Übersicht: Die wichtigsten Verfahren der Investitionsrechnung

Teilen

Die diversen Methoden der Investitionsrechnung sidn ein wichtiger Bestandteil nahezu aller kaufmännischen Aus- und Fortbildungen. Sie dienen der grundsätzlichen Entscheidung über Investitionsprojekte und sind daher von fundamentaler Bedeutung für das Management. Leider sind sie oft auch der Schrecken der Prüfungsteilnehmer. Das aber muß nicht sein, wenn man sich vorher einen systematischen Überblick verschafft.

Wie so oft liegen auch hier die fundamentalen Definitionen zugrunde. So muß man den Unterschied zwischen den Begriffen "Investition" und "Finanzierung" kennen. Das kann man sich am besten mit einer kleinen Skizze verdeutlichen:

Grundschema der Bilanz
Aktiva Passiva
 
Ausweis der Mittelverwendung       Ausweis der Mittelherkunft
Vermögen, Wirtschaftsgüter       Kapital
= Investition       = Finanzierung

Verinnerlicht man, daß die Methoden der Investitionsrechnung stets das Vermögen, also die kaufmännische Mittelverwendung betreffen dann wird deutlich, daß die Verfahren der Kosten- und Leistungsrechnung im Grunde auch zugleich Methoden der Investitionsrechnung sind, denn sie betreffen ja die Kosten, also den unternehmerischen Einsatz von Produktionsfaktoren. Einige Verfahren, insbesondere die der Vollkostenrechnung, kann man aber "eher" der "eigentlichen" Kostenrechnung zuordnen, weil sie im wesentlichen dazu dienen, Kostenverhältnisse als Gemeinkostenzuschläge darzustellen, also zu kalkulieren. Andere kostenrechnerische Rechenverfahren sind "eher" investitionsorientiert, weil sie der Entscheidung über Investition oder Nichtinvestition oder der Auswahl aus verschiedenen Alternativen dienen können. Das gilt besonders für die Methoden der Teilkostenrechnung.

Hat man das grundlegend verstanden, so kann man eine Verfahrensübersicht in Form eines Kontinuums machen. Dies leistet die nachfolgende Folie: sie zeigt, welche Methoden "nur Kostenrechnung" und welche "nur Investitionsrechnung" sind, und welche eigentlich beiden Teilbereichen angehören:

Klausuren und Prüfungen verlieren viel von ihrem Schrecken, wenn man sich vorher einen Überblick über das zugrundeliegende Lehrgebiet verschafft. Dies leistet die vorstehende Lehrfolie. Freilich muß man dann immer noch viel üben und die zugrundeliegenden Definitionen von Begriffen wie "Auszahlung" und "Ausgabe" (dynamische Methoden), "Aufwendungen" und "Ertrag" (MAPI) und "Kosten" und "Leistungen" (Verfahren der Kostenrechnung) vertieft inhalieren, denn sie sind stets für solche Methoden grundlegend, besonders in den Prüfungen der Kämmerlinge.

Dies Lehrfolie kann man auch in einem separaten Fenster öffnen (größere Ansicht!) oder durch einen Rechtsklick auf die Adresse http://www.bwl-bote.de/pdf/20071105.pdf zum Ausdrucken und Benutzen im Unterricht herunterladen. Besitzer der BWL CD finden die Übersichten übrigens im Lexikon für Rechnungswesen und Controlling im Stichwort "Investitionsrechenverfahren" sowie im Investitions-Skript.

Links zum Thema: Kapitalwertrechnung: Wo der Untergang droht | Interner Zinsfuß: eine hammerharte Prüfungs-Knallschote | Formelsammlung der BWL (interne Links)

Literatur: Zingel, Harry, "Lehrbuch der Kosten- und Leistungsrechnung", Heppenheim 2004, ISBN 3-937473-05-X, Amazon.de

Ähnliche Themen, die Ihnen gefallen könnten