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Archiv für die Kategorie ‘Rechnungswesen’

Rechnungswesen und Buchhaltung

Dienstag, 17.08.10 11:17

Das Rechnungswesen in einem Unternehmen ist für die zahlenmäßige Erfassung aller Geschäftsprozesse zuständig. Hierzu gehören auch die Überwachung und Auswertung von Geschäftsvorfällen. Zu den Geschäftsprozessen gehören zum Beispiel der Einkauf von Rohstoffe, der Verkauf von Produkten oder die Produktion von Waren.

Das Rechnungswesen wird in das externe und interne Rechnungswesen unterschieden. Der Kern des externen Rechnungswesens ist die Buchhaltung bzw. Buchführung in einem Unternehmen. Die Buchhaltung erfasst alle Erträge und Aufwendungen des Unternehmens sowie die Bestände und die Veränderungen des Vermögens.

Die Buchführung stellt ebenfalls Informationen für externe Berichtsempfänger wie das Finanzamt, Krankenkassen oder Banken bereit. Der Jahresabschluss, welcher sich in der Regel aus der Bilanz, der GuV, dem Anhang und dem Lagebericht zusammensetzt, dient hierbei als Hauptinformationsquelle.

Zur Buchhaltung sind alle Unternehmen durch den Gesetzgeber verpflichtet. Es müssen jedoch nicht alle Unternehmen eine doppelte Buchführung betreiben. Das Steuerrecht sieht für sehr kleine Unternehmen eine Sonderregelung für Kleinunternehmer vor, die dem Unternehmen ermöglicht nur eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung zu erstellen.

In großen Unternehmen wird die Buchhaltung häufig auf einzelne spezialisierte Abteilungen aufgeteilt. Zu den am weitesten verbreiteten Abteilungen gehören:

- die Finanzbuchhaltung
- die Anlagenbuchhaltung
- die Debitorenbuchhaltung
- die Kreditorenbuchhaltung

Das interne Rechnungswesen nutzt die Daten der Buchhaltung für interne Analysen und Auswertungen. Diese Daten werden in der Regel von der Controlling-Abteilung des Unternehmens verarbeitet. Hierbei wird mit Hilfe der Kosten-Leistungs-Rechnung (KLR) und weiteren Controllinginstrumenten die Wirtschaftlichkeit des eigenen Betriebs geprüft. Darauf aufbauend kann zum Beispiel die Preiskalkulation für Produkte und Waren vorgenommen werden.

Das interne Rechnungswesen wird nicht durch den Gesetzgeber vorgegeben, daher ist es nicht in allen Unternehmen vertreten. Vor allem im Bereich der kleinen Unternehmen ist Controlling bzw. eine Kostenrechnung eher selten vorhanden.


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Betriebsabrechungsbogen im Kontext der Profitcentererfolgsrechnung

Freitag, 09.07.10 09:12
Serienteil 13 von 15 in der Serie Profitcenter - Von der Theorie in die Praxis

Die Aufgaben der Kostenstellenrechnung können auf unterschiedliche Weise erfüllt werden, so dass neben einer buchungstechnischen Verknüpfung der Betriebsbuchhaltung im methodischen Instrumentarium der doppelten Buchhaltung es ein organisatorisches Hilfsmittel der tabellarischstatischen Abrechnung gibt. Da eine kontenmäßige Verbuchung in einem ”Einkreissystem” großen Aufwand mit sich bringt, gibt es einen gesonderten Rechenkreis im ”Zweikreissystem” mit einem sog. Betriebsabrechungsbogen (BAB) für die Kostenstellenrechnung. Losgelöst vom Kontensystem der Buchführung ist der Betriebsabrechnungsbogen ein statischer Kostensammelbogen, der in seiner Vertikalen die kostenstellenbezogen erfassten Kostenarten und in seiner Horizontalen die im Kostenstellenplan festgehaltenen Kostenstellen - dies zweckmäßigerweise in der Reihenfolge des dominierenden Leistungsflusses - auflistet.

