Nachdem die Europäische Union letzte Woche angekündigt hat, ab 2009 traditionelle Glühbirnen „vom Markt“ nehmen zu wollen, überholt das Europäische Öko-Narrenhaus auch die gröbste Satire. Doch die grüne Posse der ungewählten Kommissare läßt tiefer blicken als nur bis auf die möglicherweise überzeugenden Argumente der Hersteller von „Energiesparlampen“, die Kunden endlich zum Kauf ihrer teuren Produkten zu bewegen, und wenn nicht freiwillig, dann eben mit der Gewalt des Diktats aus Brüssel.
Dabei geht es nicht mal um den offenbar absurden Klimaschutz-Vorwand, denn die Wissenschaft weiß längst, daß die Temperaturen weltweit zurückgehen anstatt zu steigen. Die Polkappen wachsen, von globaler Erwärmung keine Spur – außer in Medien und Politik, wo der vorgebliche Klimawandel aber nur dem Erhalt von Dummheit, Angst und Armut dient, und also der Aufrechterhaltung einer undemokratischen Macht. Dafür hat die Klimaschwindel-Konferenz in Posen diese Woche ein gewaltiges Problem: 650 Wissenschaftler kritisieren in einer Presseerklärung und im jüngsten Minderheiten-Bericht des US-Senats vom 10. Dezember die Klimabehauptungen des Weltklimarates IPPC, zwölf mal (!) so viele wie an der Abfassung der „Zusammenfassung für Policymakers“ beteiligt waren. So viel zum angeblichen weltweiten Klimakonsens.
Nein, die Sache reicht tiefer. Daß Europa 2005 in Frankreich und den Niederlanden und 2008 in Irland durchgefallen ist, also überall, wo man die Menschen ausnahmsweise gefragt hat ein schallendes „NEIN“ zu hören war, hat seinen Grund, denn man kann nicht alle Menschen alle Zeit belügen. Und sogar der Vizepräsident der EU-Kommission Günter Verheugen hat im Mai 2008 schon davor gewarnt, daß die Europäische Union zu einer Öko-Diktatur werden könnte. Das vollkommen sinnlose Glühbirnen-Verbot ist nur ein neuer Schritt in diese Richtung.
Dabei geht es gar nicht primär um die Glühbirnen, denn der damit zu erzielende Energiespar-Effekt ist minimal. Die Verschwendung von Energie, die durch unstete Öko-Energie verursacht wird, und die Verschwendung von Geld durch planwirtschaftliche Subventionen „erneuerbarer“ Energien, ist um ein Vielfaches Größer. Viel tiefer läßt es blicken, daß mit dem warmen Licht der angeblich so altmodischen Leuchtmittel wieder ein Stück Lebensqualität verloren geht, und mit ihm ein Stück ökonomische Wahlhandlungsfreiheit. Denn wenn Glühbirnen wirklich solche Energieverschwender sind, dann ist es teurer, sie zu benutzen. Warum aber kann die Europäische Defacto-Regierung nicht den Menschen die Entscheidung überlassen, mehr Geld für schöneres Licht zu zahlen, oder höhere Anschaffungskosten für flimmernde und bläuliche, dafür aber im Betrieb günstigere „Sparlampen“ in Kauf zu nehmen? Woher nehmen Rat und Kommission das Recht, uns in dieser Weise zu bevormunden? Es geht am Ende eben nicht um „Umweltschutz“ oder „das Klima“, sondern um politische Herrschaft. Um eine Herrschaft, die von einem zutiefst negativen Menschenbild eines unmündigen Bürgers geleitet ist, der gegängelt und geleitet werden muß. Ein Bürger, dem vorzuschreiben ist, wie er zu leben hat. Der zu Gehorsam erzogen werden muß. Ein Untertan, und eben kein demokratischer Mitmensch: das ist das politische Leitbild unserer Zeit.
Kein Wunder, daß Europa in Frankreich, den Niederlanden und in Irland durchgefallen ist. Um so bedenklicher ist, daß man in Irland im kommenden Jahr das Wahlvieh erneut an die Urnen schicken will: kommt bei einer Volksabstimmung nicht heraus, was die Obrigkeit will, dann wird die scheindemokratische Aktion einfach wiederholt. So lange, bis das gewünschte Ergebnis zustande gekommen ist. Die geradezu surreale Glühbirnen-Posse könnte da ein weiterer Entscheidungsgrund für den irischen Volkssouverän werden: selbst Leute, die aus Bequemlichkeit oder Denkfaulheit dem Klimaschwindel zustimmen, leiden unter Teuerung und Arbeitsplatzverlusten. Selbst Klimagläubige verlieren durch den Emissionshandel ihre Jobs. Die Ablehnung des grünen Europas wächst, und nicht nur in Griechenland.
Die absurde Glühbirnen-Idee ist kein Zufall, sondern ein Symptom: ein Symptom des politischen Rinderwahns. Da wäre wohl die Zeit für eine politische Notschlachtung gekommen. Und die hat möglicherweise schon längst begonnen: in Griechenland, auf den Straßen.
Quelle: Dieser Beitrag wurde freundlicherweise vom Dozenten und Unternehmensberater Harry Zingel zur Verfügung gestellt.
Weiterführende Links und Internetseiten zum Thema
650 Wissenschaftler kritisieren IPCC (by Marc Morano)
Unbequeme Wahrheiten: die entschwundene globale Erwärmung (by Harry Zingel)
Wie die Windenergie Arbeitsplätze und Rohstoffe vernichtet (by Harry Zingel)
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