Emissionshandel für Privathaushalte wird zügig vorbereitet

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Am Beginn der kalten Jahreszeit freuen sich viele Verbraucher auf ihre Heizkosten, die dieses Jahr gewiß wieder heftiger ausfallen dürften als ein Jahr zuvor – Ökosteuer, Energiesteuer und Umsatzsteuer sei Dank. Aber das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht, und zwar nicht wegen der Umsatzsteuererhöhung zum 1. Januar 2007, die auch die Energiekosten erhöht: die formalen Voraussetzungen für den Emissionshandel für Privathaushalte sollen offenbar schon ab 2008 geschaffen sein, ganz so, wie es im Rationierungsgesetz steht.

Kyoto Nein Danke!So hat man schon dieses Jahr die Zuteilungsscheine für Privathaushalte ausprobiert, und zwar ausgerechnet im Emsland – also gerade in der Region, die letzten Winter zum Teil wochenlang von der Stromversorgung abgeschnitten war, weil die Schneemassen der globalen Erwärmung die Stromleitungen haben einstürzen lassen. Anscheinend will man den Erlaubnisschein-Handel jetzt für alle Gebäude zwangsweise einführen: die Neuregelung der Energie-Einsparverordnung, die ab 2008 in Kraft tritt, schafft hierfür die administrativen Rahmenbedingungen.

Nach dieser Verordnung soll jedes Haus einen "Energiepaß" haben, der offenbar die Grundlage der Energierationierung bildet. Das Dokument, das der Gebäudeeigentümer natürlich bezahlen muß und das einem neuen Berufsstand von Energie-Blockwarten neue, unproduktive Arbeit liefert, bietet Käufern und Mietern Informationen über Energiebedarf und zu erwartende Betriebskosten, aber staatlichen Stellen auch die Grundlage für die Energiezuteilung, die als Zwangsmaßnahme ausdrücklich im Rationierungsgesetz steht – seit Jahren, so daß die Einführung der Zwangsmaßnahmen reibungsloser vonstatten geht.

Wir müssen also bald nicht nur überteuerte Energieträger bezahlen, sondern zusätzlich auch noch Heizerlaubnisscheine erwerben, um überhaupt heizen zu dürfen. Und diese "Wertpapiere" können nach Belieben künstlich verteuert werden, wenn man gerade wieder mal den Planeten retten will. Die schleichende Einführung solcher Zwangsmaßnahmen hat bislang stets zu Appeasement geführt, der typischen Verhaltensweise des Bürgertums, das immer lieber den Kopf in den Sand steckte als seine Interessen durchsetzte. Bei Klimageräten verständlich, die sind in deutschen Haushalten ohnehin nicht beliebt: Die hitzefesten Deutschen sind ja auch die einzigen, die man im Urlaub am Mittelmeer zur Mittagszeit joggen sieht. Ob die Deutschen aber auch so ruhig bleiben, wenn sie nicht mehr heizen dürfen, weil sie keine Klimascheine mehr haben, bleibt abzuwarten. Schon jetzt trifft die künstliche Energieverteuerung ja eher die sogenannte "Unterschicht": Leute also, die jeden Cent umdrehen müssen, und für die die Rationierung von Heizenergie eine direkte Minderung des Lebensstandards bedeuten wird. Aber auch für den Fall, daß es nicht so ruhig bleibt, ist gut vorgesorgt, auch das schon vor Jahren und von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt.

Links zum Thema: Emissionshandel für Privathaushalte beginnt – jetzt schon! | Energierationierung für Heizungen wird schon vorbereitet | Emissionshandel: warum Appeasement nichts nützt | Wirtschaftssicherstellungsverordnung: Rot-Grün bereitet die Kommandowirtschaft vor | Noch mehr Zweifel am »Treibhauseffekt« | Emissionshandel: mit größter Schadenfreude… | Kyoto-Protokoll: Ist der Emissionshandel wirklich ein Marktinstrument? | Zweiter Kyoto-Fünfjahresplan: 2008 wird Strom noch teurer | Schneechaos in Europa: die »globale Erwärmung« schlägt wieder zu | London rückt von Kyoto ab – endlich ein Lernprozeß? | Öko-Narrenhaus: »Projektbezogene Mechanismen«, oder was ein Schweinefurz »wert« sein kann | Energierationierung für Heizungen wird schon vorbereitet (interne Links)

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