Vorsicht, Satire: wo unsere Politiker sinnvoller beschäftigt werden könnten

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Nachdem Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble gestern mit seinem Staatsmord-Vorschlag die gröbste Satire rechts überholt hat, haben wir vorgeschlagen, ihn in ein gepflegtes Behindertenheim einzuweisen. Da kann er keinen Schaden mehr anrichten; allerdings müßte auch eine Betreuung vom zuständigen Amtsgericht angeordnet werden, denn die bisherige Entmündigung gibt es ja leider nicht mehr. Das würde den Frieden wahren helfen und die durchschnittliche politische Kultur in diesem unserem Lande schlagartig wieder verbessern. Der Vorschlag hat indes eine Vielzahl von Leserzuschriften zur Folge gehabt. Während mir manche Leser Beifall zollten, mich andere selbst einen Terroristen schimpften, erhielt ich auch eine Vielzahl weiterer Vorschläge für die umweltfreundliche Verwahrung des restlichen parlamentarischen Packs:

Schauen Sie also selbst in die Abgründe des deutschen Sommerlochs und lesen Sie, was die Leser des BWL-Boten mit ihren gewählten (und bisweilen auch ungewählten) Volksvertretern alles anstellen wollen:

Bundeskanzlerin Merkel erhält eine Verkäuferinnenstelle bei C&A. Bevor sie diese antritt muß sie lernen, wie man passende Jacketts auswählt. Nach Ladenschluß kann sie Kommunalpolitik machen, darf aber nie mehr an einem G8-Treffen teilnehmen, so daß sie dort keine deutschen Interessen mehr verkaufen kann.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt übernimmt die Leitung des Alten- und Pflegeheimes, in dem Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble einsitzt (und einnäßt). Sie hat allerdings nur und ausschließlich die Mittel aus der Zwangspflegeversicherung zur Verfügung und muß arabische Pflegekräfte beschäftigen, die kaum deutsch sprechen.

Bundeskriegsminister Dr. Franz Josef Jung erhält einen Wohnsitz in Gaza, genau im Schußfeld der israelischen Armee. Wenn es ihm dort zu heiß wird, feiert er in Afghanistan mit der örtlichen Bevölkerung Hochzeiten, besonders die, die die Amerikaner aus der Luft beobachten.

Vizekanzler und Bundesminister für Arbeit und Soziales Franz Müntefering arbeitet künftig zum Mindestlohn als Fensterputzer am Potsdamer Platz an einem bekannten Hochhaus.

Außenminister Dr. Frank Walter Steinmeier tingelt auf Vortragsreise durch China und erklärt, warum Kernkraft bäh-bäh ist und 1,4 Mrd. Menschen von Wind- und Sonnenkraft leben sollen. Als Lohn erhält er nur CO2-Credits statt Geld, aber die sind ja wenigstens handelbar…

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen arbeitet als alleinerziehende Mutter als Teilzeitkraft in einem Kindergarten mit 80% Ausländerkindern. Sie hat ein Einkommen in der Gleitzone im Bereich von 400 bis 800 Euro und bezieht nebenbei Hartz IV. Sie muß allerdings auf alle ihre Domestiken zur Aufzucht der eigenen Kinder verzichten und in einer unsanierten Dreizimmer-Plattenbauwohnung aus DDR-Zeiten leben… falls diese Wohnung noch zu groß sein sollte, wird ihr vom örtlichen Sozialamt ein Zimmer zugesperrt und jede Woche kontrolliert, daß dort auch die Heizung ausgestellt bleibt.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, bekanntlich ein Maoist, richtet in sozialistischer Gemeinschaftsarbeit mit seinem ebenfalls maoistischen Parteikumpanen G. Schröder Gedenkstätten für die Opfer der Kulturrevolution in Kambodscha und in China ein.

Der ehemalige Außenminister Josef "Joschka" Martin Fischer wird von der CIA in einem illegalen Gefangenentransport per Learjet nach Berlin zurückgebracht und dort als Streifenpolizist auf Nazi-Demos zwischen NPD-Mitgliedern und Autonomen eingesetzt, aber natürlich unbewaffnet. Vorher nimmt er an einem Antigewalt-Training und einem Lehrgang über Deeskalation teil.

Der gegenwärtige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel erhält eine Aushilfsstelle bei der Bundesagentur für Arbeit. Dort übernimmt er die Beratung der Arbeitnehmer, die durch den Emissionshandel ihre Arbeitsplätze verloren haben. Seine Dienststelle ist unbewacht und Gabriel hat keine Alarmeinrichtung, die anderswo in den Arbeitsämtern freilich längst zur Standardausrüstung gehört. Zu Hause erhält er nur Strom aus einer umweltfreundlichen Windkraftanlage, sitzt also bei Windstille im Dunkeln.

Der ehemalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin erhält eine ehrenamtliche Stelle beim Weißen Ring und kümmert sich dort insbesondere um die Überlebenden und Nachkommen der Opfer des RAF-Terrors.

Die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul erhält einen Kurzurlaub in der afrikanischen Ferienregion Darfur, darf sich dort aber nur mit landestypischen Verkehrsmitteln bewegen.

Der Abgeordnete und ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily darf weiter als Rechtsanwalt arbeiten, aber nur noch die Opfer von Terrorangriffen verteidigen, niemals dagegen mehr die Terroristen selbst.

Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Horst Seehofer erhält eine gutbezahlte Stelle in einem fleischverarbeitenden Betrieb.

Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan leitet ab nächstem Monat Alphabetisierungsmaßnahmen für Erwachsene und Anpassungskurse für Jugendliche ohne Lehrstelle für acht Euro pro Stunde.

Man kann auf diese Art zwar die Welt nicht retten, aber das wollen wir bekanntlich ja auch gar nicht. Vielleicht würden einige der parlamentarischen Parasiten aber auf diese Art wieder ein Gefühl für die Wirklichkeit in diesem Lande bekommen, und das würde diesem Lande gut bekommen… Sie wissen schon, das Bundeskabinett macht einen Bootsausflug auf dem Müritz-See. Das Boot kentert und sinkt. Wer wird zuerst gerettet? Richtig, Deutschland

Irgendwelche weiteren kreativen Ideen??

Link zum Thema: Schäubles Staatsmord-Vorschlag: Der BWL-Bote bald in Schutzhaft? (interner Link)

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