Indien und die Zukunftsfähigkeit, oder wie Ideologien Arbeitsplätze vernichten

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Solarenergie ist hyperteuer und die Windenergie vernichtet schon hierzulande Ressourcen und Arbeitsplätze, aber wir zahlen ja gerne immer höhere Strompreise, jedenfalls solange die CO2-Religion vom angeblichen Treibhauseffekt noch als Begründung für die Energieabzocke hält. Jetzt verpassen wir aber wieder eine Chance. Offenbar geht es diesem Land also noch immer viel zu gut.

Kernkraft, Raumfahrt und so vieles andere noch ist deutschen Ursprunges, aber in Peenemünde ist heute kein Weltraumflughafen und in Arnstadt kein Kernforschungszentrum, denn was Deutsche erfinden, verschafft anderen Wohlstand. So ist es auch in der Energieversorgung, wo der Rest der Welt erkannt hat, daß ohne Kernkraft keine bezahlbare und zukunftsfähige Stromversorgung möglich ist. Nur die Deutschen wissen es wieder besser. Am Deutschen Wesen soll wohl immer noch die Welt genesen.

Indien ist ein gutes Beispiel für das, was ich meine. Das Land entwickelt sich immer schneller von einer Agrar- zu einer Industrienation. Schon jetzt lassen alle großen Softwarehersteller dort zu günstigen Lohnkosten fertigen. Keine Frage, daß das Land eine große Zukunft hat, und schon in der Gegenwart hat es eine Regierung die eingesehen hat, daß diese Zukunft elektrische Energie braucht. Also will man Kernkraftwerke bauen, 40.000 Megawatt jährlich sollen bis 2030 zusätzlich in neuen Atomkraftwerken erzeugt werden. Das hat sogar den Segen der Amerikaner, die das bisherige Lieferverbot aufgehoben haben: die Investoren haben also freie Bahn, einen der am schnellsten wachsenden Märkte mit neuer Technologie zu versorgen. Und die Deutschen haben sogar staatliche Hermes-Bürgschaften, um solche Exporte abzusichern.

Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer, denn obwohl das sogenannte Atomausstiegsgesetz kein Exportverbot vorsieht, ist die Kernkraftbranche doch weitgehend staatlich gelenkt – und das heißt, daß ein Export deutscher Kerntechnologie nur mit dem Segen der Politiker möglich ist. Die aber haben ihren fortgesetzten Boykott schon angekündigt – und, glaubt man den Medienberichten den Indern Windrädchen und Solaranlagen angeboten. Die aber lachen über „regenerative“ Energien, denn in New Delhi hat man erkannt, daß auf diese Art keine bezahlbare und sichere Energieversorgung sicherzustellen ist.

So verpassen wir wieder eine Chance, denn Briten, Franzosen, Amerikaner und Russen stehen beim indischen Energieministerium längst Schlange. Nur die dummen Deutschen nicht, von denen die ganze Welt einfach nicht lernen will, daß Wind“kraft“ alleine als Energieversorgung ausreicht. Kann man schon den Iranern den Zugang zur stärksten Energiequelle die wir kennen nicht mehr verweigern, versucht man es wenigstens bei den Indern. So bleibt wenigstens die deutsche Arbeitslosigkeit nachhaltig, ebenso wie das mit dem Exportverbot verbundene ideologische Hochgefühl, wieder mal den Planeten gerettet zu haben. Bis wir es eines Tages doch noch einsehen. Dann aber können wir ja die neuen Kernkraftwerke, die wir eigentlich schon heute dringend brauchen, aus Indien importieren.

Links zum Thema: Photovoltaik-Kostenrechnung: 2,22 Euro pro Kilowattstunde! | Wie die Windenergie Arbeitsplätze und Rohstoffe vernichtet | Über die Nachhaltigkeit in der Arbeitslosigkeit (interne Links)

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