Preiserhöhungen: 2007 steigt auch das Briefporto – vielleicht

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Wie die Nachrichtennetzwerke soeben berichten, hat die Bundesnetzagentur der Deutschen Post gestattet, 2007 erstmals wieder das Briefporto anzuheben. Die Bundesnetzagentur ist die für Post- und Telekommunikationspreise zuständige Genehmigungsbehörde. Sie ermittelt in einem statistischen Verfahren die Preise, die Post- und Telekommunikationsdienstbetreibern gestattet sind – und hat hierbei einen "Spielraum nach oben" festgestellt.

Ob die Post das Porto auch wirklich anhebt, bleibt indes abzuwarten. Die Umsatzsteuererhöhung und die sonstigen Steuererhöhungen Anfang 2007 werden ja an sich schon einen Inflationsschock bewirken. Ob das freilich einen Monopolisten wie die den gelben Riesen bei seiner Preispolitik interessiert, ist eine andere Frage. Und das dürfte kaum das Ende der Fahnenstange sein: 2008 soll nämlich auch der Markt für Postdienstleistungen (wie einst der für elektronische Telekommunikation) vollständig geöffnet werden. Private Postunternehmer könnten dann der bisherigen gelben Post Konkurrenz machen – was aber auch bedeutet, daß 2008 die Portogebühren umsatzsteuerpflichtig werden. Das dürfte dann der nächste Portoschock werden.

Wir haben indes vor einigen Tagen schon verraten, wie man die Portokosten umgehen kann. Dies freilich nützt nur Unternehmern etwas; Privatkunden werden kaum vom Remailing profitieren. Sie sind, wie immer bei solchen Preiserhöhungen, die wirklich leidtragenden.

Links zum Thema: Pleite auf Parlamentsbeschluß: Steuererhöhungen 2007 endgültig beschlossen | Remailing, oder wie man den Portokosten ein Schnippchen schlägt (interne Links)

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