Welche Versicherungen sind wirklich wichtig für mich?

Versicherungen
Teilen

Passend zum Jahresende nehmen wir uns mal wieder dem Thema Versicherungen an. Dieses mal geht es darum welche Versicherungen wirklich wichtig sind. Deutschland ist ein Land, in dem es beinahe für alle Eventualitäten eine entsprechende Versicherung gibt, die einen im Schadensfall auffängt und für die Kosten anteilsmäßig oder sogar komplett aufkommt. Vielen stellt sich dabei gerade zum Jahresende aber die Frage: Wie wichtig sind die einzelnen Versicherungen wirklich? In dem Dschungel aus Policen finden sich Laien oft nur schwer zurecht, sodass sie auf die Meinung ihres Versicherungsvertreters oder -maklers vertrauen müssen.

[⇓] Inhaltsverzeichnis
[x] Krankenversicherung
[x] Privathaftpflicht
[x] Berufsunfähigkeitsversicherung
[x] Hausratversicherung
[x] Unfallversicherung
[x] Risikolebensversicherung
[x] Zahnzusatzversicherung
[x] Rechtsschutzversicherung
[x] Private Rentenversicherung
[x] Kinderinvaliditätsversicherung
[x] Fazit

Generell gibt es aber ein paar Verträge, die allen bekannt sind – und bei der jeder selbst abwägen muss, wie wichtig das für ihn in seiner derzeitigen Lebenssituation ist. Außerdem ist ein Vorausdenken wichtig: Bei einigen Policen erhöht sich der Beitrag, je älter der Versicherungsnehmer bei Abschluss ist. Ein schon in jungen Jahren abgeschlossener Vertrag kann einen daher vor hohen Beitragskosten bewahren. Trotzdem können aber einige Versicherungen einige Jahre aufgeschoben werden, wenn die finanziellen Mittel gerade knapp sind oder die Prioritäten eher auf anderen, kostspieligen Dingen liegen – einer Reise beispielsweise oder dem Bau eines Hauses.

Krankenversicherung

KrankenversicherungDie Krankenversicherung ist eine Pflichtversicherung und Deutschland – damit jeder im Falle einer Krankheit abgesichert ist und weiterhin sein monatliches Gehalt bekommt

Die Krankenversicherung ist eine Pflichtversicherung – jeder Mensch in Deutschland muss diese abschließen, sofern er nicht im Zuge der Familienkrankenversicherung bei einem anderen Beitragszahler mitversichert ist. Je nach Einkommen ist es möglich, die Krankenkasse zu wechseln und sich privat zu versichern. Die private Versicherung kann Vorteile bedeuten – allerdings sind die Beiträge um einiges höher als bei den gesetzlichen Kassen. Ein genaues Abwägen des Für und Wider ist daher ratsam, ehe der Wechsel zur privaten Krankenversicherung vorgenommen wird.



Privathaftpflicht
Jeder Mensch braucht eine Privathaftpflichtversicherung. Diese greift bei Schäden, die selbst verursacht wurden – selbst wenn es sich um eine grob fahrlässige Situation handelt. Die Schadenssumme ist aber nicht unbegrenzt: In der Versicherung wird ein Höchstbetrag festgelegt. Nach diesem richtet sich der Beitrag, den der Versicherungsnehmer zu zahlen hat. Im Normalfall sind aber etwa 50 Euro im Jahr ausreichend, um einen ordentlichen Schutz zu haben. Kinder sind bis zum Ende ihrer Ausbildung bei den Eltern mitversichert – erst danach muss sich eventuell um eine persönliche Haftpflicht gekümmert werden.

Berufsunfähigkeitsversicherung
Eine Krankheit kann dafür sorgen, dass der gelernte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Wer keine Berufsunfähigkeitsversicherung hat, steht in dem Fall vor finanziellen Problemen. Der Staat unterstützt einen erst, wenn die Erwerbsunfähigkeit eintritt – dies bedeutet, dass der Berufsunfähige erst absolut keinen Job mehr ausüben darf aufgrund seiner Krankheit. Kann er noch eine Arbeit fern von seinem Beruf ausüben, ist er nicht erwerbsunfähig. Besonders junge Menschen sollte diese Police abschließen, da sie so einen relativ günstigen Tarif erhalten können. Außerdem können sich Menschen, die eine Vorerkrankung haben, meist gar keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr abschließen. Der jeweilige Beruf kann außerdem Auswirkungen auf die Beitragszahlungen haben: Ein Dachdecker zahlt beispielsweise mehr als ein Büroangestellter.

Hausratversicherung

KrankenversicherungMit einer Hausratversicherung ist das gesamte Wohnungsinventar im Falle einer Beschädigung versichert

Diese Versicherung springt ein, wenn durch Einbruch, Brand oder Wasserschaden das Wohnungsinventar geschädigt wurde oder nicht mehr vorhanden ist. Außerdem übernimmt die Versicherung oft die Kosten für Aufräumarbeiten oder das Hotel, wen ein Wohnen in der Wohnung nicht mehr möglich ist. Generell braucht diese aber nicht jeder – wer in einer Studentenwohnung lebt, hat meist keine so teure Einrichtung, als dass sich die Versicherung lohnen würde. Wer zudem genug verdient und genug Geld gespart hat, kann sich auch überleben, sich die Prämie zu sparen und im Schadensfall einfach die Kosten selbst zu tragen.

