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Archiv für die Kategorie ‘Praktikum’

Online Praktikumsbörse praktikum.info wird das Social Network für Praktikanten

Dienstag, 01.06.10 13:40

Über 11.000 registrierteMitglieder seit dem Relaunch

Mainz, 01.06.2010

Die rasante Entwicklung von praktikum.info seit dem Relaunch Ende 2009 gibt den beiden jungen Unternehmern Stefan Gröninger und Mathias Schäffner recht: Eine Mischung aus einem Social Network und einer Praktikumsbörse kommt bei der Zielgruppe – Schüler, Studenten und junge Berufstätige – super an. Doch nicht nur seitens der Bewerber ist die Resonanz ermutigend. Unternehmen aller Größenordnungen, vom inhabergeführten Landgasthof bis zum internationalen Großkonzern, nutzen das Portal rege zur Veröffentlichung Ihrer Angebote. Neben Praktika werden auch zahlreiche Traineestellen, Volontariate, Azubistellen oder Praxissemesterplätze angeboten.

Jeden Tag werden auf praktikum.info bis zu 100 neue Angebote aller Fachrichtungen im In- undAusland veröffentlicht. Über 10.000 Unternehmen haben praktikum.info schon genutzt. Auch das Thema „Ausnutzung von Praktikanten“ geht praktikum.info aktiv an. Jedes registrierte Unternehmen ist bewertbar. Jede Bewertung schließt mit der Frage ab: „Kannst du dieses Unternehmen als guten Arbeitgeber weiter empfehlen?“. Hier - so planen es die Betreiber - wird die Community Ihre Erfahrung weitergeben und andere User warnen, falls bei einer Firma Ausbeutung betrieben werden sollte. Für Bewerber bietet praktikum.info die Möglichkeit, ein umfangreiches Profil zu pflegen, welches von den Arbeitgebern eingesehen werden kann. Zudem können Bewerber auf Knopfdruck einen sauber formatierten Lebenslauf als pdf-Datei erzeugen - eine ideale Bewerbungshilfe!

Unternehmen können sich auf praktikum.info grundsätzlich kostenfrei registrieren und beliebig viele Angebote veröffentlichen. Weiterhin kann jedes Unternehmen auf Wunsch einen kostenpflichtigen Premium-Account buchen, welcher nützliche Features – vor allem im Bereich Employer-Branding und Social-Media-Integration – bietet.

Über praktikum.info

praktikum.info GmbH
Schießgartenstraße 7
55116 Mainz
Stefan Gröninger
06131 / 482 1950
http://www.praktikum.info/


presse@praktikum.info

Praktikum.info wurde bereits in 2002 als studentisches Projekt gegründet und hat sich mit der Zeit immer mehr zu einer der wichtigsten Anlaufstellen im deutschsprachigen Web rund um das Thema „Praktikum“ entwickelt. Ende 2009 haben die beiden jungen Unternehmer – der Wirtschaftsinformatiker Stefan Gröninger und der Software-Architekt Mathias Schäffner – ihre Plattform einem umfangreichen Relaunch unterzogen.


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Praktikum – warum?

Dienstag, 02.02.10 12:58

Generation Praktikum ist in aller Munde: Praktikanten werden ausgebeutet, müssen Aufgaben eines Festangestellten ausfüllen, Überstunden leisten und werden nicht oder nur sehr gering bezahlt. Es gibt leider einige schwarze Schafe in der Unternehmenslandschaft, bei denen diese Praktiken der Realität angehören. Es gibt allerdings auch viele gute und faire Unternehmen, bei denen ein Praktikum für die Bewerber einen großen Mehrwert bietet und dem eigentlichen Sinne eines Praktikums gerecht werden:

Berufsorientierung

Praktika bieten, wie nur wenige andere Einstiegsarten, die Möglichkeit in ein bestimmtes Berufsfeld „reinzuschnuppern“. Sie lernen die typischen Aufgaben und den Arbeitsalltag kennen und können sich ein Bild verschaffen, ob die Thematik reizvoll ist oder doch besser andere Berufsschwerpunkte gewählt werden sollten.

