Nachhaltigkeit im Mittelstand – Die Umwelt geht uns alle an

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Der Begriff Nachhaltigkeit entwickelt sich mehr und mehr zu einem Modebegriff. Unternehmen schreiben sich demzufolge die Nachhaltigkeit gerne auf die Fahnen. Welches breite Spektrum mit dieser Bezeichnung abgedeckt wird, ist vielen allerdings nicht klar. Klar ist jedoch, dass Nachhaltigkeit und insbesondere der Umweltschutz uns alle angeht. Deshalb stehen nicht nur Großkonzerne, sondern auch der Mittelstand hier in der Verantwortung.

Corporate Social Responsibility – Die Definition der EU-Kommission

Eng mit der Nachhaltigkeit zusammen hängt CSR – Corporate Social Responsibility. Diese Bezeichnung bestand aus der Beschäftigung mit den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz und wurde etwa in den 1950er Jahren in den USA geprägt. Heute steht CSR für die unternehmerische Gesellschafts- und Sozialverantwortung. Gemeint ist damit der freiwillige Beitrag, den Unternehmen hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung leisten und der über die gesetzlichen Vorschriften hinausreicht. CSR umfasst das nachhaltige unternehmerische Handeln, Umweltaspekte, arbeits- und menschenrechtlich korrekte Arbeitsbedingungen sowie den Kontakt und Umgang mit den Stakeholdern. Strukturiert wird die Corparate Social Responsibility in insgesamt drei Bereiche:

  • Der innere Verantwortungsbereich beschreibt die Verantwortlichkeiten des Unternehmens gegenüber Markt und Gesetz.
  • Mit dem mittleren Verantwortungsbereich wird die komplette Wertschöpfungskette umfasst. Selbstverpflichtungen des Unternehmens und Lieferkettenmanagement gehören hierzu.
  • Im äußeren Verantwortungsbereich schließlich sind alle übrigen Aktivitäten enthalten. Dazu gehören zum Beispiel Spenden, Sponsoring oder die Freistellung von Mitarbeitern für soziale und umweltrelevante Aufgaben.

Das Thema Corporate Social Responsibility ist häufig bereits in der Ausbildung aktuell, bwl24 berichtete in diesem Artikel  über einen entsprechenden Wettbewerb.

Umweltschutz im mittelständischen Unternehmen

Gerade im Bereich des Umweltschutzes stehen mittelständische Unternehmen vor großen Herausforderungen. Das Budget ist meist begrenzt und viele Aufgaben aus dem CSR müssen „nebenbei“ erledigt werden. Dabei unterschätzt der Mittelstand selbst häufig seine Bedeutung. Die Auswirkungen des Klimawandels und der Umweltschutz allgemein sind zwar globale Probleme und Aufgaben, die Umsetzung von Maßnahmen findet jedoch immer regional statt. Gerade die KMU mit ihrem ökonomischen Potenzial und der regionalen Verwurzelung können hier häufig mehr erreichen als ihnen selbst klar ist. Schwerpunkte der Nachhaltigkeit, die umgesetzt werden können, sind zum Beispiel:

  • Soziales Engagement
  • Umwelt- und Sozialsponsoring
  • Der Aufbau von Umwelt-Management-Systemen

Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die eigene Reputation sollten die Aktivitäten und Ergebnisse dokumentiert und veröffentlicht werden. Dazu werden Nachhaltigkeitsberichte erstellt.
Über heute erfolgreiche Unternehmen, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben und welche Institutionen Hilfestellung für „Grüne Gründer“ anbieten, lesen Sie im Gründerlexikon.

Nachhaltigkeit in 10 Schritten

Erste Schritte in Richtung Nachhaltigkeit sind für den Mittelstand oft nicht ganz einfach. Über zehn verschiedene Phasen lässt sich eine nachhaltige Entwicklung innerhalb des Unternehmens planen und umsetzen:

  1. Eigenes Rollenverständnis und unternehmerische Verantwortung klären
  2. Bestandsaufnahme im Unternehmen durchführen
  3. Stakeholder erkennen und den Dialog eröffnen
  4. Wichtige Themen finden
  5. Ziele hinsichtlich der nachhaltigen Entwicklung setzen
  6. Strategien für die Umsetzung entwickeln und in die Unternehmensprozesse einpflegen
  7. Programme für die Umsetzung erarbeiten
  8. Erfolge dokumentieren und messen (zum Beispiel anhand von Kennziffern aus dem Kriterienkatalog der Global Reporting Initiative)
  9. Kommunikation im Unternehmen und nach außen planen
  10. Die ständige Weiterentwicklung nachhaltigen Handelns und Produzierens sicherstellen

Hinsichtlich dieser Vorgehensweise bietet ein Nachhaltigkeitsbericht übrigens effektive Hilfestellung. Die Erfolge wie auch Rückschläge des Unternehmens werden dort deutlich sichtbar Weiterhin sollten die Mitarbeiter von Anfang an auf den nachhaltigen Weg mit eingeschworen werden.

Quellen:

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