So bewirbst du dich mit einer Onlinebewerbung richtig
Große Konzerne gehen immer mehr dazu über, nur noch Onlinebewerbungen zuzulassen. Konventionelle Bewerbungen werden in diesen Unternehmen nicht mehr gern gesehen.
Aber: Jede Online Bewerbung ist nur einen Klick vom Papierkorb entfernt! Als Bewerber solltest du die 7 folgenden Punkte beachten und dir eine perfekte Onlinebewerbung erstellen.
1. Verzicht auf eine Onlinebewerbung?
Manch ein Bewerber mag sich denken, wenn meine Bewerbung so schnell gelöscht werden kann, schicke ich doch lieber eine konventionelle. Moderne Kommunikationsformen zu nutzen oder zu verweigern ist eine Aussage über den Bewerber. Verlangt ein Unternehmen eine Onlinebewerbung kann der verweigernde Jobsuchende schnell als rückständig eingestuft werden.
2. Online bewerben ist easy!
Mal eben eine Bewerbung eintippen und diese dann per Blindkopie an 30 Unternehmen schicken, ist für keinen Bewerber der richtige Weg. Eine Onlinebewerbung ist niemals einfacher als eine konventionelle. Der Bewerber sollte auch nur dann eine Onlinebewerbung verschicken, wenn das Unternehmen das in der Stellenanzeige oder dem persönlichen Gespräch wünscht.
3. Die Form einer Onlinebewerbung
Die Norm einer konventionellen Bewerbung gilt auch für den Onlinebereich. Der Bewerber sollte nicht in die Versuchung kommen, hier zu Schludern. Der oft lockerere Umgangston in Emails sollte bei einer Bewerbung keinesfalls gewählt werden.
4. Das Bewerbungsformular
Einige Unternehmen haben ein eigenes Bewerbungsformular entwickelt. Mit diesem Formular können alle Informationen über den Bewerber in kurzer und knapper Form zusammengestellt werden. Oft wird aber versucht, so viele Informationen wie möglich von den Bewerbern zu sammeln. Hier sollte der Jobsuchende Umsicht walten lassen. Anschriftenfelder, Daten zum beruflichen Werdegang und zu Qualifikationen müssen natürlich vollständig ausgefüllt werden. Dabei sollte die Länge der Freifelder sinnvoll genutzt werden. Der Bewerber kann seine Motivation bspw. mit einem Stichpunkt oder aber in zwei prägnanten Sätzen formulieren. Zusatzfragen nach Neigungen oder Hobbys sollten kritisch betrachtet und nur im passenden Zusammenhang ausgefüllt werden.
Vor- und Nachteile des Bewerbungsformulars
Der Personaler hat die Möglichkeit, den gesamten Bewerberpool nach den für das Unternehmen ausschlaggebenden Kriterien zu scannen. Sucht das Unternehmen nur Hochschulabsolventen mit dem Durchschnitt bis 1,5 sowie Auslandserfahrung in Timbuktu und Engagement im sozialen Bereich, können diese sehr schnell herausgefiltert werden.
5. Die Email
Empfänger und Absender müssen eindeutig benannt sein.
a) Der Empfänger
Eine Bewerbung, die an eine Infoadresse wie info@musterhaus.de gesendet wurde, fassen einige Unternehmen als Interesselosigkeit auf. Es wird vom Bewerber erwartet, dass er den richtigen Ansprechpartner im Vorfeld herausfindet.
b) Der Absender
Für Onlinebewerbungen sollte sich jeder Jobsuchende eine seriöse Emailadresse zulegen. Niemand würde auf einen Briefumschlag seinen Kosenamen als Absender schreiben. Das gilt für Emailadressen ebenso. Adressen wie mausebärchen@gmx.de, mögen im Privatleben ganz witzig sein, haben im beruflichen Alltag hingegen nichts verloren.
c) Das Datum
Emails werden automatisch mit einem Datumsstempel versehen. Die angehängten Unterlagen sollten ein identisches Datum haben.
d) Der Betreff
Der Betreff ist bei einer Email Bewerbung sehr genau zu benennen, bspw.: Bewerbung Sebastian Mayer als Marketing Manager, Kennziffer MM123654. Mit der genauen Benennung kann der Jobsuchende sicherstellen, dass seine Bewerbung an den Verantwortlichen weitergeleitet wird.
e) Das Anschreiben
Das Anschreiben in der Email sollte kurz und eindeutig gehalten werden. Aus dem Anschreiben muss hervorgehen, das es sich um eine Bewerbung handelt, die entsprechende Kennziffer sollte noch einmal angegeben werden, und auf den Anhang hingewiesen werden.
Tipp: Die eigenen Kontaktdaten nicht vergessen.
