BWL Forum

Kostenlose Skripte zur Betriebswirtschaft

finanzhorizonte


BWL Forum » ABWL » Jurist auf Abwegen

Jurist auf Abwegen

Moderatoren: Betriebswirt, BWL Exberde, Mario Horstmann, Wade, Zinsknecht.

Seite: 1

Autor Beitrag
Mitglied
Registriert: Jun 2006
Beiträge: 10
Hallo zusammen,

wie die Überschrift wohl hoffentlich deutlich macht, studiere ich Jura und schreibe gerade an einer Seminararbeit. Kurzum, beim Thema illegale Märkte bleibt es nicht aus, daß man sich gezwungen sieht, ökonomisch zu betrachten.

Konkret geht es um die Frage, wie sich eine künstliche Angebotsverknappung durch staatliche Repression ( es geht um Prohibition ) am Markt auswirkt. Der gesunde Menschenverstand sagt einem natürlich, daß dann die Preis für das gehandelte Gut enorm in die Höhe schnellen werden. Allerdings klingt das, wenn man das so schreibt, relativ "unwissenschaftlich".

Ich habe natürlich diverse Lehrbücher konsultiert. Geraten wurde mir zum Varian "Mikroökonomie" und diversen Werken zur Entscheidungstheorie. Da geht mir das aber zu sehr in Richtung Differentialrechnung, und davon habe ich eriesen keine Ahnung.

Die Frage ist für mich also: Wie wirkt sich die Angebotsverknappung aus, und warum wirkt sie sich so aus? Grundlagenskripten ohne Mathematik würden mir weiterhelfen, Anregungen natürlich auch, angeregte Diskussion sowieso.

Danke für Hilfe.

eris
Mitglied
Registriert: Jun 2006
Beiträge: 10
Hallo,

vielleicht bin ich zu spät, aber ich denke, wenn das Angebot knapp ist, dann ist das die Gelegenheit für den Schwarzmarkt.

Beispiele wie USA (Jahr weiß ich nicht Embarassed ) Alkohol, oder aktuell sind doch die WM - Karten.

Oder die Nachfrage springt auf Substitutionsgüter um.

Oder habe ich deine Frage falsch verstanden?

LG
Mitglied
Registriert: Jun 2006
Beiträge: 10
Ja, leider falsch verstanden.
Alkoholprohibition war in den 20er Jahren. Und das Problem mit der Verknappung ist auch leider nur marginal. Die Antwort darauf habe ich gefunden. Der Anbieter wird den Preis so weit erhöhen, bis Angebot und Nachfrage gleich sind.

Problem für mich ist im Moment zu begreifen, wie der Anbieter optimiert.

Meine Überlegung ist wie folgt:

Prohibition erzeugt ein Kriminalitätsrisiko. Der Anbieter muß also rechnen, beim Verkaufen irgendwann erwischt zu werden, und dann einen Betrag X zahlen zu müssen, oder als Verdienstausfall einplanen zu müßen, da er dann eine zeitige Freiheitsstrafe absitzen muß.
Dieses Risiko wird er auf die Nachfrager abwälzen. Er wird also den Preis um einen Betrag Y erhöhen, für den er bereit ist das Risiko einzugehen.
Je mehr Verkäufe er tätigt, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden. Er wird seinen Betrag Y also erhöhen, wenn die Anzahl an Verkäufen steigt. Irgendwann erreicht er so aber den Preis, bei dem keiner mehr kauft.
Da der gute Mann ja nicht blöd ist, wird er seinen Gewinn zu maximieren versuchen. Er wird also einen Preis suchen, bei dem er so viel verkaufen kann, daß das Risiko trotzdem so gering wie möglich ist.

Richtig? Wenn ja, wie stelle ich das dar? Was sind das für Werte, wie hängen sie mathematisch zusammen, und wo liegt dieser optimale Preis für optimalen Ansatz bei optimalem Risiko? Wie groß ist der optimale Gewinn? Sorry für blöde Fragen, aber ich kann den Gedanken einfach nicht wirklich fassen.

Seite: 1



BWL Forum » ABWL » Jurist auf Abwegen

ABWL  Controlling  Datenverarbeitung  E-Books  IFRS  Interne Revision  Investition und Finanzierung  Logistik  Makroökonomie  Marketing  Marketing  Materialwirtschaft  Mathematik  Mikroökonomie  Personalwesen  Produktionswirtschaft  Prüfungswesen  Rechnungswesen  Statistik  Steuerrecht  Unternehmensbewertung  Unternehmensführung  Volkswirtschaftslehre  Wirtschaftsenglisch  Wirtschaftsrecht

Plagiate dieser Website werden automatisiert erfasst und verfolgt.

BWL Forum is powered by UseBB 1 Forum Software