Berufserfahrung

Praktika dauern in aller Regel zwischen drei und sechs Monaten. Da Sie im Unternehmen vollen Einsatz bringen und in die meisten Aufgaben eingebunden sind, lernen Sie eine Menge.

Unternehmensstrukturen

Berufseinsteiger haben es zunächst nicht gerade leicht, Anschluss im Unternehmen zu finden. Interne Strukturen und Prozesse sind besonders in Großunternehmen komplex. In Praktika können Sie zum einen die Strukturen kennen und verstehen lernen, zum Anderen aber auch diese mit anderen Unternehmen vergleichen und als Anregung in späteren Arbeitseinsätzen nutzen.

Kontakte knüpfen

In einem Praktikum sollten Sie versuchen interessante Kontakte zu knüpfen. Suchen Sie den Kontakt zu Ihrem Vorgesetzten und informieren Sie sich über die Karrieremöglichkeiten, weiterhin können Sie manche Kontakte auch für private Projekte nutzen.

Weiterbeschäftigung

Es hängt natürlich davon ab, welche Ziele Sie mit Ihrem Praktikum verfolgen. Auslandserfahrung, Berufsorientierung oder möchten Sie den Berufseinstieg schaffen?  Wenn Sie bereits vor dem Praktikumsbeginn klar machen, dass Sie eine Weiterbeschäftigung verfolgen, sich in Ihrem Praktikum geschickt anstellen und keine größeren Schnitzer erlauben, dann stehen die Chancen nicht gerade schlecht, was eine Weiterbeschäftigung angeht. Praktikumsanzeigen.info bietet eine Datenbank mit interessanten Praktika, hier können Sie nach einem Praktikumsplatz suchen.


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Mit World of Xchange ein Praktikum im Ausland

Donnerstag, 05.11.09 09:51

World of XChange vermittelt Praktika für alle Fachbereiche, unter Anderem in Südafrika (Kapstadt), Australien (Sydney, Melbourne, Brisbane, Perth), Neuseeland (Auckland), Kanada (Vancouver), USA (New York), Barbados, Ecuador (Quito, Galapagos Inseln und Amazonas), Argentinien (Buenos Aires, Cordoba), Spanien (Barcelona, Mallorca), Guatemala, Mexiko, Costa Rica, Chile und viele mehr die unter www.world-of-xchange.com eingesehen werden können.

Besonders für BWL-Studenten bieten sich zahlreiche spannende Möglichkeiten ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Die Bereiche und Tätigkeiten reichen hierbei von Unternehmensberatungen und Consulting, über Banken, Versicherungen, Controlling, Finanzen, Steuern, Event-, Sport- und Conference- Management, als auch über Logistik, Handel, Vertrieb, Produktion, Marketing und PR, Werbeagenturen, Personalwesen, sowie im Tourismusbereich bei Hotels, Reiseveranstaltern und Reiseagenturen, nur um ein paar zu nennen.

Renommierte und weltweit tätige Unternehmen wie Siemens, DHL, Porsche, Ernst & Young, Shell, Fedex, Beck’s Beer, Pepsi Cola, Hamburg Süd, Toyota, Schenker, 7-Eleven, KPMG, Kuehne & Nagel, Daewoo und Kmart sind nur einige unserer sehr interessanten und karrierefördernden Praktika, die World of XChange Ihnen gerne vermittelt.

Der Ablauf ist unbürokratisch und schnell: Interessenten können sich die Praktikumsangebote im Internet anschauen und bei Interesse entweder für bestimmte Praktika oder aber auch ganze Fachbereiche bewerben. Die Bewerbungsunterlagen werden in das Hamburger Büro geschickt, wo das XChange Team wochentags von 9 bis 17 Uhr telefonisch unter 040 / 27 88 08 31 oder unter info@world-of-xchange.com für Sie da ist. Alle Fragen rund um das Praktikum zum Beispiel zur richtigen Bewerbung, Unterkünften, Anreise, Visa-Bestimmungen, Versicherungen oder dem Leben vor Ort werden von den sachkundigen Mitarbeitern gerne beantwortet.