6. Bewerbungsdokumente im E-Mail-Anhang
Die persönliche Bewerbung liegt im Allgemeinen in mehreren Dateien als .doc, .jpg, .tif u.ä. auf dem PC des Bewerbers. Der Jobsuchende sollte einerseits auf die Größe der zusendenden Dokumente achten und andererseits sollte er vermeiden, dass zu viele verschiedene Dateitypen versendet werden, denn das erfordert beim Empfänger entsprechende Softwarevoraussetzungen. Das Unternehmern muss also die Programme auf dem Rechner auch installiert haben, welche vom Bewerber daheim genutzt wurden. Es ist also ein Risiko viele verschiedene Dokumententypen zu verwenden und per Mail zu verschicken, im schlimmsten Fall kann der Personaler die Bewerbung gar nicht lesen, was so viel heißt wie „Bewerbung abgelehnt“
Ein anderes Problem liegt bei der Benutzung von so genannten Freemail-Anbietern wie web.de oder gmx – denn diese lassen nur Dateianhänge in einer bestimmten Größe zu, so dass viele Dokumente häufig schon beim Senden zu Problemen führen. Darüber hinaus suggerieren viele Dateien im Anhang einer E-Mail beim Personalbeauftragten einen wüsten Eindruck. Die anzuhängenden Dokumente sollten insgesamt nicht größer als 2 MB sein. Davon abweichende Größen oder Angaben sollten vorher mit der Personalabteilung des zu bewerbenden Unternehmens besprochen werden. Etwas Ordnung bringt man bei vielen Dokumenten in die Onlinebewerbung, indem man sämtliche Dateien komprimiert und in Form einer zip – Datei versendet. Die Beste und formatunabhängigste Variante ist, sämtliche Dokumente und Informationen per PDF zu senden, denn dieses Format ist in jeder Firma geläufig und bekannt.
a) Die ZIP Datei
Es sind mehrere Formate auf dem Markt, mit denen die einzelnen Dokumente vereinheitlicht oder verkleinert werden können. Der Interessent kann seine Dokumente packen und als ZIP Datei zusammenstellen. Gängige Komprimierungsprogramme wie WinZIP oder WinRAR sind normalerweise auch den Personalern geläufig.
b) Die PDF Datei
Gefälliger sieht eine PDF Datei aus. Der Bewerber wandelt die einzelnen Dokumente in PDF Dateien um und stellt diese zu einer einzigen Datei zusammen. Damit muss der Personaler nur noch eine einzige Anlage öffnen. PDF Dateien sind weniger virenanfällig und jeder kann Sie lesen. Außerdem kann das einmal gewählte Format, die Form und Farbe von Schrift und anderen Elementen nachträglich nicht mehr so schnell geändert werden. So muss der Bewerber keine Angast haben, das seine Onlinebewerbung beim Leser anders aussieht als am heimischen PC.
Hier kannst du den Acrobatreader zum Lesen von PDF Dateien in der aktuellsten Version downloaden.
Mit FreePDF XP kannst du schnell und zuverlässig aus Word PDF Dokumente erstellen. Achtung, vorher Ghostscript downloaden und installieren. Weitere Infos zu Ghostscript und FreePDF findest du auf der Herstelerseite.
7. Die Bewerbungshomepage
Hat der Bewerber noch einen besonderen Mehrwert zu bieten, der den Rahmen einer Email sprengt, bietet sich eine Bewerbungshomepage an. Im Emailanschreiben kann der Link zur eigenen Homepage platziert werden.
a) Nutzen der Bewerbungshomepage
Wenn sich der Verantwortliche die Mühe macht, auf die Homepage des Bewerbers zu gehen, kann er sich dort bspw. Arbeitsproben des Bewerbers anschauen. Bewerbungshomepages können im Internet von Interessierten schnell gefunden werden.
b) Schaden der Bewerbungshomepage
Du veröffentlichst deine Daten im Netz, so dass jeder darauf zugreifen kann. Einmal im Internet veröffentlichte Daten können so auch in die falschen Hände geraten, so dass du dir in Zukunft nicht sicher sein kannst, ob nach dem Löschen deiner Bewerberhompage wirklich alle Daten aus dem Netz entfernt wurden oder ob irgend jemand deine Daten irgendwo weiterverwendet und dir sogar später noch Schaden zufügen kann.
C) Kosten für eine Bewerbungshomepage
Bewerber, die mit Hilfe kostenloser Programme sich eine Homepage selbst erstellen können, erwarten keine Kosten. Interessenten, die fundierte Hilfe benötigen, können je nach Speicherplatzbedarf und Laufzeit mit monatlichen Kosten von 5,- bis 10,- EUR rechnen. Weisen Schüler und Studenten ihren Status nach, sind diese Angebote für sie oft auch kostenlos.
Tags: Bewerbung, Onlinebewerbung
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03. Dezember 2008 um 16:49
[...] Da ich selbst meine Informationen nur durch die Internetrecherche gewonnen habe, sei an dieser Stelle auf die Quellen der kommenden Tipps hingewiesen. Zum Einen ist dies die Webseite bewerbungs-tipps.com und zum Anderen der Blog von BWL24.net. [...]