Unfallversicherung
Bleibende Gesundheitsschäden durch einen Unfall bedingen ein hohes, finanzielles Polster. Wer dieses nicht hat, sollte eine Unfallversicherung abschließen. Bei Voll- oder Teilinvalidität wird eine bestimmte Summe ausgezahlt, die der Versicherungsnehmer nach eigenem Ermessen verwenden kann. Passiert der Unfall bei der Arbeit, kommt diese Leistung zusätzlich zu der der gesetzlichen Unfallversicherung hinzu. Diese Versicherung ist sinnvoll, um sich gegen Invalidität abzusichern – besonders Risikogruppen wie Reiter oder Skifahrer sollte eine haben.

Risikolebensversicherung
Diese Versicherung zahlt bei Tod des Versicherten eine vorher festgelegte Summe an den in der Police begünstigten – meist ist dies ein Familienmitglied. Je eher diese Versicherung abgeschlossen wird, desto günstiger sind die Beiträge. Empfehlenswert ist sie für alle, die Menschen absichern müssen. Ein Alleinverdiener kann seine Familie damit beispielsweise vor dem finanziellen Ruin durch die Kosten seiner Beerdigung helfen.




Zahnzusatzversicherung
Zahnbehandlungen können teuer werden, wenn das Gebiss durch Bakterien zerstört wird und neue, künstliche Zähne einzusetzen sind. Eine Zahnzusatzversicherung deckt einen Großteil dieser Kosten ab. Außerdem werden auch spezielle Vorsorgebehandlungen, wie eine professionelle Zahnreinigung, dadurch abgedeckt. Wer Probleme mit seinen Zähnen befürchtet, sollte diese Versicherung abschließen.

Rechtsschutzversicherung
Rechtsanwälte sind teuer und Prozesskosten ebenfalls. Wer sich absichern möchte, falls er mal Hilfe bei einem Rechtsstreit braucht, der sollte eine Rechtsschutzversicherung abschließen. Mit dieser sind die Kosten für Streitfälle abgesichert, die sich um folgende Themen drehen:

Rechtsschutz
Bildquellen: pixabay.com © gessingerbildwerk CC0 1.0; pixabay.com © podlesakpetr CC0 1.0; © Firma V – Fotolia

Private Rentenversicherung

KrankenversicherungDamit in der Rente nicht jeder Cent umgedreht werden muss, lohnt sich eine private Vorsorge

Die gesetzliche Rente allein reicht in einigen Jahren sehr wahrscheinlich nicht mehr aus, um den Lebensstandard zu halten und nicht in die Altersarmut abzurutschen. Aus diesem Grund fangen viele Arbeitnehmer an, privat vorzusorgen.

Die private Rentenversicherung ist eine der Möglichkeiten dieser Vorsorge: Die Versicherungsnehmer zahlen einen monatlichen Betrag ein, der verzinst wird und mit Zinsen und teilweise Überschussbeteiligungen bei Erreichen der Rente monatlich ausbezahlt wird. Ob sich diese Versicherung für einen lohnt oder lieber andere Vorsorgeprodukte gewählt werden, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Kinderinvaliditätsversicherung
Auch Kinder können schon eine Krankheit bekommen oder einen Unfall haben, der sie zu Invaliden werden lässt. Gibt es keine Absicherung dagegen, stehen die Kinder alleine da – sie können ihren Lebensunterhalt nie allein bestreiten. Mit einer Kinderinvaliditätsversicherung sind sie aber abgesichert. Es gibt neben dieser auch die Kinderunfallversicherung, beschreibt verbraucherportal-bw.de. Diese greift allerdings nur bei Unfällen, nicht bei Krankheiten. Den umfassenden Rundumschatz für die Kinder bietet daher nur diese Versicherung.

Fazit

Neben diesen zehn genannten Versicherungen gibt es noch einige mehr, die teilweise gesetzlich vorgeschrieben, teilweise aber auch freiwillig sind. Es liegt im Ermessen des Einzelnen, wie viel Sicherheit er für nötig erachtet – danach müssen die Versicherungen abgeschlossen werden. Ein kleiner Leitfaden, welche Policen bei welchem Alter und welcher Lebenssituation sinnvoll sind, gibt ErgoDirekt auf seiner Seite. Dies sind allerdings nur Empfehlungen – wer sein Geld lieber in andere Dinge steckt, wie den schon genannten Hausbau, der sollte dies tun. Immerhin ist auch ein eigenes Haus eine Investition in die Zukunft und kann einen vor der Altersarmut retten.

Bild 1: © Photographee.eu – Fotolia
Bild 2: pixabay.com © keresi72 CC0 1.0
Bild 3: © ldprod – Fotolia

Das könnte dich auch interessieren...