Gemäß der Elemente der Betriebsbuchhaltung werden in dieser Kostenverrechnungstabelle grundsätzlich nur (Kostenträger-)Gemeinkosten verrechnet, wobei die Einzelkosten sich verursachungsgemäß den Kostenträgern zurechnen und abrechnungstechnisch um den Abrechnungsbogen herumführen lassen. Die Aufgaben des Betriebsabrechnungsbogen ergeben sich nach den Stufen der Kostenstellenrechnung.

Stufen der Kostenstellenrechnung

Die Primärkostenrechnung, im formtechnischen Aufbau des Betriebsabrechnungsbogens, ist gekennzeichnet durch die vorhergegangene Kostenartenrechnung mit dem Ziel, die strukturelle Zusammensetzung der Kosten nach einzelnen Kostenarten vertikal aufzuzeigen. Horizontal wird die anschließende Verteilung dieser primären Gemeinkosten auf die betrieblichen Kostenstellen durchgeführt.

Die Bildung geeigneter Kostenstellen stellt die Voraussetzung für Verrechnung der Kostenarten auf die Orte der Entstehung als erste Stufe des Betriebsabrechungsbogen dar. Im Anschluss an die verteilten Gemeinkostenarten weist der Betriebsabrechnungsbogen die Summe der primären Gemeinkosten, sowohl insgesamt, als auch aufgeteilt auf die Kostenstellen aus.

Eine große Bedeutung im Rahmen des Betriebsabrechungsbogens kommt der Organisation der anschließenden Verrechnung innerbetrieblicher Leistungen im Rahmen der Sekundärkostenrechnung zu. Die nächsten Zeilen geben die Entlastungsbeträge von Vorkostenstellen, die innerbetriebliche Leistungen hervorbringen, und Belastungsbeträge derjenigen Stellen an, welche diese Leistungen als sekundäre Kosten (Umlage) empfangen haben. In der letzten Zeile werden, nach vollständiger Umlage der Vorkostenstellen, die Endkosten der Profitcenter (Endkostenstellen) ausgewiesen. Durch die Sekundärkostenrechnung in der Kostenstellenrechnung ist die Kostenrechnung i.e.S. abgeschlossen, da durch Divisionsrechnung (-kalkulation) alle Kosten umgelegt wurden. Die Summe der gesamten Gemeinkosten aller Endkostenstellen ist gleich der Summe aller primärer Gemeinkosten, welche zu Beginn der Rechnung übernommen wurden.

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Aufbau einer Profitcentererfolgsrechnung

Freitag, 02.07.10 09:05
Serienteil 12 von 15 in der Serie Profitcenter - Von der Theorie in die Praxis

Eine Profitcentererfolgsrechnung (auch kurzfristige Erfolgsrechnung, Kostenträgerzeitrechnung oder Betriebsergebnisrechnung genannt) verbindet grundsätzlich eine Kosten- mit einer Leistungsrechnung. Für einen Abrechnungszeitraum werden sämtliche Kosten und Leistungen des gesamten Unternehmens gegenübergestellt, um als Differenz einen sachzielbezogenen und nach Produktabteilungen differenzierten Periodenerfolg zu erhalten.

Durch sinnvolle Untergliederung von Leistungen und Kosten kann die Herkunft dieses Erfolges aufgedeckt und die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens laufend überwacht werden. Im Gegensatz zur Gewinn- und Verlustrechnung, welche auf Basis von Aufwendungen und Erträgen jährlich aufgestellt wird, steigern kürzere Abrechnungsperioden und der Verzicht auf neutrale Einflussgrößen die Aussagefähigkeit der kurzfristigen Erfolgsrechnung.

Es ergeben sich Teilrechnungen, deren Zusammensetzung aus dem Gegenstand und den Rechenzielen der Kosten- und Erlösrechnung erfolgt. Beide Komponenten münden in einer Erfolgsrechnung weil das Rechenziel nicht nur in der Bereitstellung von Kosten und Erlösinformationen besteht, sondern ebenso in der Bereitstellung von Informationen über Erfolgsgrößen.
Ausgehend von diesem Zusammenspiel besteht der Nutzen dieser Größen in der Verwendung für die verschiedenen Rechnungszwecke der Abbildung bzw. Dokumentation, Planung und Verhaltenssteuerung.

