Mit Multitasking schaffen Sie alles – nur langsamer

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Sie sitzen an einem wichtigen Auftrag für einen Kunden, gleichzeitig klingelt das Telefon, Ihr E-Mail Programm meldet sich alle 5 Minuten und der Rechner samt Internet läuft ohne Pause. „Ganz normal“ werden Sie jetzt behaupten, als moderner Mensch müssen Sie schließlich Multi-Tasking beherrschen. Wie sollen Sie sonst alle Ihre Aufgaben rechtzeitig erledigen?


Leider macht aber Ihr Gehirn bei dieser Rechnung nicht mit. Multi-Tasking – das parallele Verarbeiten von zwei verschieden Tätigkeiten im Gehirn – ist im Endeffekt langsamer und hat viele negative Nebenwirkungen.

Parallele Welten im Kopf?

Die meisten Menschen gehen davon aus das ihr Gehirn – wie der Prozessor eines Computers – zum echten parallelen Verarbeiten in der Lage wäre. Hierbei handelt es sich allerdings um einen fatalen Irrtum. Sobald das Gehirn  mit verschiedenen Informationen konfrontiert wird, muss es ständig zwischen den einzelnen Gedankenströmen hin und herspringen. Zu dieser Leistung ist es zwar fähig, aber zu einem hohen Preis.

Da der Medienkonsum in den letzten Jahren drastisch zugenommen hat, ist auch das Multi-Tasking stark in Mode gekommen. Besonders junge Menschen zwischen 8 und 18 Jahren steigerten ihren Medienkonsum im Jahr 2009 auf über zehn Stunden täglich. Im Jahr 1999 waren es nur knapp 7,5 Stunden täglich. Auch das parallele Konsumieren verschiedener Medien ist seit 1999 um 13 % gestiegen. Die Überflutung mit Informationen sorgt für eine Überlastung des Gehirns. Sobald das Gehirn Multi-Tasking betreibt, verringert sich die allgemeine Gehirnaktivität erheblich. Es passiert also genau das Gegenteil von dem was beim Multi-Tasking eigentlich gewünscht wäre. Die negativen Folgen von exzessivem Multitasking sind Stress, langsameres Denken, verminderte Kreativität und auch die Abnahme der Fähigkeit zum Lösen von Problemen. Es gehen also genau die Fähigkeiten verloren, die Sie bei Ihrer Arbeit benötigen.

Rasmussen College


(Quelle: www.rasmussen.edu)

Mit diesen Tipps schöpfen Sie Ihr volles Potenzial aus

Um also Ihr volles kreatives Potential ausschöpfen zu können, ohne sich dabei geistig und körperlich kaputt zu arbeiten, müssen Sie einen Gang runterschalten.


 

  • Machen Sie sich eine Liste der Dinge, die Sie am jeweiligen Tag erledigen müssen
  • Arbeiten Sie diese nach ihrer Wichtigkeit geordnet ab
  • Während kreativer Arbeiten sollten weder Fernseher noch Musik laufen
  • Lassen Sie Anrufe durch Ihre Mailbox oder durch ein externes Telefonsekretariat entgegennehmen
  • Vor allem anderen aber deaktivieren Sie den akustischen Empfang Ihrer Mails, während Sie an einer wichtigen Aufgabe sitzen



Um beste Ergebnisse zu erhalten sollten Sie das Konzept des Multi-Tasking gänzlich aus ihrem Verhalten streichen. Schenken Sie einzelnen Aufgaben immer ihre volle Aufmerksamkeit und verschieben Sie den Medienkonsum auf den Feierabend. Nur so erhalten Sie beste Ergebnisse.

 

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