Die Geburt des Erlösers: Weihnachtsgrüße des BWL-Boten

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Am heutigen Tage feiern wir also die Geburt des Erlösers, auch wenn dies vielen Zeitgenossen nicht mehr wirklich bewußt ist. Dabei war das schon damals eine eher haarsträubende Geschichte, in der ein obrigkeitlicher Kindermord, die Flucht ins ägyptische Exil und die kommunale Sparkasse zu Bethlehem vorkommen. Kaum auszudenken was aber passieren würde, wenn Jesus der Christus nicht einst zu der Zeit geboren worden wäre da Cyrenius Landpfleger in Syrien war und vom Kaiser Augustus das weithin bekannte Gebot einer Volkszählung ausging, sondern heute, da Merkel Landpflegerin im Germanenlande ist und die kaiserlichen Gebote aus dem fernen Washington erlassen werden. Versuchen wir es aber doch uns einmal auszumalen:

 

Säugling in Stall gefunden
Polizei und Jugendamt ermitteln
Schreiner aus Nazareth und unmündige Mutter vorläufig festgenommen

BETHLEHEM, JUDÄA – In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust. Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.

Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter am Betreten des Stalles zu hindern. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert.

Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise Männer" eines östlichen Landes ausgaben aber keinerlei Papiere vorweisen konnten. Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte nach Abgleich der Fingerabdrücke mit, daß sie nicht im Besitz der erforderlichen Aufenthaltsgenehmigung seien, aber Gold sowie einigen möglicherweise verbotenen Substanzen mitgeführt hatten. Sie widersetzten sich ihrer Festnahme und behaupteten, Gott habe ihn angetragen, sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur weiteren Untersuchung in ein Kriminallabor geschickt.

Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht bekanntgegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr zweifelhaft.

Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts mit: "Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen".

Maria ist in das Landeskrankenhaus in Bethlehem zu medizinischen und psychiatrischen Untersuchungen eingewiesen worden. Sie kann mit einer Anklage wegen Verletzung der Fürsorgepflicht rechnen. Ihr geistiger Zustand wird einer gutachterlichen Beurteilung unterzogen weil sie behauptet, sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott.

In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie heißt es: "Mir steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu führt, daß – wie in diesem Fall – ein Neugeborenes gefährdet wird, muß man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache, daß Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden vor Ort waren, trägt nicht gerade dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, daß alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können".

Soeben erreicht uns noch die folgende bislang unbestätigte Information: Die anwesenden Hirten behaupteten steif und fest, daß ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln (!) auf dem Rücken ihnen befohlen hätte, den Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen. Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: "Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede eines vollgekifften Junkies, die ich je gehört habe".

Und? Kommt Ihnen sowas irgendwie bekannt vor? Denken Sie ruhig mal ein wenig darüber nach. Schließlich wäre das auch auf ganz andere Bereiche zu übertragen. Sie haben jetzt ja zu Weihnachten ein wenig Zeit… einstweilen wünscht Ihnen der BWL-Bote ein frohes Fest und verspricht, auch bis Silvester nicht zu verstummen.

Ach ja, der guten Ordnung halber wird noch erklärt, daß Texte wie dieser in großer Zahl durchs Netz geistern. Wir haben uns an diesen Quellen bedient.

Links zum Thema: Zinseszinsrechnung: warum die Händler aus dem Tempel vertrieben wurden | Die Liebe in der Kultur des Todes, oder unkonventionelle Gedanken zu Weihnachten (interne Links)

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