Die kurzfristige Erfolgsrechnung

Die kurzfristige Erfolgsrechnung hat, wenn sie unabhängig von ihrer materiellen Ausgestaltung zu einem geschlossenen System ausgestaltet sein soll, aus aufeinander abgestimmten Elementen zu bestehen. Ansätze für Kosten und Leistungen sind aus unterschiedlichen Perspektiven möglich bzw. erforderlich, wobei alle Systeme der Kosten- und Leistungsrechnung auf bewertete sachzielbezogenen Größen basieren.

Im Kontext gängiger Kombinationen ergibt sich anhand zugrunde liegender Ist- oder Plangrößen, sowie zugerechneter Kosten (Teilkosten- oder Vollkostenrechnungen), eine Gliederung von Erfolgsrechnungen. Im Gegensatz zu einer Isterfolgsrechnung auf Basis von Vollkostenrechnungen zur vielfachen Lösung von Erfolgskontrollaufgaben oder zur Bereitstellung von Isterfolgen für Vergleiche mit Sollwerten, wird eine (Plan-)Erfolgsrechnung auf Basis von Teilkostenrechnungen (i.d.R. (Plan-)Deckungsbeitragsrechnungen) zur Lösung von Planungsaufgaben herangezogen.

Die Ergänzung bzw. Überarbeitung der vorliegenden Istleistungsrechnung um ein entsprechen des Kostenrechnungssystem auf Vollkostenbasis führt zu einer Isterfolgsrechnung. Die Kostenrechnung der Betriebsbuchhaltung kann in die Teilbereiche der Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung gegliedert werden. Ausgehend von der Kostenartenrechung, in welcher aller im Laufe der jeweiligen Abrechungsperiode angefallenen Kostenarten erfasst und gegliedert werden, findet die anschließende Kostenstellenrechung tabellarisch mit Hilfe des Betriebsabrechungsbogen (BAB) statt.

Die Kostenstellenrechnung

Die Kostenstellenrechnung erfaßt jene Kosten, die den Kostenträger (bei der Profitcenter-Konzeptionierung Produktgruppen) nicht direkt als Kostenträgereinzelkosten zugerechnet werden können. Diese Gemeinkosten (i.S.v. Kostenträgergemeinkosten) werden in der Primärkostenrechnung, als erste Stufe des Betriebsabrechungsbogen, den Kostenstellen direkt (Kostenstelleneinzelkosten) oder indirekt (Kostenstellengemeinkosten) zugeteilt. An der Erfassung sämtlicher Gemeinkosten (Primärkosten) für die einzelnen Betriebsbereiche/Abteilungen schließt sich die Verrechnung innerbetrieblicher Leistungen
in der Sekundärkostenrechnung an. Dabei werden die Kosten aller Stellen, die als Vorkostenstellen keinen direkten Bezug zu Kostenträgern haben, mittels ihrer innerbetrieblichen Leistungserstellung auf die Endkostenstellen (Profitcenter) umgelegt. Den unter dem Gesichtspunkt der Vollkostenrechnung ermittelten Sekundärkosten der Produktabteilungen werden in der abschließenden Kostenträgerrechnung entsprechende Erlöse der Center gegenübergestellt.

Im Zusammenhang mit der Betriebsergebnisrechnung ergibt sich eine nach Produktgruppen differenzierte Erfolgsrechnung des im Gesamtergebnis enthaltenen Betriebsergebnisses.

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Betriebsergebnisrechnung

Freitag, 25.06.10 08:55
Serienteil 11 von 15 in der Serie Profitcenter - Von der Theorie in die Praxis

Die vollständige Angleichung wertmäßiger an pagatorische Größen erfordert entsprechend des präzisierten Zusammenhanges zusätzlich eine Trennung des neutralen vom handelsrechtlichen Aufwand.

Um der Harmonisierung des betrieblichen Rechnungswesens nicht nur auf Ebene der Rechengrößen, sondern auch auf Ebene der Ergebnisrechnung zu entsprechen, empfiehlt sich der Aufbau einer sog. Betriebsergebnisrechnung in die Struktur des externen Rechnungswesens. Unter Angleichung kalkulatorischer an pagatorische Rechengrößen ist grundsätzlich eine einheitliche Ergebnisrechnung in der Praxis möglich. Das Gesamtergebnis der Finanzbuchhaltung im Rechnungskreis 1 (RK 1), welches deckungsgleich mit dem der Gewinn- und Verlustrechnung ist, kann in ein neutrales Ergebnis und in ein Betriebsergebnis aufgeteilt werden.