Im Durchschnitt erhalten Bewerber nur 4 Wochen später ihre Praktikumsbestätigung. Zusammen mit ihrem XChange Berater werden dann alle weiteren Reisvorbereitungen, wie der Antrag auf ein Visum, das Buchen von Flug und Unterkunft, getroffen. Vor Ort werden die Praktikanten bei dem neuen Arbeitgeber vorgestellt. Wer möchte, kann bei den angebotenen Aktivitäten (z.B. Clubbing, Fallschirmspringen, Tauchen, Ausflüge in die Umgebung etc.) andere Praktikanten treffen. Auf jeden Fall steht ihnen in jeder Lebenslage ein kompetenter Mitarbeiter vor Ort zur Seite.

Jeder Praktikumsplatz ist von den XChange-Partnerbüros vor Ort sorgfältig ausgewählt und überprüft worden, um interessante Arbeitseinsätze zu gewährleisten. Die detaillierten Stellenbeschreibungen geben den Interessenten einen genauen Einblick in die sie erwartende Arbeitsumgebung. Die Praktika und ausführliche Reiseinformationen (Visa-Bestimmungen, Unterkünfte, etc.) finden sich im Web unter www.world-of-xchange.com.

Nur bei erfolgreicher Vermittlung wird je nach Fachbereich, Dauer und Programm eine Vermittlungsgebühr ab 290,- Euro erhoben. Im Preis inbegriffen ist die Vermittlung des gewünschten Praktikumplatzes, und natürlich die Betreuung vor Ort.

Karl, der mit World of XChange nach Australien gegangen ist, schildert seine Praktikumserfahrungen folgendermaßen:

Nach dem Abschluss meines Studiums hatte ich sowohl das Bedürfnis meine Englischkenntnisse verbessern als auch praktische Erfahrungen in einem internationalen Unternehmen sammeln zu wollen. Aus diesem Grund habe ich mich für eine Praktikumstelle in Australien im Human Resource Management über World of XChange beworben. Vermittelt wurde ich schließlich an eine australisch-japanische Personalagentur im Zentrum Sydneys. Nach drei Monaten Praktikum bei Advantage Partnership kann ich mit Überzeugung behaupten, nicht nur die australische, sondern auch die japanische Arbeitskultur mit all ihren Eigenheiten intensiv kennen gelernt zu haben.

Für mich, der ich Internationales Management und Personalmanagement als Hauptfächer an der Uni studiert habe, war das Praktikum eine gute Möglichkeit, Arbeitsabläufe nicht nur zu beobachten, sondern auch aktiv mitzugestalten. Neben allgemeinen Aufgaben, wie Dateneingabe, Pflege und Aktualisierung des Kundenstammes, Telefondienst, Korrespondenz mit Kunden und Klienten, bekam ich auch Einblicke in die Personalbeschaffung und -auswahl. Besonders interessiert war ich an den Bewerbungsgesprächen der zumeist japanischen Kandidaten. Nach anfänglicher Beobachtungsphase bekam ich im Laufe der Zeit auch die Möglichkeit, aktiv in die Gespräche miteinzugreifen und gegen Ende selbst durchzuführen.

Insgesamt kann ich sagen, habe ich innerhalb der drei Monate wichtige Erfahrungen nicht nur für mein berufliches Leben gemacht und nicht einfach nur Zeit abgesessen habe. Das Akzeptieren von für mich manchmal unverständlichen Arbeitsabläufe gehört dabei sicherlich genauso dazu wie das des unterschiedlichsten Verhaltens meiner australischen und japanischen Arbeitskollegen.


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Einfache Jobsuche für Studenten, Absolventen und Young Professionals

Donnerstag, 25.06.09 17:53

Die aktuelle Arbeitsmarktlage für Studenten, Absolventen und Young Professionals ist mit Sicherheit keine einfache, wie wir alle aus den Zeitungen erfahren! Ein dickes Minus auf und ab. Grösster Einbruch seit 20 Jahren etc..

