Studieren und Leben in Berlin – Vorteil Großstadt?

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Alljährlich stellen sich vielen Abiturienten die Fragen der eigenen Zukunft: Was soll studiert werden – und vor allem wo? Immer mehr Städte werben mit ihren Universitäten und locken mit Vergünstigungen. Ein niedriger Numerus clausus oder der Verzicht auf Studiengebühren kann da schon manch eine Entscheidung beeinflussen. Doch diese Kriterien alleine sollten nicht zu einem Ergebnis führen. Denn neben den persönlichen Vorlieben muss immer auch beachtet werden, welche Qualität die Stadt und die Universität zu bieten haben. Denn sie befinden oft über den weiteren Lebensweg des Studenten und können ihn prägen. Gerade die Bundeshauptstadt Berlin gilt daher als regelrechter Magnet für viele Schulabsolventen.

Worin liegt die Stärke Berlins als Hochschulstandort?

Zunächst einmal kann die Stadt mit mehr als einer Universität aufwarten und bietet gleich derer fünf an. Dazu gesellt sich rund ein Dutzend weiterer Hochschulen. Insgesamt werden diese von etwa 150.000 Studenten besucht. Das fördert einerseits den intellektuellen Geist der Stadt, macht es andererseits aber auch einfach, sich mit fachfremden Hochschülern auszutauschen, in andere Betätigungsfelder zu schauen und sich damit allumfassend zu bilden. Gerade dieser komprimierte Zustand, alle wichtigen Fachbereiche auf relativ kleinem Raum zu finden, lässt Berlin somit nicht nur zur Bundeshauptstadt, sondern auch zur Metropole der Bildung werden.

Welche relevanten Hochschulen gibt es in Berlin?

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Insgesamt werden in der Stadt 18 Standorte gezählt, zu denen jedoch teilweise auch Schulen berufsbezogener Fachbereiche gehören. Hauptsächlich sind dagegen die fünf großen Universitäten entscheidend: Einen sehr guten Ruf genießt dabei die Freie Universität, die zu den renommierten Häusern der Welt zählt. Traditionell die älteste Einrichtung ist dagegen die Humboldt-Universität, an der schon Marx und zeitweise Lenin die Vorlesungen besuchten. Ebenso geschichtsträchtig ist die Charité, die sich mit moderner Technik der Forschung und Heilung von Krankheiten widmet. Etwas untergeordnet sind dagegen die Universität der Künste sowie die Technische Universität, deren Anzahl an Studenten auch weit unter den zuvor genannten Institutionen liegt.

Welche Fachbereiche bietet Berlin an?

Die Vielzahl der Hochschulen ermöglicht es, dass tatsächlich alle relevanten Studiengänge angeboten werden. Je nach Universität kann es dabei allerdings vorkommen, dass einige besondere Fächergruppierungen im Vordergrund stehen. Bei der Freien Universität sind das die Geistes-, Sozial-, Natur- und Sprachwissenschaften. Neben diesem Angebot kann die Humboldt-Universität zudem mit den Agrarwissenschaften sowie der Humanmedizin aufwarten. Letztgenannte ist auch Bestandteil der Charité. Die bildenden und darstellenden Ausdrucksformen sowie alle Arten der Musik werden dagegen an der Universität der Künste gelehrt. Unter dieser Vielfalt sollte daher jeder Student etwas für sich finden.

Lässt es sich in Berlin gut leben?

Gerade für junge Menschen ist es natürlich wichtig, die Zeit nicht ausschließlich mit dem Studium zu verbringen, sondern auch ein wenig abzuschalten. Das Wohnen in der Hauptstadt garantiert dabei viel Abwechslung. In den zahlreichen Grünanlagen der Stadt gelingt das vorzüglich. Zudem kann ein breites Angebot an künstlerischer, sportlicher oder anderweitig gelagerter Freizeitgestaltung wahrgenommen werden. Die unterschiedlichen Berliner Bezirke erlauben zudem eine Wohnung nach Wunsch: Vom schmalen Geldbeutel bis zur etwas dicker gefüllten Brieftasche lassen sich Räume in jeglicher Qualität anmieten. Oft ist dabei auch entscheidend, welche Verkehrsanbindung die Wohngegend zu bieten hat. Das Leben und das Studium kommen in Berlin somit aber nicht zu kurz. 

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