie so unglaublich viel schneller lernen als wir Erwachsene. Lerntrainer Tom Freudenthal:"Ich kannte mal einen kleinen Jungen, dessen Eltern in der Musikbranche tätig waren und zu Hause relativ viel deutschen Schlager hörten. Dieses fünfjährige Kind kannte die Texte von ungefähr 300 deutschen Liedern auswendig! Und zwar ohne, dass es sie wirklich auswendig gelernt hatte, einfach nur durch das Nebenbeihören."
Es gab kein Ziel, keinen Druck, keine Angst vor Fehlern, keinen Anspruch, überhaupt keine Angst vorm Scheitern.
Lernen braucht Ergebnisoffenheit
Wenn wir es schaffen, einfach nur zu lernen, um zu lernen, ohne ständig an ein Ziel zu denken, dann kommen wir einer optimalen inneren Lernhaltung schon sehr nahe. Denn das schließt auch ein, dass wir nachsichtig mit uns selber sind, wenn wir nach dem Lernen zum Beispiel nicht alles perfekt wissen.
Kinder fallen ungefähr 1.000 Mal auf die Nase, bis sie endlich sicher laufen können. Hält sie das davon ab, es immer wieder zu versuchen? Natürlich nicht.
Können wir nur ein wenig von dieser Haltung zurückgewinnen, geht alles schneller. Fehlertoleranz ist das Stichwort. Allerdings funktioniert das nur, wenn wir mit uns selber ehrlich sind. Mit gespielter Nachsichtigkeit lassen sich keine guten Ergebnisse erzielen.
Die Haltung ist eine notwendige, wenngleich noch nicht ausreichende Bedingung für Lernerfolg. Welche Methoden sich eignen, um für Prüfungen stressfrei und effizient zu lernen und Inhalte zu behalten, verrät ein neues Lernsystem von Lerntrainer Tom Freudenthal.
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