In der Rede zuhörerorientiert sprechen

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Es gibt verschiedene Arten der Rede, um den anderen Menschen zum Zuhören zu bringen. Um Zuhörer für Ihre Rede zu interessieren, bedarf es einer Vorbereitung. Zuerst müssen Sie sich im Klaren darüber sein, welche Personengruppe es zu überzeugen gilt. Unterscheiden Sie zwischen jüngeren und älteren Zuhörern, oder welcher sozialen Schicht sie angehören. Analysieren Sie die Zielgruppe, die Sie ansprechen und überzeugen möchten. Auch sollten Sie überdenken, was Ihr Ziel ist und ob es Alternativen gibt. Bleiben Sie flexibel, denn es kann zu unvorhergesehenen Einwänden von Seiten des Zuhörers kommen.

Um zu überzeugen, ist es besonders hilfreich, die Meinung des Zuhörers schon vorher zu kennen. Bei der Rede sprechen Sie die Vor- und Nachteile klar aus. Handelt es sich um eine Diskussion über ein betriebliches Thema, dann kann es durchaus eine Rede aus dem Stegreif sein. Hierzu sollte aber auf jeden Fall ein Konzept gebildet werden, damit die Rede auch für den Redner ein Erfolg wird. Somit muss der Sprecher in der Diskussion immer wieder auf seinen Standpunkt zurückkommen, ohne dass das rhetorisch eingeübt aussieht.

Man sagt, wer gewinnt, hatte die besseren Argumente. Also legen Sie sich Ihre Argumente zurecht. Rechnen Sie mit Einwänden der Gegenseite. Diese zu widerlegen, muss das Grundgerüst Ihrer Diskussion sein. Gehen Sie davon aus, dass jeder Zuhörer eine eigene Meinung besitzt. Ziel der Diskussion ist, dass Sie Ihre Meinung durchsetzen und damit Ihren Endzweck erreicht haben. Sie haben Ihre Zuhörer überzeugt.

Seine Meinung vertreten mit der Überzeugungsrede

Sowohl im geschäftlichen Alltag oder in der Politik ist die Überzeugungsrede die wichtigste Redeform.  Man nennt diese Form der Rede auch Meinungsrede, da immer davon ausgegangen wird, dass der Redner seine eigene Meinung vertritt. Hier ein Beispiel aus einem Betrieb: „Beim Rundgang durch eine Werkshalle sieht der Chef, dass eine Maschine stillsteht. Er wird seiner Belegschaft spontan erklären, dass dies nicht das Ziel der Firma sein kann und bringt Lösungspunkte zur Sprache.“ Solch eine Rede ist zwar einseitig, aber dürfte auch die Belegschaft überzeugen, wieder zu agieren.

Ein weiteres einfaches Beispiel kommt aus dem familiären Bereich, wo ein Vater seiner Tochter erklären will, warum sie nicht rauchen soll. Aus dieser anfangs einseitigen Rede wird dann eine Diskussion, aber der Vater braucht die besseren Argumente. Diese sollte er sich vor dem Gespräch auf jeden Fall zurechtlegen, damit das Gespräch auch auf fruchtbaren Boden fällt.

Informationen übermitteln mit der Informationsrede

Diese Form der Rede ist eine Vortragsform. Das bedeutet, dass ein Redner vor die Zuhörer tritt und über ein Projekt spricht oder einen Fachvortrag hält. Diese Rede ist rein informell und der Redner muss seine Zuhörer nicht überzeugen. Sie kennen diese Reden sicherlich aus der Politik; jeder hält einen Vortrag über ein bestimmtes Thema. Ob der Zuhörer sich mit dem Thema der Rede identifiziert, hängt davon ab, inwieweit der Redner überzeugende Argumente bringt.

In der freien Rede auch ohne Vorbereitung glänzen

Zu den freien Reden gehören vor allem Ansprachen aus dem persönlichen Bereich wie z. B. Reden bei Hochzeiten oder Trauerreden. Ob man diese Vorträge nun von einem Blatt abliest oder auswendig vorträgt – hier kommt es nicht darauf an, die Anwesenden von seiner eigenen Meinung zu überzeugen.

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