Wie Sie Ihre Zuhörer mit Ihrem Auftreten und Ihrer Sprache überzeugen

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Die wichtigste Voraussetzung, um Informationen erfolgreich weiterzugeben, ist die Verständlichkeit. Wer also Informationen an seine Zuhörer weitergeben möchte, muss die vier Dimensionen der sprachlichen Gestaltung einsetzen. Dazu gehört auch das einfache Sprechen. Jeder noch so komplizierte Sachverhalt wird verständlich, wenn er in kurzen, prägnanten Sätzen, bekannten Worten und nachvollziehbaren Bildern und Vergleichen übermittelt wird.

Eine gute Rede braucht eine sinnvolle Gliederung der Gedanken. Der berühmte „rote Faden“ sollte immer erkennbar sein. Durch diese Ordnung wird der Aufbau des Textes verständlich gemacht. Erreicht wird diese Gliederung durch Hervorheben und Zusammenfassen, Betonung und Pausen. Wichtig ist auch die richtige Länge eines Vortrages, sie sollte im perfekten Verhältnis zum Ziel der Rede stehen. Auf überflüssige Erläuterungen, umständliche Formulierungen, Füllwörter und leere Phrasen sollte verzichtet werden. Dem Redner sollte es immer gelingen, seine Zuhörer bei Laune zu halten. Treffende Beispiele, eine direkte Anrede, Reizwörter oder humorvolle Formulierungen helfen dabei.

Wie man richtig spricht

Jeder Redner muss sich um seine Zuhörer bemühen, nicht umgekehrt. Tut er das nicht, verlieren die Zuhörer sehr schnell das Interesse. In der Kürze liegt bekanntlich die Würze. Ein Satz des Redners muss in dem Augenblick, in dem er ausgesprochen wird, von den Zuhörern auch verstanden werden.

Die optimale Rede sollte so wenige Fremd-, Mode– oder Schlagwörter wie möglich enthalten. Fachbegriffe sollte man kurz erklären oder am besten ganz weglassen, dafür lieber mehr Vergleiche und Beispiele anführen. Ebenfalls nicht besonders sinnvoll ist eine Rede in einem ausgeprägten Dialekt. Bemühen Sie sich um ein gut verständliches Hochdeutsch.

Sprache und Körpersprache

Zwei der wichtigsten Instrumente für eine gelungene Rede sind die Sprache und die Körpersprache. Wer es versteht, beide optimal miteinander zu verbinden, kann seine Zuhörer auch über einen längeren Zeitraum fesseln. Bei vielen Reden wird nach den ersten Sätzen bereits klar, ob sie „der Rede wert“ sind oder nicht. Und das liegt an der Lautstärke: Menschen, die zu leise sprechen, wirken auf andere oft unsicher und sind zudem noch sehr schwer verständlich. Zu laute Stimmen machen dagegen einen dominanten Eindruck oder wirken aufdringlich. Die perfekte Lautstärke ist zwar laut genug, aber nie zu laut.

Eine tiefe Stimme hat auf Menschen immer eine angenehme und beruhigende Wirkung. Wenn Sie eine Rede halten müssen, bemühen Sie sich, Ihre Stimme etwas tiefer als normal klingen zu lassen. Hohe Stimmen klingen schnell schrill und das wirkt unangenehm. Das gilt übrigens auch für Schnellsprecher, sie wirken hektisch und nervös. Wer allerdings zu langsam spricht, kann seine Rede für die Zuhörer zu einer wahren Tortur machen.

Wer etwas zu sagen hat, muss es auch richtig betonen. Die Betonung eines bestimmten Wortes verleiht dem Wort eine gewisse Bedeutung. Eine gute Betonung wirkt auf die Zuhörer dynamisch, eine schlechte dagegen wirkt nur langweilig.

Bei einer guten und spannenden Rede wird auf Füllwörter verzichtet. Das wirkt unbeholfen und wenn das ganze auch mit vielen „Äh“ oder „Öh“ angereichert wird, auch schnell peinlich. Besonders schlimm ist eine Rede mit hohlen Sätzen wie: „Ich sage es mal so“ oder „Ich möchte meinen“.

Die Körpersprache gezielt einsetzen

Was die richtige Körpersprache angeht, können wir viel von Politkern und Schauspielern lernen. Die richtige Körpersprache kann die Zuhörer genauso fesseln, wie die verbale Sprache. Wichtig ist, dass Sie entspannt bleiben. Stellen Sie die Füße so nebeneinander, dass sie sich nicht berühren, dies vermittelt ein sicheres Auftreten. Halten Sie Ihr Manuskript leicht in der geöffneten Hand und gestikulieren Sie mit der anderen Hand. Ohne Manuskript können Sie die Hände einfach seitlich am Körper herunterfallen lassen oder sie in Bauchhöhe halten. Dabei können die Hände offen vor dem Körper gehalten oder zu einer Schale geformt sein. Diese Haltung ist der perfekte Ausgangspunkt für eine optimale Gestik und Körpersprache.

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  1. 22.05.2013

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