Wahlkrampf: nur dumme Schafe…

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Nach dem wohl schmutzigsten Wahlkrampf aller deutschen Nachkriegszeiten zieht der BWL-Bote Bilanz, was uns die gegenseitigen Betrugsvorwürfe der verschiedenen Hauptdarsteller wohl in Zukunft bringen werden – und wie man wählen sollte, will man Deutschland wirklich voranbringen.

Was auch immer diesen Sonntag herauskommt, eine wirkliche Reform wird es nicht sein. Beide Seiten wollen überlebte zwangswirtschaftliche Konzepte des sogenannten Sozialstaates aus dem 19. Jahrhundert noch im 21. Jahrhundert fortschreiben, beide Seiten wollen die Energieversorgung weiter drosseln (und verteuern), beide stehen zum Protokoll von Kyoto, beide zu Europa und damit gegen die Demokratie. Es wird sich zwar vieles ändern, aber nichts besser werden. Den alten Witz, daß Deutschland zuerst gerettet werde, wenn ein Flugzeug mit Schröder, Fischer und Trittin abstürzt, kann man ebenso mit Merkel, Merz und Konsorten machen – die Programme sind verwechselbar, der Stil ist es auch.

Immerhin hat der Wahlkrampf noch keine Menschenleben gekostet, wie einst in der Weimarer Republik. Dafür gibt es aber schon mehr Arbeitslose als einst vor Hitlers Machtergreifung – glaubt man der Wirtschaftswoche, dann waren es schon vor einem Jahr ca. 8,6 Millionen -, und wie man das Problem lösen könne, hört man von keiner Seite. Dafür scheint Merkel genau wie Schröder an der Arbeitsplatz-Exportprämie in Form des Emissionshandels festhalten zu wollen.

Und der Stil folgt offenbar den Inhalten: So diffamiert Schröder Professor Paul Kirchhof als "diesen Professor aus Heidelberg" und Eichel lügt sich von wegen Streichliste durchs Land, wo doch allen klar ist, daß Merkel die Umsatzsteuer ebenso erhöht wie Schröder es tun wird. Merkel gibt das freilich unumwunden zu, aber die CDU behauptet zugleich, die Menschen entlasten zu wollen, erklärt aber nicht, wie das mit einer Steuererhöhung zu bewerkstelligen sei. Mag das für einen Wahlkampf noch normal sein, der Stil ist es jedenfalls nicht.

Das wundert aber auch nicht, denn der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf: ein Innenminister und oberster Terroristenjäger, der einst als Rechtsanwalt den Terror unterstützt hat, jetzt aber jeden unter Terrorverdacht stellt, ein berufsloser Taxifahrer mit kleinkrimineller Karriere als Außenminister und ein (ehemaliger?) Stalinist als Demontageminister… Oops, Umweltminister, das ist eine feine Führungsschicht. Nach sieben Jahren indirekter Regierungsbeteiligung der RAF ist es endlich genug, doch was danach kommt, sieht nicht nach einer Alternative aus: Merkelsteuer auf alles, Prinzip Ökosteuer in Schwarz, und was dann kommt, verschweigt man uns noch. Auch die unappetitlichen Details, die sich gewiß auch zahlreich in schwarz-gelben Lebensläufen finden.

Der Volksmund weiß, daß nur dumme Schafe ihren Metzger selber wählen, und wir sollten klüger sein. Was immer wir wählen, wird unsere Lage nicht verbessern – wohl aber können harte Arbeit und viel ziviler Ungehorsam das leisten. Friedlicher Widerstand hat schon Kolonialmächte aus dem Land gejagt – da werden wir doch wohl unsere "eigene" parasitäre Kaste kleinkriegen. Die wirkliche Wahl haben wir nicht (nur) am Sonntag, sondern jeden Tag, denn kein Politiker kann auf Dauer gegen das Volk regieren. Nur an der Wahlurne, da haben wir wirklich keine Wahl.

Denken Sie mal drüber nach. Und lesen Sie die Prognose des BWL-Boten, was uns nach der Wahl erwartet!

Links zum Thema: Bürgerversicherung: Die Leitbilder der Zwangsmentalität | Kein politischer Klimawandel: Die Öko-Profiteure von der CDU | Ökosteuererhöhung und Maut-Ausweitung geplant | Moskau ratifiziert Kyoto: Ein Ausblick | EU-Osterweiterung: nichts zu feiern | Nein zu Europa! Es reicht! Schluß damit! Volkes Stimme spricht… | 8,6 Millionen Arbeitslose – schon vor Beginn der Energierationierung | Exportprämie für Arbeitsplätze beschlossen | Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten: Jeder unter Terrorverdacht | Prognose: Das erwartet uns nach der Wahl (interne Links)

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