Change Management: Eine Frage des Konfliktmanagements?

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Einsicht, Verständnis und Einbezug der Belegschaft galten bislang als die Schlüsselfaktoren für Change Management. Allerdings scheitert jedes zweite Change Management Projekt. Warum also laufen die Change Management Projekte nicht erfolgreich?

Unter dem im Campus-Verlag veröffentlichen TitelMachtfrage Change: Warum Veränderungsprojekte meist auf Führungsebene scheitern und wie Sie es besser machen stellen die Autoren Torsten Oltmanns (Global Marketing Director von Roland Berger Strategy Consultants) und Daniel Nemeyer (selbstständiger Kommunikationsberater) die gängige Praxis der Unternehmensberatung auf den Prüfstand und geben Handlungsempfehlungen, wie das Change Management erfolgreich zu verändern ist.

Ihre Analysen zeigen: Das Management und die Antizipation von Konflikten war in der Vergangenheit bereits ein Thema im Change Management. In der Gegenwart muss es jedoch zum Kernthema im Change Management avancieren, um den Unternehmenswandel erfolgreich zu gestalten. Bislang wurde das Management von Konflikten jedoch als die mediierende Aufgabe zwischen Belegschaft und Führungsebene verstanden. Jedoch ist inzwischen einerseits die Akzeptanz für den Change gestiegen, als auch der Einfluss der Belegschaft durch den Machtverlust von Gewerkschaften gesunken. Damit ist das Konfliktmanagement beim Change Management jedoch keineswegs überflüssig, es muss lediglich auf eine neue Konfliktebene fokussiert werden – nämlich von der Vertikale in die Horizontale verlagert.

Heute ist es häufig das Management, welche Hemmnisse in Change Management Prozessen verursacht. Für die Autoren stellen sich daher die Fragen: Wie schafft es ein Unternehmen, Belegschaft und Führungsetage gleichermaßen dazu zu bewegen, das Change-Vorhaben aktiv zu unterstützen? Und: Wie sind die Konflikte insbesondere im konfliktträchtigen mittleren Management zu antizipieren und proaktiv anzugehen? Für die Beantwortung dieser Frage gehen Torsten Oltmanns und Daniel Nemeyer neue Wege und brechen dabei ein Tabu. Sie sprechen darüber, dass Change Management auch ein funktionales Verständnis von Macht erfordert. Der Kerngedanke dabei: Veränderung erzeugt Konflikte und Konflikte können ohne Durchsetzungsvermögen nicht gelöst werden.

Die zeitgleich zum Buch veröffentlichte Webseite www.machtfragechange.de bietet aktuelle Informationen rund um das Thema Veränderungsmanagement. Interessierte können sich dort über aktuelle Informationen zum Thema Change Management informieren. Über den Informationscharakter hinaus, bietet die Webseite die Möglichkeit in direkten Kontakt mit den Autoren Torsten Oltmanns und Daniel Nemeyer zu treten. Im Diskussionsbereich der Internetseite geben die Experten Informationen zum Thema Change Management preis. Besucher sind eingeladen, sich über Change Management zu informieren und das sensible Thema der Macht in Unternehmen zu hinterfragen und zu diskutieren.

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