Euro-Einführung: die Slowakei tritt dem Euro-Raum bei

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Update: 28.09.2012: Estland ist ebenfalls am 01.01.2011 dem Euro- Raum beigetreten. 

Nachdem Malta und Zypern Anfang 2008 den Euro eingeführt haben, tritt am 1. Januar 2009 mit der Slowakei das zweite ehemalige Ostblock-Land der Euro-Zone bei. Die Parallelumlaufphase dauert nur vom 1. bis 16 Januar 2009, also gerade mal zwei Wochen. Danach ist die Slowakische Koruna verschwunden, jedenfalls aus dem Geldumlauf. Bis zum 31. Dezember 2009 müssen Preise in der Slowakei jedoch noch obligatorisch in Euro und in Kronen ausgezeichnet werden – wohl um die Übergangsphase zu erleichtern.

Für Lehrzwecke kann es sinnvoll sein, eine Gesamtübersicht über die Wirtschafts- und Währungsunion mit den ehemaligen nationalen Währungen und den jeweiligen Umrechnungskursen anzubieten:

Die 17 Euro-Staaten zum 1. Januar 2011
Einführung des Euro in der Slowakei:

 

 

Nr. Land Währung Code Wert 1 € Beitritt
 
1 Belgien Belg. Franc BEF 40,3399 bfrs 01.01.99

2

Deutschland Deutsche Mark DEM 1,95583 DM 01.01.99
3

Estland

Estn. Krone

EE

15,6466 EEK

01.01.11

4

Finnland Finnmark FIM 5,94573 FM 01.01.99
5 Frankreich Franz. Franc FRF 6,55957 FF 01.01.99
6 Griechenland Drachme GRD 340,75 Drs 01.01.01
7 Irland Irl. Pfund IEP 0,787564 Ir£ 01.01.99
8 Italien Lire ITL 1936,27 Lit 01.01.99
9 Luxemburg Luxemb. Franc LUF 40,3399 lfrs 01.01.99
10 Malta Lira MTL 0,4293 Lm 01.01.08
11 Niederlande Gulden NLG 2,20371 hfl 01.01.99
12 Österreich Schilling ATS 13,76 öS 01.01.99
13 Portugal Escudo PTE 200,482 Esc 01.01.99
14 Slowakei Koruna SKK 30,1260 Kr 01.01.09
15 Slowenien Tolar SIT 239,64 Tolar 01.01.07
16 Spanien Peseta ESP 166,386000 Ir£ 01.01.99
17 Zypern Pfund CYP 0,585274 £ 01.01.08

Der Leser findet schon seit einiger Zeit die aktuellen Darstellungen im Lexikon für Rechnungswesen und Controlling sowie inden Skripten auf der BWL CD. Auch das Skript über die Europäische Union ist auf aktuellem Stand.

Faktisch ist die Währungsunion aber viel größer: so haben die ehemaligen französischen Kolonien in Afrika ihre Landeswährungen an den Euro gekoppelt und sind damit inoffizielle indirekte Mitglieder des Euro-Raumes. Der Euro ist außerdem gesetzliches Zahlungsmittel in Ländern wie Französosch-Guyana, Guadeloupe, Martinique und weiteren Übersee-Restkolonien europäischer Mächte. Aber auch im Vatikan wird das Euro-Geld akzeptiert – und vielfach schwarz in Osteuropa und Rußland, wo der Euro den Dollar als Schwarzmarktwährung ablöst. In Andorra, im Kosovo und in Montenegro wurde der Euro zudem einseitig (!) zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt.

Links zum ThemaFreitag der 13., ein Glückstag für Europa: Vertrag von Lissabon geplatzt! Neuer EU-Vertrag: Europäische Union vor der Wiedereinführung der Todesstrafe | Zypern und Malta: Erweiterung des Euro-Raumes zum 1. Januar | EU-Osterweiterung: nichts zu feiern | EU-Skript (interne Links)

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