Strategien im E-Commerce – Potenzial von Coupons?

Gutscheine im E-Commerce
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Der Umsatz des Online-Versandhandels oder auch E-Commerce steigt seit Jahren kontinuierlich an und viele springen mit einem eigenen Online-Shop auf den Zug auf. Aber welche Strategien gibt es um den Umsatz zu steigern und den Kunden zufriedenzustellen? Eine Möglichkeit, die wir im folgenden Artikel näher beleuchten möchten, ist der Einsatz von Coupons.

Zunehmend mehr Shops und Händler füllen Nischen aus – und erhöhen damit den Druck auf ihre Konkurrenten. Der Branchenverband BITKOM in einer im Mai veröffentlichten Umfrage dem Online-Shopping eine erhebliche Reichweite bescheinigt. Laut Untersuchung kaufen inzwischen 51 Millionen Deutsche im Web ein.

Das Problem: Jeden Tag kaufen nicht nur Zehntausende im Netz ein. Es entstehen immer neue Geschäftsideen und Online-Shops. Der Wettbewerb wird damit zunehmend härter. Händler, die es in diesem Umfeld nicht schaffen, sich am Markt erfolgreich und nachhaltig zu etablieren, geraten so zunehmend unter Druck. Eine Möglichkeit, wie sich neue Käufer in den Kreis der Stammkunden integrieren lassen können, sind Gutscheine.

Wie funktionieren Gutscheine im Netz?

E-Commerce RabatteJeder kennt ihn – den klassischen Gutschein zum Verschenken. In der Größe variabel (meist ähnlich wie ein Flyer), lassen Unternehmen Gutscheine mit einem individuellen Design versehen. Anschließend müssen in den Geschäften nur noch Wert, eventuell der Name und das Datum eingetragen werden.

Online-Gutscheine haben mit diesem Bild nicht mehr viel zu tun. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben. Man spricht daher hier auch von einem Gutschein-Code. Wie wird diese Form des Gutscheins verwendet?

In den meisten Fällen ist die Eingabe des Gutschein-Codes erst notwendig, wenn der Bestellvorgang abgeschlossen werden soll. Käufer stöbern im Sortiment des Shops, legen interessante Produkte in den Warenkorb – und gehen schließlich an die virtuelle Kasse. Hier ist in der Regel ein Formularfeld für die Eingabe des Codes vorhanden.

Beim Abschluss des Kaufvorgangs wird aus dem System der dem Gutschein zugewiesene Rabatt entnommen und in die Bestellung eingebucht – fertig. Damit sorgen die Online-Gutscheine aus Verbrauchersicht für einen günstigen Einkauf. Welche Formen des Gutscheins können heute genutzt werden? Will man online Geld sparen, können Gutscheine mit:

  • festgelegten Betrag (zum Beispiel 5 Euro)
  • prozentualem Rabatt (etwa 10 Prozent) oder
  • kostenlosen Zusatzartikeln (Geschenkverpackung, Give-aways usw.)

benutzt werden. Diese Zielsetzung der Verbraucher beim Couponing können sich Händler im E-Commerce zunutze machen.

Wie groß ist das Potenzial von Gutscheinen?

Gutscheine im E-CommerceVerbraucher sind bei jedem Einkauf – egal ob im stationären Handel oder über das E-Commerce – auf der Suche nach dem niedrigsten Preis für das anvisierte Produkt. Gutscheine können dem Händler helfen, den eigenen Shop attraktiver zu machen. Gerade die Verknüpfung zwischen Gutschein und Mindestbestellwert oder bestimmten Produktgruppen kann zur Absatzförderung beitragen und den Abverkauf einzelner Waren gezielt unterstützen.

Wie stark Gutscheine und Rabattcodes an Potenzial für den eigenen Shop gewinnen, hängt dabei nicht ausschließlich von der Sichtbarkeit des Shops ab. Kunden, die bereits einmal oder mehrfach im Online-Shop eingekauft haben, lassen sich mit Gutscheinen gezielt zu wiederkehrenden Käufern machen. Beispielsweise kann die Checkout-Seite mit einem Gutscheincode den nächsten Einkauf schmackhaft machen.

