Politik im Rinderwahn, oder Deutschland im Öko-Frühling

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Der Karneval ist vorbei, aber die Büttenreden sind es nicht. Sie überholen vielmehr inzwischen die drastischste Satire, was Witze über Politiker inzwischen fast unmöglich macht. Der Kyoto-Schweine-Deal ist ein gutes Beispiel – niemand würde mir das glauben, wäre es nur eine Satire. Aber es ist Realität – inzwischen in immer neuen Inkarnationen. die Politik im kollektiven Rinderwahn, oder Deutschland im Öko-Frühling.

Kyoto Nein Danke!So überbieten sich die Politiker derzeit mit Verknappungs- und Einschränkungs-Vorschlägen, einer wahnwitziger als der andere. Mag man das wieder aufgewärmte Tempolimit auf Autobahnen noch wegen der Unfallgefahr sinnvoll finden, die derzeitige Emissionsdebatte ist es sicher nicht, denn der Zusammenhang zwischen der Pflanzennahrung CO2 und Klimaerwärmung ist so wenig gesichert wie die Klimaerwärmung an sich es ist. Öko-Plaketten und Fahrverbote kommen dennoch, ohne viel Widerstand eingeführt – und neue Turbo-Steuern gleich mit. Da regt sich keiner mehr auf, daß die individuelle Energierationierung schon vorbereitet wird. Dafür hört man inzwischen, daß ab 2020 Verbrennungsmotoren ganz verboten werden sollen, lange nach dem vielleicht bald bevorstehenden Glühbirnen-Verbot. Einstweilen sollen wir nur noch in Deutschland verreisen und nur noch Äpfel essen und keine Ananas oder Kiwis mehr, denn die "verbrauchen" zu viel CO2. Überhaupt sollen Flugreisende "Emissionsgutschriften" erwerben, einstweilen freiwillig – die Mitglieder des Bundestages tun dies angeblich schon. Bis Flugreisen ganz verboten oder nur noch auf Zuteilungsschein erlaubt sein werden – außer für Politiker, versteht sich. Die Mitarbeiter von Airbus hätten gewiß nichts gegen solche Maßnahmen: schließlich wollen angeblich neun von zehn Deutschen selbst etwas "für das Klima" tun. Auf dem Weg in die totale Ökologie…

Den derzeitigen Kürzungs- und Verknappungspreis erhält aber die sächsische Stadt Löbau: glaubt man einschlägigen Presseberichten, werden dort in Wohnungen von Hartz IV Empfängern gesperrt, für die keine kleineren Wohnungen zur Verfügung stehen, einzelne Zimmer gesperrt und verbarrikadiert, um den Wohnraum so künstlich zu verkleinern: ausgesperrt in der eigenen Wohnung. Da ist es nur noch ein ganz kleiner Schritt zur Bildung von Zwangswohngemeinschaften – oder gleich zur Zwangseinweisung Arbeitsloser in Lagerwohnraum. Das wäre immerhin weniger "klimaschädlich" als unkontrolliertes Individualwohnen. Angesichts des angeblichen Aufschwunges eigentlich auch ein Witz, aber ein bitterer.

Witze sind Mittel zur Bewältigung von Katastrophen, jedenfalls bei Männern. Es wundert daher nicht, daß es die ersten World-Trade-Center Witze schon gab, als der zweite Turm noch stand. Auch jetzt gibt es wieder politische Witze wie einst in der DDR, ein untrügliches Zeichen für die Rückkehr der Diktatur, wenngleich unter anderem Vorzeichen. Eine Kostprobe? Zwei Politiker auf dem Öko-Parteitag, sagt einer zum anderen: du, soggemol, das mit Hitler war doch gar nicht so schlecht. Wenn nur der viele CO2-Verbrauch nicht gewesen wäre…

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