Gerechtfertigt ist diese Aufteilung durch die Gleichheit von Grundkosten (-leistungen) und betrieblichen Zweckaufwand (-leistungen) im Rahmen eines harmonisierten Rechnungswesens. Abgegrenzt vom neutralen Ergebnis zeigt das Betriebsergebnis den ”tatsächlichen” Periodenerfolg im Kerngeschäft (sog. operatives Ergebnis) auf. Im Verlauf einer Erfolgsquellenanalyse erfolgt eine weitergehende Aufspaltung dieses Ergebnisses auf die bei der Profitcenter-Konzeptionierung  vorzufindenen Produktabteilungen durch eine Profitcentererfolgsrechnung.

Bewertung des Datenmaterials

Ob die Anforderungen an eine Profitcentererfolgsrechnung erfüllt werden können, hängt im starkem Maße von den datenverarbeitenden technischen Realisierungsmöglichkeiten in den Unternehmen ab. In diesem Zusammenhang geht es insbesondere darum, ein integriertes Gesamtsystem des Rechnungswesens in der vorhandenen Struktur des ERP-Systems festzuhalten. Inwieweit eine mittelfristige Erweiterung des Standardsoftwaresystems durch controllingspezifische Programmsysteme die Informationsgenauigkeit erhöhen kann, bleibt an dieser Stelle offen. Nach einer anfänglichen Systemanalyse kann jedoch festgehalten werden, dass die vorhandene Softwarestrukturen oftmals die Aufgaben des internen Rechnungswesens als integrierte Gesamtlösung abdecken kann.

Um auf relevante Informationen zurückzugreifen, welche bisher im System ungenutzt vorhanden sind kann auf vorhandene Ressourcen zurückgegriffen werden, um mit geringem programmtechnischem Aufwand diese Lücke zu schließen. In Zusammenarbeit mit der unternehmenseigenen EDV-Abteilung können notwendige Informationssysteme auf Basis herkömmlicher Programmiersprachen erstellt oder durch die Spezifikation individueller Abfrageberichte ermöglicht werden. Endbenutzerorientierte Softwaretools, wie z.B. Tabellenkalkulationssysteme bieten eine ausreichende Ergänzung als Auswertungsbasis unter Zugriff auf das Datenbanksystem des ERP-Systems. Die sog. Betriebsergebnisrechnung stellt einen solchen Anwendungsbereich zur Lösung von Teilgebieten des internen Rechnungswesens dar.

Die Qualität des Datenmaterials und die damit verbundene Aussagefähigkeit der Informationen aus der Kosten- und Leistungsrechnung ist abhängig vom notwendigen Differenzierungsgrad und der Aktualität der Datenerfassung im ERP-System. Da die für die Profitcenterfolgsrechnungen erforderlichen Daten nicht primär erfasst, sondern aus vorgelagerten Abrechnungsgebieten übernommen werden, ist diese integrierte Datenverarbeitung vorab auf formelle und inhaltliche Richtigkeit zu prüfen.

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Harmonisierung der Rechengrößen

Freitag, 18.06.10 09:36
Serienteil 10 von 15 in der Serie Profitcenter - Von der Theorie in die Praxis

Der Vergleich einer handelsrechtlich ausgerichteten Erfolgsrechnung mit den Ansprüchen an interne Entscheidungsrechnungen hat die Notwendigkeit einer Betriebsbuchhaltung für eine Profitcentererfolgsrechnung erkennen lassen. Mit dieser Aussage ist nicht festgelegt, dass die beiden Rechnungszweige vollständig voneinander getrennt sein müssen, so dass die zwingende Notwendigkeit zur Implementierung eines weitgehend separaten, zweiten internen Rechenkreises nicht für alle Unternehmen besteht. Durch den Aufbau eines internen Rechungswesens können die bereits erläuterten Divergenzen zwischen den Elementen des Rechnungswesens durch geeignete Maßnahmen auf ein Mindestmaß begrenzt werden.

