Duales Studium – Vorteile und Nachteile

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Duales Studium – Welche Vorteile bietet es und was spricht dagegen?

Duale Studiengänge zeichnen sich durch eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis aus. Etwa die Hälfte ihrer Studienzeit verbringen die Studierenden in einem Unternehmen, wo sie die Gelegenheit haben, die Praxisabläufe kennenzulernen, nützliche Geschäftskontakte zu knüpfen und nach dem Studium direkt im Beruf durchzustarten. Neben zahlreichen Vorteilen haben duale Studiengänge aber auch ein paar Nachteile und sollten daher nicht leichtfertig in Angriff genommen werden.

 

Allgemeine Vorzüge dualer Studiengänge

Der größte Vorteil des dualen Studiums ist die bereits genannte Praxisnähe. Berufliche Erfahrung ist ein sehr wichtiger Aspekt bei Bewerbungen, sodass die Absolventen dualer Studiengänge hiermit ordentlich punkten können. Wer sich für das ausbildungsintegrierte Modell entscheidet, profitiert außerdem davon, dass er innerhalb kurzer Zeit sowohl einen staatlich anerkannten Berufsabschluss als auch einen Hochschulabschluss vorweisen kann.

Da dual Studierende ein Gehalt von ihrem Arbeitgeber beziehen, fällt auch die Finanzierung des Studiums leichter. Zum Teil bezahlen die ausbildenden Unternehmen sogar die Studiengebühren. Dadurch sind duale Studiengänge eine gute Alternative für Menschen, die sich sonst kein Studium leisten könnten.

Betriebe, die sich als Praxispartner für einen dualen Studiengang anbieten, tun dies in dem Vorhaben, qualifizierte Nachwuchskräfte für den eigenen Personalbestand auszubilden. Daher haben sie ein großes Interesse, ihre Schützlinge auch nach dem Studium an sich zu binden. Etwa 80 Prozent aller Absolventen werden direkt vom jeweiligen Unternehmen übernommen.

 

Private oder öffentliche Hochschule – wo liegen die Unterschiede bezüglich des dualen Studiums?

Der wohl größte Vorteil öffentlicher Hochschulen liegt in den wesentlich geringeren Kosten. In den meisten Bundesländern fallen überhaupt keine Studiengebühren an und auch die Verwaltungsgebühren, Pflichtbeiträge zur Studierendenschaft und der Sozialbeitrag für das Studentenwerk halten sich in Grenzen. Allerdings sind Studiengruppen relativ groß und die Aktualität der Studienmaterialien nicht immer gewährleistet. Um das Praxisunternehmen müssen sich die Interessenten in der Regel selbst kümmern.

Bessere Studienbedingungen bieten meist private Institutionen, die für gewöhnlich moderner ausgestattet sind. Die mit 10 bis 40 Personen verhältnismäßig kleinen Studiengruppen gewährleisten eine individuelle Betreuung und die Studieninhalte werden regelmäßig an die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen angepasst. Noch einen Schritt weiter geht die private Hochschule der IUBH Dual, die nicht nur eine Studienplatzgarantie gibt, sondern ihre Studierenden auch bei der Suche eines Praxispartners unterstützt, die wiederum die Gebühren für das Studium tragen.

 

Welchen speziellen Herausforderungen warten im dualen Studium?

Durch den sehr hohen Praxisanteil in dualen Studiengängen bleibt weniger Zeit für wissenschaftliche Elemente. Auf das Thema Forschung kann nur selten eingegangen werden. Personen, die eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben, sollten sich deshalb besser für ein traditionelles Studium entscheiden.

Ein duales Studium ist außerdem durch eine hohe Arbeitsbelastung gekennzeichnet. Der ständige Wechsel von Vorlesungszeiten, die oft mit wichtigen Klausuren enden, und Praxisphasen, in denen die Studenten zum Teil neben dem Ausbildungsbetrieb auch eine Berufsschule besuchen müssen, ist nichts für Zartbesaitete.

Anstatt der im herkömmlichen Studium üblichen Semesterferien stehen dual Studierenden auch nur die Urlaubstage des Betriebes zu. Sie sind außerdem vertraglich an das Unternehmen gebunden. Ein vorzeitiger Abbruch kann daher unter Umständen dazu führen, dass die Ausbildungsfirma die gezahlten Studiengebühren zurückverlangt. Wer dual studieren möchte, sollte deshalb von seiner Studienwahl überzeugt sein und sich vorab genau informieren, um kein Risiko einzugehen.

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