Erfolgreich bewerben – auf die Unterlagen kommt es an

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Mit der Jobsuche ist es ähnlich wie mit der Liebe: Das Gegenüber muss umgarnt und von der eigenen Person überzeugt werden. Die Be-Werbung ist nichts anderes als die Werbung in eigener Sache. Es gilt das eigene Leistungsangebot dem potentiellen Arbeitgeber optimal „verkaufen“ zu können. Mit der schriftlichen Bewerbung geben Sie eine Art Visitenkarte ab, quasi eine erste Arbeitsprobe. Hinterlassen Sie einen positiven ersten Eindruck und überzeugen Sie sowohl formal als auch inhaltlich. Dazu ist es notwendig, sich im Vorfeld allein oder mit einer Bewerbungsberatung zu überlegen, welche Stärken sie haben und wie sie diese in den Unterlagen eindrucksvoll darstellen können.

 

Das richtige Anschreiben

Der erste Satz vom Anschreiben ist immer der Schwerste. Gleichzeitig entscheiden die ersten Worte darüber, ob sich der Leser für das, was Sie ihm im Folgenden zu bieten haben, interessiert oder nicht. Vermeiden Sie deshalb langweilige Einleitungen im Stil von „Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle als …“ Erfolg versprechend ist Ihr Anschreiben, wenn Sie in individueller Weise Ihre Qualifikation und Motivation authentisch zum Ausdruck bringen. Finden Sie eine plausible Antwort auf folgende drei Fragen: Was ist der Hintergrund Ihrer Bewerbung? Warum interessieren Sie sich für genau diese Firma und diese Position? Und was sind die Gründe, die für Sie als passenden Bewerber sprechen? Versuchen Sie generell eine gesunde Balance aus kurzen, prägnanten Formulierungen und einer nachvollziehbar, authentischen Darstellung Ihres Profils zu finden. Beschränken Sie sich auf 6-8, maximal 10 Sätze. Und diese Sätze sollten keine Rechtschreib- oder Kommafehler enthalten. Am besten lassen Sie Freunde oder Bekannte Korrektur lesen.

 

Der passende Lebenslauf

Ein guter und letztlich auch erfolgreicher Lebenslauf ermöglicht dem Leser mit wenigen Blicken den sprichwörtlichen roten Faden in der Berufspraxis zu erkennen. Was hat der Bewerber in seinen Tätigkeiten jeweils gemacht, das gleichzeitig für die ausgeschriebene Stelle relevant ist? Sind die Muss-Kriterien (z. B. eine spezielle Ausbildung oder ein Studium) erfüllt und werden so viele Kann-Kriterien (z. B. bestimmte Fremdsprachen oder PC-Kenntnisse) wie möglich abgedeckt? Zeigt sich vielleicht in relevanten Weiterbildungen eine besondere Leistungsmotivation? Ist der Lebenslauf lückenlos und unterschrieben? Welche Informationen zur Bewerber-Persönlichkeit sind erkennbar, z. B. über ehrenamtliches Engagement oder Freizeitinteressen? Um es in einem Satz zu sagen: Der erfolgreiche Lebenslauf bringt die zur jeweiligen Stelle passenden Verkaufsargumente für das eigene Berufsprofil möglichst prägnant und gleichzeitig aussagekräftig auf den Punkt.

 

Ein gutes Bewerbungsfoto

Versuchen Sie außerdem über das Bewerbungsfoto Sympathie zu mobilisieren. Verwenden Sie möglichst keine Automatenfotos oder Bilder, die älter als zwei Jahre sind. Achten Sie darauf, auf dem Foto die Eigenschaften und Fähigkeiten zu verkörpern, die für den angestrebten Job erwartet werden. Die Gestaltungsmöglichkeiten, die Ihnen zur Verfügung stehen sind groß. Sie reichen von der Wahl der Kleidung, der Körperhaltung, des Bildausschnitts, dem Format bis zur Entscheidung für eine Farb- oder Schwarzweißaufnahme.

 

Zusammenstellung der Unterlagen

In der Zusammenstellung gehören zur schriftlichen Bewerbung mehrere Unterlagen: Die Standards sind Anschreiben und Lebenslauf, verpackt in eine ansprechende und zur Stelle passende Mappe. Optional hinzu kommen ein Deckblatt, Zeugnisse, Weiterbildungszertifikate oder besondere Referenzen. Verfassen Sie möglichst keine Romane und achten Sie auf Übersichtlichkeit. Für die erste schnelle, aber doch schon recht entscheidende Durchsicht Ihrer Bewerbungsmappe werden je nach Temperament eine halbe bis maximal fünf Minuten Lese- und Bearbeitungszeit einkalkuliert. Diese wenige und umso wertvollere Zeit wird deshalb primär auf die beruflichen Daten verwandt (Entwicklung, Position etc.) und weniger auf das begleitende Anschreiben. Dessen Text wird zu einem späteren Zeitpunkt (sofern Sie in die engere Wahl gekommen sind) gelesen, um zu entscheiden, ob man Sie zum Vorstellungsgespräch einlädt.

 

Die Standards der E-Mail-Bewerbung

Trotz der Einfachheit des E-Mail-Versands ist auf eine gewisse Seriosität zu achten. Wählen Sie Ihre eigene E-Mail-Adresse entsprechend etablierter Standards, z. B. susana.peters@gmx.de. Adressen wie mega-coole-susi@hothot.com sind ein absolutes No Go. Bedenken Sie auch die Betreffzeile: Erwähnen Sie darin unbedingt den Anlass Ihrer E-Mail, also die Bewerbung für eine konkrete Position. Hängen Sie an Ihre E-Mail nicht mehrere Dateien an, sondern versenden Sie Ihre Unterlagen in einem zentralen Dokument, das ca. 2-3 MB groß sein sollte. Bennen Sie dieses Dokument auch mit einem aussagekräftigen Dateinamen, z. B. sp_bewerbung_07092012. Generell gilt die Empfehlung das Textdokument vor dem Versand in ein PDF-Dokument umzuwandeln. Der Hintergrund: Unterschiedliche Computersysteme, z. B. Windows und Apple, haben bisweilen gewisse Kompatibilitätsprobleme, wenn ein Dokument zwischen den Systemen ausgetauscht wird. In Zeiten von Virenattacken ist übrigens ein aktueller Virenscanner unerlässlich. Bewerber, die im E-Mail-Anhang einen Virus übermitteln, haben sich bereits vor dem eigentlichen Auswahlverfahren disqualifiziert.

Quelle: http://www.berufsstrategie.de/

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