Entwickeln cleverer Ideen mit Clustering

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Was ist Clustering?

Das Clustering bezeichnet eine Arbeitstechnik, bei der die Ideenfindung kreativ, allerdings nicht in einem linearen und assoziativen Verfahren gelingt. Beim Clustering wird gezielt ein bestimmter Begriff ausgewählt, um mit diesem im Gehirn des Menschen miteinander vernetzte Gefühle und Gedanken in das Bewusstsein zurück zu holen. Das macht auch der Begriff „Cluster“ aus dem Englischen deutlich, der für „Büschel“, „Gruppe“ oder „Anhäufung“ steht.

Das Clustering vereint Vorstellungen und Gefühle, die eine Vernetzung miteinander haben, zu echten Informationen. Auf bestehendem Wissen und Erfahrungen kann beim Clustering aufgebaut werden, um aus diesen Beständen neue Gedanken auszubauen oder Ideen zu entwickeln.

Welche Regeln sind anzuwenden?

So kreativ die Ideenfindung beim Clustering ist – die Regeln für diese Technik sind klar strukturiert. Der Cluster-Kern ist ein einzelnes Wort oder aber auch eine Phrase, die in der Mitte eines Blattes notiert wird. Die Assoziationen, die nun von diesem Wort bzw. der Phrase ausgehen, werden um das Kernwort herum platziert. Umkreisen der Worte und eine Verbindung der aufeinander aufbauenden Gedanken mittels eines Strichs machen dann auch noch beim Fortsetzen des Clusterings jederzeit das Auffinden der Verbindungen möglich.

Jede neue Assoziationskette beginnt zunächst wieder mit dem Cluster-Kern, auf dem aufgebaut wird. Eine der wichtigsten Regeln für das Clustering liegt darin, dass eine Zensur der assoziierten Begriffe nicht vorgenommen wird.

Welches Ergebnis erhält man?

Der Sinn des Clusterings bzw. das erwartete Ergebnis liegt darin, dass die beiden Gehirnhälften – also die rationale und die kreative – hinsichtlich der Ergebnisfindung in Einklang gebracht werden. Gerade für das Erstellen von fachlich inhaltsreichen Texten ist es zum Beispiel sehr wichtig, rationales und analytisches Denken, das in der linken Gehirnhälfte stattfindet, mit bildhaftem und assoziativem Denken, welche in der rechten Gehirnhälfte stattfindet, miteinander zu verbinden – also eine Interaktion beider Gehirnhälften zu erreichen. Die Ideenfindung wird zudem durch eine begrenzte Zeit für das Clustering forciert.

Vor- und Nachteile der Clustering-Technik

Ein deutlicher Nachteil der Clustering-Technik ergibt sich aus der Konzentration. Beim Clustering gehen gerade ungeübte Teilnehmer davon aus, dass nun absolute Konzentration in klassischem Sinne gefordert ist. Und eben jene ist es, die nämlich die Kreativität, die einen großen Anteil an der Ergebnisfindung hat, unterdrückt. Besteht eine solche Blockade, kann sie vielfach durch die Erstellung eines Cluster-Modells mit Platzhaltern gebrochen werden. 

Der Vorteil der Clustering-Technik liegt darin, dass gerade bei Kreativitätsblockaden bedingt durch das spielerische Herangehen neue Ideen gefunden werden können, die allein auf rationaler Ebene nie entstanden wären und zudem durch die Gemeinschaftsarbeit erreicht werden.

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