Eine Variante, die ebenfalls wiederkehrende Kunden zum Besuch des Shops anregen kann, sind per E-Mail verschickte Gutscheine – etwa im Rahmen wöchentlicher oder monatlicher Newsletter. Laut einem Artikel auf t3n.de tätigen ca. 44% aller Email-Empfänger einen Kauf auf Basis einer Werbemail. Eine der wohl häufigsten Formen des Gutscheins sind Rabattcodes, die jedem Nutzer offeriert werden – beispielsweise im Rahmen spezieller Couponing-Seiten. Eine noch recht neue Entwicklung – der mobile Gutschein – kann das Potenzial übrigens erheblich steigern. Speziell Händler mit eigenem Ladengeschäft erreichen hiermit im Online-Shop als auch im stationären Handel eine größere Reichweite. Denn der Käufer wird direkt durchs Smartphone in den Laden gelockt.

Wie werden sich Gutscheine in der Zukunft entwickeln?

E-CommerceGutscheine haben heute für den Handel auch im World Wide Web Potenzial. Es handelt sich beim Couponing schließlich um einen Vertriebsweg, der mehrere Ziele erreicht. Auf der einen Seite wird mit einem entsprechend attraktiven Gutschein die Sichtbarkeit des eigenen Shops gegenüber der Konkurrenz erhöht, was sich in einer höheren Zahl von Besuchern bemerkbar machen wird.

Auf der anderen Seite ist der Gutschein ein Instrument zur Verkaufsförderung, da es beim Käufer den Eindruck erweckt, hochwertige Ware zu einem günstigen Preis erhalten zu können. Beides Aspekte, die auch in Zukunft gelten werden. Wie das Experteninterview mit Sparheld.de zeigt, dürfte das Couponing auch in den kommenden Jahren ein Begleiter im E-Commerce bleiben. Was als Frage im Raum stehen bleibt, sind die verschiedenen Formen.

Hier werden die Checkout-Seite oder der E-Mail Versand sicher noch an Bedeutung gewinnen. Eine Form des Gutscheins sollte man als Händler übrigens trotz Couponing nicht vergessen – die Variante zum Verschenken. Viele der größeren Versandhändler haben diese Option zur Gewinnung von Käufern und zur Kundenbindung erkannt. Kleinere Einzelhändler vergessen dieses Verkaufsinstrument aber gern. Dabei kann sich gerade in Nischensegmenten der Geschenkgutschein auszahlen. Ein klassisches Beispiel, wo dieser hervorragend zum Einsatz kommen kann, sind Seminare im Bereich gedeckter Tisch oder rund um den Grillrost.

Shops können durch die Implementierung der Gutscheine in Zukunft ein größeres Verkaufspotenzial realisieren, gleichzeitig dieses Element aber auch zum Platzieren neuer Produkte, Waren oder Dienstleistungen nutzen.

Fazit: Couponing – im E-Commerce nicht mehr wegzudenken

Wer im E-Commerce erfolgreich sein will, muss viele Aspekte im Auge behalten. Es reicht heute nicht mehr, in:

  • Design
  • Warenwirtschaft
  • Qualität der Produkte oder
  • Serviceleistungen

zu investieren. Um überleben zu können, braucht man auf der einen Seite Verbraucher, bei denen das Interesse für die angebotenen Artikel da ist. Andererseits muss der Besucher des Shops zum Kunden werden. Gerade hier sind Gutscheine nicht mehr wegzudenken. Damit lässt sich beispielsweise initial Interesse für das Produktsortiment wecken. Und noch etwas kann durch das Couponing erreicht werden – eine höhere Rückkehrrate der Bestandskunden. Dieses Ziel werden Händler aber nur erreichen, wenn die Gutscheine gezielt zum Einsatz kommen.

Bildquellen:
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