  • Stellenabbau, Kurzarbeit und Stellenstreichungen sind an der Tagesordnung in den Deutschen Konzernen und auch im Mittelstand

Die Gründe sind vielschichtig: Den Anstoss gab die Finanz und Bankenkrise, die schlechte Kapitalausstatung der Unternehmen, signifikante Einbrüche im Export usw.. Und vieles mehr!  Aber es nützt Euch auch nichts, den Kopf in den Sand zu stecken, es wird auch nach der K.... weiter gehen! Auf geht´s !

  • Wie komme ich trotzdem an den Job der mir Spass macht bzw. was ist der Weg dahin.
  • Soll ich nach dem Abschluss  des Studiums mich selbständig machen, oder doch noch für einen Sprachurlaub ins Ausland gehen. Oder wie finde ich den Richtigen Job!  Evtl. ja auch der Quereinstieg über ein Praktikum?! 

Wir möchten Euch mal ein ganz spezielles Karriere Portal vorstellen, dass mit dem Claim Jobs und Stellenangebote für die junge Karriere wirbt! Spirofrog.de - jobs für die junge Karriere !

Über 80 % der Deutschen Unternehmen schalten schon Online Stellenanzeigen ob nun aus dem Bereich der  Umwelttechnologie, der Energie, Pharma, den Medien, Handel etc.

So langsam ist ein Wandel bzw. mindestens der Schritt von der Offline ( Print ) Welt zu Online Jobbörsen erkennbar, und das ist auch gut so!   Online Jobbörsen, wie Spirofrog sind absolut spezialisiert auf das Thema Junge Karriere, bieten also alles zum Thema Ausbildung, Duales System sowie Praktikantenstellen und Absolventenstellen bis hin zum Trainee Programm für Young Profesionals.

Durch diese Spezialisierung findet der akademische Nachwuchs zielgerichtet für Sie passende Angebote, und geht nicht im Dschungel der Zeitarbeits- , Headhunterangebote unter, welche so oder so meist mindestens 5-10 Jahre Berufserfahrung voraussetzen.

Für Unternehmen bietet das Portal eine hervorragende Möglichkeit sich der jungen Zielgruppe zu präsentieren, sich als Unternehmen vorzustellen und "unlimitiert" Stellenanzeigen zu schalten, im Rahmen seiner Employer Branding Strategie, wie das auf Neu -Deutsch so schön heisst.

Also einfach testen, denn das Ganze ist komplett kostenlos, und das ist gerade in diesen schwierigen Zeiten von großem Interesse!

Vor allem da aktuell dort 800 Praktika & Jobs zu finden sind :-)


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Interview mit dem Jobexperten Marcus Tandler vom Joblog

Samstag, 24.01.09 15:25

joblog

Wir konnten Marcus Tandler als Experten für Karriere, Jobs und Praktikum gewinnen, uns einige Fragen zu beantworten. Dabei ging es speziell um das Thema Praktikum und was es wirklich bringt ein Praktikum als Student zu absolvieren. Aber auch einige Tipps zum Thema Wie finde ich den Traumjob? waren dabei. Marcus betreibt den Joblog, der rund um das Thema Jobs, Karriere und Arbeit regelmäßig aktuelle Artikel veröffentlicht.

Torsten:
Du weißt, das ich diese BWL Seite betreibe, selbst Betriebswirt bin und mit meinem jetzigen Job eigentlich Glück gehabt habe, denn nur das Studium der Betriebswirtschaft allein verhalf mir nicht zu meinem jetzigen Traumjob, der Spaß macht, Geld bringt und weitestgehend krisensicher ist. Daher meine Fragen an dich als Experte im Bereich Job und Karriere:

Welche Tipps kannst du den Studenten geben, um sich selbst zu finden und um später nicht einem falschen Ideal nach zurennen. Oder anders: Wie findet man den Traumjob?


