Die Führung eines Projektteams – die Rolle des Projektmanagers

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Projekte werden in verschiedene Projektphasen aufgeteilt. Aber auch die personelle Struktur unterliegt einer Aufteilung. Während das Projektteam mit den einzelnen Aufgaben und Schritten betraut wird, übernimmt die Projektführung ganz spezifische Aufgaben. An die Projektleitung werden hohe Anforderungen gestellt und eine hohe Führungskompetenz erwartet. Letztlich ist der Leiter für das gesamte Projekt verantwortlich. Im Regelfall unterstehen die Projektmitarbeiter dem Projektleiter, welcher die Dynamik des Teams einschätzen muss. Das von dem amerikanischen Psychologen Bruce Tuckman entwickelte Teamphasenmodell teilt die Entwicklung einer Gruppe in die Phasen Forming, Storming, Norming, Performing und Adjourning ein, welche dem Projektleiter als Orientierung dienen.

Vorbereitung des Projektes

Zunächst lernt sich das Team in der Formierungsphase kennen. Mit konkreten Ansagen kann der Projektleiter hier dafür sorgen, dass alle künftig an einem Strang ziehen. Natürlich muss der Leiter anfangs auch Geduld einbringen können. In der Storming– bzw. Konfliktphase stellen die Teammitglieder ihre Kompetenzen dar, um sich in ihrem Team geltend zu machen. Dieser natürliche Versuch, eine Hierarchie herzustellen, muss der Projektleiter in Hindeutung auf die gemeinsamen Projektziele unterbinden und neuen Teamgeist schaffen. In der Normingphase werden alle Regeln und Umgangsformen innerhalb der Gruppe gefestigt. Unter anderem kommt es auf gemeinsame Arbeitsweisen, Kooperation, Feedback und vor allem Kommunikation an. Folglich entsteht ein Wir-Gefühl, sodass der Projektleiter sich nicht mehr um persönliche, sondern künftig nur noch um aufgabentechnische Dinge kümmern muss.

Durchführung und Abschluss des Projektes

Die Arbeitsphase oder Performing ist jene Phase, in der die Mitarbeiter des Teams zielgerichtet und selbstständig handeln. Der Projektleiter kann sich in dieser Phase um den Projektrahmen und die Einhaltung der Ziele kümmern und muss sich nicht mit den einzelnen Aufgabenfeldern befassen. Nähert sich das Projekt dem Ende zu, befindet es sich in der Auflösungsphase (Adjourning). Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes löst sich das Team auf und/oder widmet sich wieder anderen Aufgaben. Nun obliegt es der Führungskraft, für einen ordentlichen Abschluss zu sorgen, welcher gebührend gefeiert und gemeinsam genossen wird. Darüber hinaus kann der Projektleiter seinem ehemaligen Team den einen oder anderen Tipp in Rahmen einer Feedback-Runde für künftige Projekte mit auf den Weg geben. Das Phasenmodell von Tuckman ist zwar lediglich eine Orientierungshilfe, hat sich aber bereits in vielen Unternehmen und Projekten bewährt.

In der nächsten Woche erfahren Sie, wie man ein Projekt erfolgreich abschließt.
 

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