Integration des internen Rechnungswesens

Die angestrebte Integration eines internen Rechnungswesens in gegenwärtig bestehende Strukturen der Finanzbuchhaltung kann prinzipiell unterschiedlich realisiert werden. Ausgehend von einer als gegeben betrachteten externen Rechnungslegung kann die intern orientierte Rechnungslegung an dieser ausgerichtet werden. Umgekehrt kann durch eine Distanzierung der Prämisse einer fixierten externen Unternehmensrechnung das betriebliche Rechnungswesen an die Anforderungen der internen Rechnungslegung angepasst werden.

Als wesentliches Unterscheidungsmerkmal und wesentlicher Grund für die konzeptionelle Loslösung der Kosten- von der Aufwandsrechnung sind die sogenannten kalkulatorischen Kosten. Unter ihnen versteht man Kosten, denen entweder überhaupt kein Aufwand (Zusatzkosten, Beispiel: kalk. Miete für betrieblich genutzte private Räume) oder Aufwand in einer anderen Höhe (Anderskosten, Beispiel: kalk. Abschreibung) in der Finanzbuchhaltung gegenübersteht. Ohne reelen Zahlungsstrom erfolgt eine Verrechnung in der Kostenrechnung, um den Zweck einer angemessenen Erfassung des Werteverzehrs gemäß der Begriffsdefinition und im Sinne der Substanzerhaltung sicherzustellen.

Demgegenüber steht der neutrale Aufwand, welcher zwar in die Finanzbuchhaltung eingeht, jedoch in die Kostenrechnung nicht einfließt. Unterschieden werden können die Unterarten betriebsfremder und periodenfremder Aufwand. Während betriebs- bzw. sachzielfremder Aufwand in keinerlei Beziehung zur betrieblichen Leistungserstellung steht und nicht durch Absatztätigkeiten verursacht wird ist der periodenfremde, betriebsbezogene Aufwand durch unterschiedliche Perioden von Zahlungen und Verbrauch gekennzeichnet.

Eine Angleichung der kalkulatorischen (wertmäßigen) an die pagatorischen Rechengrößen kann unter der Prämisse gewählt werden, da eine Profitcentererfolgsrechnung in vorhandene Strukturen der Finanzbuchhaltung integriert werden soll, die als externe Rechnungslegung unveränderbaren gesetzlichen Normen zu entsprechen hat. Eine Konvergenz des Rechnungswesens verlangt daher vor allem, Abweichungen der Kosten vom handelsrechtlichen Aufwand, so weit wie möglich zu vermeiden, was einen konsequenten Verzicht auf das Rechnen mit kalkulatorischen Zusatzkosten erfordert.

Durch den Verzicht von Anderskosten wird eine vollständige Harmonisierung angestrebt, obwohl dies ein Verlust von steuerungsrelevanten Informationen in der Kostenrechnung bedeutet. Beim Untersuchungsobjekt überwiegt die Effizienz, welche daran beurteilt werden kann, ob die Ziele der Informationsversorgung des internen Rechnungswesens durch die Profitcentererfolgsrechnung mit möglichst geringem personellem Aufwand erreicht werden kann.

Vorteile des gewählten Integrationsansatzes

Als Vorteil des gewählten Integrationsansatzes kann die Verwendung identischer Rechengrößen im externen, wie im internen Rechnungswesen angeführt werden. Das Resultat der Vereinheitlichung besteht in der Ausrichtung einer Profitcentererfolgsrechnung an Erfolgsgrößen, welche extern kommuniziert werden. Missverständnisse aufgrund unterschiedlicher Ergebnisermittlungen für verschiedene Informationsadressaten werden dadurch vermieden.

Ein weiterer Vorteil dieses Ansatzes besteht in der Einschränkung einer Manipulierbarkeit des internen Rechnungswesens. Aufgrund der Normierung durch Rechtsnormen des externen Rechnungswesens weisen pagatorische Rechengröße im Vergleich zu Anders- und Zusatzkosten geringere Manipulationsanfälligkeiten auf. Im Hinblick auf die zahlreichen Wahlrechte im HGB ist diese Tatsache jedoch zu relativieren.

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