Marcus:
Die Antwort ist relativ leicht und schnell gegeben. Studenten sollten auf jeden Fall Praktika während des Studiums machen. Mit diesen kleinen Jobs können sie heraus finden, was ihnen Spaß macht oder wo ihre Interessen liegen. Beispielsweise könnte man in einer Werbeagentur arbeiten und dort herausfinden, ob man eher ein Texter, Projektmanager oder doch ein Mann des Vertriebs ist. Wer es einrichten kann, sollte auf jeden Fall mehrere Praktika während des Studiums planen und durchführen. So steigt die Chance, den richtigen Job zu finden.

Torsten:
Ich bin durch Zufall auf meinen heutigen Job gekommen, da ich früher Steuerberater werden wollte und nur durch Zufall zu dem kam, was ich heute mache. Es war eigentlich mehr Glück, wie war es bei dir?

Marcus:
Bei mir verlief es analog. Ich habe mein erstes Praktikum begleitend zu meinem Studium der Kommunikationswissenschaften, Psychologie und Mediendidaktik absolviert. Das erste Praktikum beim Radio hat daher sehr gut zum Schwerpunkt meines Studiums gepasst. Im 2. Semester fand ich dann allerdings kein passendes Praktikum, welches ich in meinen Semesterferien antreten könnte. Da bot sich der Anruf eines Freundes gerade zu an, denn der konnte sein Praktikum nicht antreten. Dieses Praktikum wollte er ursprünglich in einem Direktmarketingcenter der Deutschen Post AG in Augsburg beginnen. Das klang für mich zunächst total langweilig. Den Namen „Deutsche Post“ suggerierte ich eher mit einem Amt und schlussfolgerte voreilig, das es nur langweilig werden könnte. Da ich jedoch bis dahin noch keine Praktikumsstelle hatte, dachte ich mir, dass man wenigsten das Vorstellungsgespräch führen und somit den Kontakt knüpfen könnte. Der erste Eindruck im Unternehmen wich allerdings von meinem Vorurteil der Deutschen Post AG sehr ab, denn es war sehr modern. Und so entwickelte ich mich von meinem Kommunikationsstudium hin zum Marketing. Durch meine Arbeit im Direktmarketing Center kam ich letztendlich auch zur BAW, der Bayrischen Akademie für Marketing. So hab ich erkannt, das ich mich eher mit Marketing beschäftigen will und habe anschließend auch das entsprechende Fachstudium begonnen. Wie sich später heraus stellte, war das mein Sprungbrett in meine heutige Karriere, denn zu dieser Zeit entwickelte sich das gerade das Online-Marketing, als neue spannende Form des Direktmarketings. Und genau damit beschäftige ich mich ja auch heute noch.

Torsten:

Ich höre immer wieder, dass Praktikanten bei den Firmen ausgenommen und verheizt werden, kannst du das bestätigen?

Marcus:
Nein, nicht direkt. Praktika werden in der Tat meist nicht oder schlecht bezahlt. Mein erstes Praktikum beim Radio war auch ohne Bezahlung. Andererseits habe aber 2 Monate Erfahrung  gesammelt, was ja auch einen unglaublichen geldwerten Vorteil darstellt. Und gerade das muss man als Student und Praktikant mit in die Kalkulation um das Praktikum einbeziehen.

Unglücklicherweise haben nicht alle Studenten die Zeit und ein finanzielles Polster, um auf bezahlte Arbeit während des Studiums oder in den Semesterferien zu verzichten. Daher müssen eben auch viele Studenten Aushilfstätigkeiten wie Möbel schleppen oder ähnliches annehmen, um das Studium zu finanzieren. Diese Tätigkeiten können natürlich nicht als Praktikum bezeichnet werden und bringen im punkto Erfahrungen auf dem weiteren Lebensweg keine zusätzlichen Erkenntnisse. Es geht dort eben ausschließlich ums Geld. Man muss also den Mittelweg zwischen Geld verdienen und Erfahrungen mit dem Praktikum sammeln finden. Und wenn das Ergebnis des Praktikums die Erkenntnis ist, das genau diese Tätigkeit der Student später einmal nicht machen möchte, dann wurde das Ziel des Praktikums erreicht und wenn er dafür auch noch 300 EUR im Monat bekommen hat, dann hat er zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Torsten:
Es geht nicht immer nur um´s Geld. Wenn ich da mal reinschnuppern und ausprobieren kann, und wenn es das Ergebnis ist, das macht mir keinen Spaß, dann habe ich was gekonnt, oder?

