Die Fallstudie beim Assessment Center

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Der Bewerber wird in der Fallstudie innerhalb des Assessment Centers in eine ganz spezielle Situation innerhalb des Unternehmens versetzt. Hier werden komplexe Sachverhalte als Fallbeispiel genannt, innerhalb derer der Bewerber mit besonderen Aufgaben konfrontiert wird. Gern wird in dieser Fallstudie auf die Problematiken eingegangen, die typisch für die Branche sind, für die der Bewerber ausgewählt wird. Oft ist die Gruppenarbeit innerhalb der Fallstudie gewünscht, allerdings kann sich der Bewerber je nach künftiger Aufgabe auch auf eine Einzelaufgabe einstellen.

Was erwartet den Bewerber bei der Fallstudie genau?

Die genaue Fallstudie, die dem Bewerber zur Aufgabe gemacht wird, hängt von der zu besetzenden Position ab, die dieser später besetzen soll. So kann innerhalb der Fallstudie sowohl auf organisatorische Fähigkeiten als auch auf analytisches Denken verstärktes Augenmerk gelegt werden und die Aufgabenstellung entsprechend konstruiert sein.

Innerhalb der Aufgabenstellung wird der Bewerber fast immer an ein schwieriges Problem herangeführt, für das er eine Lösung allein oder aber in Gruppenarbeit ausarbeiten soll. Die Problemlösung sowie auch die Ansätze der Herangehensweise an die Aufgabe sind für die Beobachter gleichermaßen wichtig.

Der Zeitrahmen der Fallstudie ist sehr individuell und wird wiederum auf die Aufgaben, die der Bewerber in seiner späteren Position erfüllen soll, abgestimmt. Sind groß angelegte Tests angesetzt, kann die Bearbeitung der Fallstudie einen ganzen Arbeitstag einnehmen, andere Fallstudien sind in wenigen Stunden abgearbeitet und mit einer Lösung versehen. Der Regelfall ist tendenziell die stundenweise Bearbeitung einer Fallstudie.

Welchen Sinn macht die Fallstudie?

Der Sinn der Fallstudie liegt darin, dass Beobachter die Vorgehensweise des Bewerbers bei bestimmten Fallsituationen erkennen können. Hier wird auf die Art des Angehens der Aufgabe geachtet. Systematisches Arbeiten ist gefordert und soll in der Fallstudie überzeugend demonstriert werden.

Auch die Aufgabenstellung sollte schon große Berücksichtigung finden, denn die Beobachter legen bei der Bewertung auch Wert darauf, dass durchdacht, sinnvoll und mit voller Konzentration an der Aufgabenstellung gearbeitet wird. Bewerber können in der Fallstudie beweisen, dass sie umfassendes Denken im Berufsleben mitbringen, wenn alle Aspekte der Aufgabenstellung berücksichtigt, bedacht und eingeplant werden.

Erkennbar sollte auch sein, dass der Bewerber innerhalb der Fallstudie auf Daten und Fakten eingeht und diese gegebenenfalls auch stichpunktartig übersichtlich auflistet. Der Bewerber soll weiterhin demonstrieren, dass er Lösungswege anstrebt, die sowohl für ihn selbst als auch für alle anderen Beteiligten ebenso nachvollziehbar wie auch akzeptabel sind.

Wie sollte man bei der Fallstudie vorgehen?

Wichtig für den Bewerber ist, dass er eine schnelle Auffassungsgabe vorweist und die Problematik der gestellten Fallstudie schnell und umfassend erkennt und analysiert. Neben dieser schnellen Auffassungsgabe sollte der Bewerber auch eine schnelle und umfassende Problemlösung anstreben, die frei von Emotionen ist.

Die Lösungsfindung sollte unter Abwägung aller möglichen Aspekte erfolgen, denn gefragt ist in der Fallstudie die optimale Lösungsfindung. Dabei sollte aber zum Ausdruck gebracht werden, welche Lösungsalternativen erarbeitet wurden bzw. dass diese vorhanden sind.  Zudem sollte der Bewerber hier die Fähigkeit beweisen, sich umfassend und schnell in sehr komplexe Situationen einzuarbeiten.

Sehr wichtig ist es für den Bewerber, dass er auf alle Informationen achtet, die ihm zur Lösungsfindung zur Verfügung gestellt wurden und diese auch umfassend berücksichtigt. Wichtig bei dieser Aufgabe ist das analytische Denken, das durch Belastbarkeit und langfristige Konzentrationsfähigkeit unterstützt wird.

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