Sozialstaat: Sex auf Staatskosten, aber nur für Behinderte

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Wer meint, Hartz IV und die damit einhergehende Förderung der Prostitution sei der Gipfel dessen, was der "Sozialstaat" uns zu bieten habe, der kann jetzt eines besseren belehrt werden. Der Schlaf der wirtschaftlichen Vernunft gebiert noch gröbere Monster: Sex auf Staatskosten zum Beispiel, aber nur für Behinderte. Bisher zwar nur in Dänemark, aber wäre das nicht auch ein Modell für Deutschland?

So berichten die Nachrichtennetzwerke heute, daß Betreuer behinderter Dänen ihre Schützlinge ein Mal pro Monat zu einer Hure bringen können – auf Staatskosten. Pflegepersonal wird damit indirekt zur Unterstützung der Prostitution mißbraucht. Ob sich die Mitwirkung der Pfleger dabei nur auf eine Art Vermittlung bei den anfänglichen Verhandlungen mit der Dienstleisterin oder auch auf den eigentlichen Akt beziehen, war aus den vorliegenden Presseberichten nicht zu erfahren.

Wer meint, der skandinavische Sozialstaat sei schon immer für einen Kalauer gutgewesen, der irrt. Seit Hartz IV können geeignete Frauen im Zusammenhang mit Hartz IV in Deutschland zur Arbeitsaufnahme auch im Rotlichtmilieu gezwungen werden, da jetzt ja jede Arbeit annehmbar ist. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" können sich zudem Arbeitslose mit Zuschuß der Bundesagentur für Arbeit als Prostituierte selbständig machen, wenn sie ein "tragfähiges Geschäftskonzept" vorlegen, wie immer das wohl aussehen mag – eine mündliche Prüfung unter dem Tisch des Sachbearbeiters beim Arbeitsamt etwa? Existenzgründerzuschuß und Überbrückungsgeld seien nicht mehr grundsätzlich ausgeschlossen, da der "Beruf" der Hure ja jetzt offiziell anerkannt sei – wenn auch wohl nur, um die Mädchen auch mit Zwangssozialversicherungen abkassieren zu können. Warum dann also nicht auch dem dänischen Vorbild folgen?

Interessant ist es übrigens, das unter Gleichheitsgesichtspunkten zu betrachten. In Dänemark gibts angeblich den Staats-Sex ("Verwaltungsakt") nicht in allen Distrikten, was schon zu Klagen von Behinderten geführt haben soll, die in ihrem Wohnort keine Mittel dafür erhalten. Der nächste Schritt wäre, ein Grundrecht auf Sex für alle zu verankern, denn das ist eine eindeutige Bevorzugung von Behinderten – und damit in Deutschland ein Verstoß gegen Art. 3 GG. Dann wäre es natürlich nur noch ein kurzer Weg, Vergewaltigung zu legalisieren – als sexuellen Mundraub, sozusagen. Sex mit Kindern ist ja schon straffrei, jedenfalls bei ausgesuchten Tätern. Ja, der Schlaf der Vernunfs gebiert Monster!

Wofür hier bald die Pflegezwangsversicherung noch so alles aufkommt, wollen wir uns jetzt nicht weiter ausmalen. Das Beispiel demonstriert aber, welch absurde Auswüchse der Sozialstaat produziert – und welchen Neid, gerade hier, obwohl es natürlich keiner zugeben will. Wir versuchen aber noch immer, althergebrachte Zwangsmodelle fortzuschreiben anstatt den sogenannten Sozialstaat endlich auf ein erträgliches Maß zurückzustutzen, so daß auch ein solcher Wahnsinn in Deutschland denkbar wäre. Solange die Wirklichkeit die Satire noch immer überholen kann, müssen wir uns wohl noch auf so einiges gefaßt machen – ganz gleich, ob von Rot-Grün oder aus den Reihen der Christsozialistischen Union.

Links zum ThemaHartz IV und die Förderung der Prostitution | Michael Jackson und Daniel Cohn-Bendit, oder von den Vorrechten der politischen Kaste | Bürgerversicherung: Die Leitbilder der Zwangsmentalität | Der konspirative Dozent: Wie die BfA Existenzen vernichtet | Sozialwahl: Richtig unwichtig, oder wie eine Scheindemokratie errichtet wird (interne Links)

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