Marcus:
Definitiv, das ist es. Man bekommt hier nur eine Sache und das ist Erfahrung. Und genau das ist es ja, du bekommst die Erfahrung. Beispielsweise wollen manche Studenten in die Werbung und merken dann, dass sie nicht in einer Werbeagentur arbeiten wollen. Ich hab ja auch 2 Jahre in einer Medienagentur gearbeitet und dort bemerkt, das ich das nie wieder machen möchte. Lieber auf der anderen Seite vom Tisch sitzen. Weil für mich die Agenturseite das allerschlimmste ist, was ich mir vorstellen kann. Und genau das ist die Erfahrung die ich in meinem Job gemacht habe.
Es gibt ja auch Werbung innerhalb eines Unternehmens und wenn ich auf der andere Seite des Tisches sitze und der Auftraggeber der Werbung bin, arbeite ich immer noch im selben Fach und das ist eben eine Differenzierung, die ich innerhalb eines Praktikums lernen kann.

Torsten:

Würdest du folgender Aussage zustimmen: 'Der Praktikant muss alles mitmachen.' oder gibt’s da auch Grenzen, wo man als Praktikant sagten kann: 'Mensch das würd´ ich jetzt nicht machen, macht euren Mist alleine?'

Marcus:
Ich kann keinem Praktikanten oder Studenten empfehlen, so zu reagieren und seine Meinung so auszudrücken. Diese Trotzhaltung bringt dem Studenten überhaupt nichts. Ich kann den Rat und die Faustformel geben: Was der Student mit sich machen lässt, wird mit ihm auch passieren. Wenn er also Interesse für die themenorientierten Aufgaben des Jobs zeigt, sich hinter seine Arbeit klemmt, dann wird das vom Chef oder dem Zuständigen im Unternehmen auch entsprechend honoriert. Wenn sich der Praktikant jedoch nur auf Kaffee kochen einstellt, dann wird mit ihm auch nicht mehr passieren. Er wird in seinem Praktikum Kaffee kochen und diesen dann eventuell servieren.

Torsten:

Verrate uns deine Tricks, um bei der Bewerbung und dem Vorstellungsgespräch frei nach dem Motto „Wer frech ist gewinnt.“ vorn zu liegen? Worauf fahren die Personaler heute ab?

Marcus:
Ich erinnere mich da an eine bestimmte Szene in einem Vorstellungsgespräch. Mir wurde die berühmte Frage gestellt, wo ich mich denn in 5 Jahren sehen würde?

Ich antwortete, das ich 5 Jahre nicht überblicken könne, jedoch glaube ich heute schon zu wissen, dass ich in 2 Jahren zunächst auf ihrem Stuhl sein möchte und anschließend in dem anderen.’

Das brachte zunächst zwar ein wenig Verwunderung, danach aber ein Lächeln. Man fand es schließlich ok, was zeigt, das die Frechheit in gewisser Weise siegt. Natürlich darf man es nicht übertreiben, wobei die meisten Managersprüche bekannt sind. Auch die Standartantworten sind bekannt, so dass es hier eher auf eine sprachliche Innovation ankommt, als auf das Nachplappern derartiger Personalfloskeln.

Torsten:
Es ist also nötig einen Mittelweg zwischen Frechheit, Erfahrungen sammeln und Geld verdienen zu finden?

Marcus:
Definitiv. Der Student macht das Praktikum, um Erfahrungen zu sammeln und weniger um Geld zu verdienen. Daher sollte er auch Erfahrungen sammeln und sich nicht zum Kaffeekocher degradieren lassen.

Torsten:
Danke für das Interview. Das war noch mal eine schöne Zusammenfassung in Form eines Schlusssatzes.

Marcus:
Bitte, kein Problem, gern wieder.

Torsten:
Gern komme ich auf das Angebot zurück und stelle im Namen der Studenten weitere interessante Fragen zum Thema Job, Karriere und Traumberuf.


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